April 3rd, 2015

Trust # 171 (April/May) is out now!

Posted in news by Dolf

Ab sofort ist das TRUST # 171 erhältlich, bei Deinem Lieblingsplattenladen oder Mailorder sowie im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel.

Der Inhalt diesmal:
Interviews mit Lucky Malice, Mahlstrom, Ex Hex, The Hold Steady und Alte Schule Masthorn.

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tourtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – das Ganze als graphisches Gesamtkunstwerk.
trust_171_cover

April 10th, 2015

Die Goldenen Zitronen (#144, 10-2010)

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„Sid Vicious war kein Nazi, der war einfach ein Idiot!“

Wenn es in der Bundesrepublik Deutschland eine Band gibt, die es geschafft hat, gleichzeitig erwachsen zu werden und doch Punk zu bleiben, dann sind es Die Goldenen Zitronen. Doch was heißt heute eigentlich noch Punk?

April 10th, 2015

Jello Biafra (#141, 04-2010)

Posted in interview by Jan

Als mich vor einiger Zeit ein Promoschreiben über die neue Band Jello Biafra and the Guantanamo School Of Medicine, deren anstehende Europatour und Interviewmöglichkeiten informierte, wusste ich zunächst nicht, ob ich darauf reagieren sollte. Jello Biafra hat mit den Dead Kennedys nicht nur Platten für die Ewigkeit aufgenommen, sondern ist seit 30 Jahren aktiv wie kaum ein zweiter: als Sänger in wegweisenden Bands und Kollaborationen, als politischer Aktivist, als Spoken Word Künstler, als Betreiber eines der ältesten Independent Labels Alternative Tentacles oder mit den nahezu unüberblickbaren Projekten, die diese Liste ewig fortsetzten ließen.

April 3rd, 2015

Rebellion der Selbstachtung – Gegen Demütigung, Franz Josef Wetz

Posted in bücher by Dolf

Alibri Verlag GmbH, Ernsthofstr.12, 63739 Aschaffenburg, www.alibri-buecher.de

RebellionderSelbstachtung

Wie kann “der im Alltag überforderte Bürger, der kosmisch völlig belanglos ist, sich trotzdem achten?” Darauf gibt das Buch nicht nur eine Antwort sondern eine ganze Reihe von Antworten und Denkhilfen, die sicherlich jeder gebrauchen kann. Denn wer hat sich nicht schonmal ungerecht behandelt gefühlt und nicht so recht gewußt wie mit dem Gefühl umzugehen ist.

 

 

 

 

 


April 3rd, 2015

Ernährungsgrundlagen für den leidenschaftlichen Trinker, Sandy Fawkes

Posted in bücher by Dolf

Metrolit Verlag, Prinzenstraße 85, 10969 Berlin , www.metrolit.de

Ernährungsgrundlagenfürdenleidenschaftlichen TrinkerDas Buch erschien bereits als englisches Original (“Health for Hooligans”) im Jahre 1982 und auch die deutsche Übersetzung liegt schon seit 2013 vor. Aber bei erscheinen letztes Jahr hatte ich dafür keine Zeit. Da mir das Buch aber immer wieder über den Weg lief und ich hörte das es sehr lustig geschrieben ist hab ich mir die Zeit jetzt noch genommen.

 

 

 

 

 

 

 


April 3rd, 2015

Liebe. Street Art in Berlin, Claudia Herrmann

Posted in bücher by Dolf

Archiv der Jugendkulturen Verlag KG, Fidicinstraße 3, 10965 Berlin, www.jugendkulturen.de

LiebeStreetartinBerlinDas kann man machen, einfach mal Graffiti aussuchen welche irgendwiewas mit Liebe zu tun hat – meist natürlich in Form eines Herzens oder der Wörter “Liebe” bzw. “Love”, aber eben nicht nur.

 

 

 


April 3rd, 2015

Skateboarding – Zwischen urbaner Rebellion und neoliberalem Selbstentwurf, Sebastian Schweer

Posted in bücher by Dolf

transcrip Verlag, Hermannstr. 26, 33602 Bielefeld, http://www.transcript-verlag.de

SkateboardingZwischenurbanerRebellionAuf der Rückseite steht u.a. “Sebastian Schweer untersucht die subversiven Komponenten des Skateboarding und kritisiert gleichzeitig dessen unreflektierte Überhöhung als urbane Rebellion” Das Wort “untersucht” deutet ja schon darauf hin was einen hier erwartet, ein durch und durch akademisch verseuchter Text zu einem ansonsten doch ganz interessanten Thema.

 

 

 

 

 

 

 


March 2nd, 2015

AYS (#139, 12-2009)

Posted in interview by Jan

Viele Menschen, die sich der Hardcoreszene verschrieben fühlen und lange vor der Trendwelle mit dieser Musik in Berührung kamen, wissen heute meist nur noch zu meckern. Früher war alles besser und gerade im Bezug Fashion hat das ohnehin keinen gekratzt, so der Volksmund der Hetzer. Mit Against Your Society (kurz: AYS) dürfte vielen von jenen vor den Kopf gestoßen werden. Angeführt vom charismatischen Frontmann Florian Schommer streifen AYS schon einige Jahre durch Deutschland.


March 2nd, 2015

Faust (#145, 12-2010)

Posted in interview by Jan

Im Gespräch mit Hans Joachim Irmler.

Müssen wir an dieser Stelle etwas über Faust sagen, über deren Geschichte und Bedeutung? Ich fürchte schon. Dabei bin ich eigentlich nicht der Richtige, dies zu tun. Weshalb es hier keinen längeren Aufsatz gibt über die Geschichte der Rockmusik in unseren Breiten- und Längengraden, über all die Musiker, die sich in den letzten 15 Jahren auf Faust, Neu!, Kraftwerk, Can und andere bezogen, mal mehr als vage hörbar, mal eher, weil es vielleicht auch zum guten Ton gehörte.


February 25th, 2015

NunSlaughter (#140, 02-2010)

Posted in interview by Jan

I would rather be a shark in a pond than a goldfish in the ocean

Die Idee das Interview zu machen kam eigentlich daher, dass wir diese Anti-Religionstextauszüge im Kolumnenteil hatten. Das war ja immer ein sehr analytischer und recht akademischer Ansatz. Deshalb fand ich es reizvoll, das Thema auch mal von einer vermeintlich schlichteren Seite zu betrachten und ein Interview mit NunSlaughter zu machen.

Die Band gibt es seit 1987 und ist zwar eine Death Metal Band, aber waren eben in meiner Wahrnehmung immer dem Punk zugewendet in Ausdruck, Haltung und Querverbindungen, der Drummer spielte auch in 9 Shocks Terror und Apartment 213.


February 25th, 2015

Burial (#139, 12-2009)

Posted in interview by Jan

“Zwischen DISCHARGE und NAKED CITY bzw. 13TH FLOOR ELEVATORS und DARKTHRONE…”

“Ich schmeiß meinen Verstand gegen die Wand! Der Sound auf dieser 7″ ist gewaltig, als ob man dir mit der Wucht einer Lokomotive ein rostiges Heizungsrohr in den Arsch rein rammt!”

 Japan-Core aus NRW

Wenn sich schon die japanische Originalversion von KRIEGSHÖG aus Tokyo nicht oder doch nur schleppend meldet wegen Trust-Interview, muss die deutsche “Kopie” her oder was? Quatsch! BURIAL hab ich zuerst auf nem Tape eines Kumpels gehört, dann noch mal auf dem Heartfirst Records Sampler “Deutschland in Decline”. BURIAL war auch als Band für unser Trust-Three Chords-Plastic-Bomb Zine Treffen in Duisburg geplant und ich meine mich auch jetzt zu erinnern… waren die nicht mal vor 2-3 Jahren im Bahndamm auf den Heartcoretagen?


February 10th, 2015

Hammerhead (#133, 12-2008)

Posted in interview by Jan

Ich brauch doch nix, ich hab´ doch alles

Interview mit Hammerhead

Über die Band braucht man wohl nicht viel Worte verlieren. Immer kontrovers, oft auch rücksichtslos, persönlich wie musikalisch. Leider erst zum weißen Album kam ich durch die Gnade der relativ späten Geburt zur Band wie die Jungfrau zum Kind. Ab dort waren Textzeilen besonders von dieser LP in meinen umgangssprachlichen Wortschatz eingeflossen, die Platten und Floskeln wurden zum ständigen Begleiter und Soundtrack juveniler Exzesse und dummer Aktionen.

February 10th, 2015

SPAZZ (# 83, 08-2000)

Posted in interview by Jan

Das war eine echte Geduldsprobe. So schnell Spazz damit sind, neue Platten zu machen, so langsam ist Sänger Chris Dodge damit, e-mails zu beantworten. Das liegt vielleicht daran, dass Chris nicht nur bei Spazz spielt, sondern auch noch das Label slap-a-ham betreibt, seit neuestem ein Fanzine hat und nebenbei irgendwelche Musikprojekte macht. Und so dauerte es auch zwar “nur” gut einen Monat, bis ich die Antworten auf diese Fragen bekam, dafür stehen aber seit einem drei Viertel Jahr noch die Antworten zu seinem Label aus.

February 4th, 2015

Dead Kennedys – Fresh Fruit for Rotting Vegetables, The Early Years, Alex Ogg

Posted in bücher by Dolf

PM Press, P.O. Box 23912, Oakland, CA 94623, Usa, www.pmress.org
DeadKennedysFreshFruit
Maybe I did expect too much, but it was rather boring to read this book. Not sure why that is, it is definitly not only the authors fault, since he depends on what the bandmembers tell him. What they tell him is just sometimes interesting and often boring – like how they recoreded this and that song and what “happend” in the studio (nothing that will not happen at any other recording…). Of course each party claims to be responsible for the songs and usually remembers stuff different than the other party. Remember, it is Biafra vs the rest of the band. I would prefer to read about insightfull news about the DKs. Here and there it is a bit more intersting – Ogg did not only speak to bandmembers but also labelpeople and roadies. The Dead Kennedys where a great band, no doubt. But after reading this, I’m not sure if any other members than the singer ever where really interested in

February 4th, 2015

Ungewöhnliche Wertanlagen – 25 Alternativen zu Festgeld & Co., Gerald Pilz

Posted in bücher by Dolf

UVK Verlag, Schützenstr, 24, 78426 Konstanz, www.uvk.de
UngwöhnlicheWertanlagen
Das ist ja mal ein unterhaltsamer und kurzweiliger Ratgeber – wie ernst man ihn nimmt, bleibt wohl jedem selbst überlassen. In Zeiten in denen sich “Sparen” nicht mehr “lohnt” (man müsste mal untersuchen seit wann Sparen mit automatischer Geldvermehrung in Verbindung gebracht wurde oder ist das nur banales Horten?) kann die ein oder andere hier aufgezeigte Alternative für bestimmte Menschen sicher eine sein. Vorgestellt werden “Wertobjekte” für den kleinen und den großen Geldbeutel, dazu alles Wissenswerte um Kauf, Verkauf, Aufbewahrung, etc., sowie hilfreiche Tips und Checklisten. Konkret geht es um diese “Wertanlagen”: Briefmarken, Münzen, Bücher, Porzellan, Whisky, Wein, Cognac, Rum, Uhren, Teddybären, Comics, Überaschungseier, Schreibwerkzeuge, Sammelkarten, Ansichtskarten, Historische Wertpapiere, Kunst, Oldtimer, Meteoriten, Fossilien, Schallplatten, Patente, Bonsaibäume,

February 4th, 2015

Everybody’s Gypsy – Popkultur zwischen Ausgrenzung und Respekt, Dotschy Reinhardt

Posted in bücher by Dolf

Metrolit Verlag, Prinzenstr. 85, 10969 Berlin, www.metrolit.de
EverybodysGypsy
Vorweg sei gesagt das dies das erste Buch zum Thema ist welches ich gelesen habe und ich muss auch sagen, ich hatte mir was anderes erwartet….. hier gibt es auf jeden Fall keine tiefgründigen kultursoziologischen Ausführungen über Sinti und Roma. Dafür viele Geschichten aus dem meist sehr abwechslungreichen Leben von der Autorin, erinnert streckenweise auch an ein Tagebuch oder könnten auch verschiedene Kolumnen oder Erzählungen sein, es ist nicht ganz geordnet. Zurecht benennt sie immer wieder diskriminierende Strukturen und wehrt sich gegen den oftmals latent vorherrschenden Antiziganismus und erzählt gleichzeitig von ihrer Popkultur. Das sind nun
natürlich ganz unterschiedliche Sachen. Das eine sind unberechtigte Vorurteile gegen Sinti und Roma, das andere sind Problematiken die es mit Teilen dieser Bevölkerungsgruppe sicher auch gibt und dann natürlich noch


February 4th, 2015

1000 Record Covers, Michael Ochs

Posted in bücher by Dolf

Taschen, Hohenzollernring 53, 50672 Köln, www.taschen.com

1000RecordCovers

Das gebunde Buch liegt gut in der Hand und hat auch Gewicht: 1,1 kg und das bei einer Größe von nur 20,2 x 14,8 x 4,1 cm – dafür aber 576 Seiten Umfang. Der Vinylsammler, Discjockey und Journalist Michael Ochs hat die Cover der Rockgeschichte von den sechziger bis in die neunziger Jahre zusammengestellt und behauptet es wären “die besten”. Das sei mal dahingestellt, es sind auf jeden Fall viele, das steht fest, bei dem
Zeitraum kann man nur von einer Auswahl sprechen, weil in den Jahrzehnten ja hunderttausende Alben erschienen sind. Die meisten Abbildungen haben das Format 80 x 80 mm, manche 120 x 120 mm und ein paar auch noch größer. Das ist grade noch ok, sonst hätte das Buch auch einen irren Umfang, man stelle sich vor es wäre z.B. in Originalformat. Bei jeder Albumhülle steht der

January 5th, 2015

At The Drive-In (#75, 04-1999)

Posted in interview by Jan

At The Drive-In rocken den Planeten. Sie sind gerade auf Tour. Ihr kennt sie nicht, aber dann, wenn in zwei Jahren alle Hefte mit der Band voll sind, werdet ihr natürlich von Anfang an dabei gewesen sein. Natürlich. Atdi sind die musikalisch aufregendste neue Band seit langem, indem sie den aktuellen Hang zum Weltschmerz zerbrechlicher junge Männer auf ein solides Rhythmusfundament stellen, und dies noch in schmissigen Songs verpacken. Der Maxirocker eben.

January 5th, 2015

Anarchist Academy (# 72, 10-1998)

Posted in interview by Jan

1993 stand zwar über sie schon mal was im Trust, sie existieren aber immer noch, was wohl in dieser Zeit der schnellebigen Sünde, doch als Grund für ein Gespräch reichen kann…

December 23rd, 2014

Kill Rock Stars Records (#131, 08-2008)

Posted in interview by Jan

Was zunächst polemisch klingt wird spätestens von Mitarbeiterin und damals Schlagzeugerin von Bikini Kill und den Frumpies (mittlerweile Old Haunts/Spider & the Webs) Tobi Vail auf Rock Stars Kill 1994 inhaltlich untermauert. Mit der Ausgangsfrage ob Freizeitgestaltung Privatsache ist kommt sie zu dem Schluss, dass die von der Musikindustrie forcierte Verbreitung von CDs als Haupttonträger politische Auswirkungen auf die gesamte Marktstruktur hat und kleine Labels noch mehr an den Rand dieser Industrie treibt und letztendlich der Konsumorientierung in kapitalistischen Gesellschaften entspricht, die sich eben gerne auf die Ebene der Band als Ware, dem Rock Star als fiktiven Identifikationspol konzentriert und dabei „die Musik vergessen hat.“

Andererseits kann sich das Label maßgeblich wegen des Erfolgs ihrer Band schnell etablieren und wird in der Welle des Riot-Grrrl zum Aushängeschild mit Veröffentlichungen von Bratmobile, Heavens to Betsy und Tattle Tale. Um die Zeit die Tobi nun vermehrt mit touren verbringt zu überbrücken beginnt ihre kleine Schwester Maggie bei dem von Slim Moon in Olympia initiierten Projekt mitzuarbeiten. Auch ihre Band die Bangs werden unter Vertrag genommen und sie überdauert sie. 14 Jahre später kann sie ihre Rechnungen als Vizepräsidentin und Pressesprecherin des gestandenen Indie-Giganten aus ihrem eigenen Büro in Portland bezahlen.


December 20th, 2014

Soulside – Saint Vitus 2014

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December 10th, 2014

Dancing In The Dark Records (#105, 04-2004)

Posted in interview by Jan

Kaffeekränzchen mit Dancing In The Dark Records…

Wer häufig – auch ausserhalb seiner oder ihrer Heimatstadt – auf Konzerte geht, kennt das Phänomen sicher: Es ist fast egal, wo man wie weit hinfährt, es gibt ein paar Nasen, die einem mit grosser Wahrscheinlichkeit über den Weg laufen. Und nicht selten kommt es vor, dass diese Nasen mehr machen, als auf Konzerte zu gehen und Platten zu kaufen. Und wenn die Nasen dann auch noch richtig nett sind, dann ist das eigentlich schon ein guter Anlass sich mal mit ihnen zu unterhalten – zumal wenn sie auch einiges zu erzählen haben…

December 10th, 2014

Rocket from the crypt (#74, 02-1999)

Posted in interview by Jan

Die beste Partyband seitdem die Fleshtones ihre Bläser verbannt haben, genau das sind Rocket From The Crypt. Und da ich zu den glücklichen Menschen zähle, die diese phantastische Band in diesem Jahr schon zweimal sehen konnten, beschloß ich beim zweiten Mal mit Andrea ein bißchen mit Sänger Speedo zu quatschen und zu schauen, was seit dem letzten Trust-Interview 1996 passiert ist.

December 8th, 2014

Vaccination Records (#73, 12-1998)

Posted in interview by Jan

VACCINATION RECORDS. Das Label-Portrait

Viel wird ja zur Zeit über ein behauptetes Ende von Rockmusik geredet. Meistens dummes Zeug. Als ob leere Clubs nicht auch deswegen nicht voll würden, weil die Leute weniger Geld haben. Als ob nicht noch jedesmal nur ein paar Jahre nach dem nun schon häufiger annoncierten Ableben irgendwer die Nekrologe Lügen gestraft hätte, ohne daß dafür nun unbedingt das sprichwörtliche Rad buchstäblich hätte neu erfunden werden müssen.

Führende Zeitgeistliche der Gegenwart, zu einem nicht geringen Prozentsatz unterhalten von einer Kölner Zeitschrift zu populärer Kultur, können sich unterdessen – wonne-trunken theoretische Tanzschritte vollführend – angesichts elektronischer Lebensaspekte gerade noch für ein paar durchgedrehte Amerikaner erwärmen, die wiederum größtenteils bei Skin Graft in Chicago veröffentlichen. In Kalifornien entwickeln derweil ein paar Herrschaften eine Taktik, um das zu besorgen, was fälschlich immer wieder als bereits Faktum behauptet wird. Ihr Ziel: Das Ende der Rockmusik. Ihre Methode:

ROCK AGAINST ROCK

December 8th, 2014

K-LINE (#105, 04-2004)

Posted in interview by Jan

Es gibt ständig Bands innerhalb der so genannten Alternativ-Szene, die heimlich oder ganz offensichtlich versuchen, groß zu werden, die sich den aktuellsten Trends anpassen und davon träumen, dass der dicke A&R Mann vom McMajor-Label einen Vertrag unter ihre Nasen steckt. In Großbritannien wie in anderen Ländern gibt es genug Bands, die davon ihre musikalische Entwicklung abhängig machen, mit dem Ergebnis, dass viele gleich und homogen klingen, deren Kreativität zum Opfer der Scheuklappen-Perspektive „Stars“ zu werden wird. All style but no substance.

Man kann jedoch erleichtert aufatmen, denn es gibt noch Bands, die sich ihre eigenen Wege bahnen, ihre Musik aus einer Mischung aus Einflüssen und Erfindungsreichtum spielen – scheiß egal, welche Trends zur Zeit im Mainstream angesagt sind. Genau wie K-LINE aus London, deren erstes, neulich auf dem Boss Tuneage Label, erschienenes Album ständig bei mir zu Hause läuft. Mit ex-Members von u.a. THE STUPIDS, SINK, BAD DRESS SENSE, DONE LYING DOWN, TOAST, GRAND CENTRAL, BIG RAY, FREELOADER und HOMOGENIUS. Es war höchste Zeit, den Jungs in der Band ein paar Fragen zu stellen. Das folgende Interview wurde mit Ed Wenn und Paul Duncan per Email geführt.