
April 4th, 2013
Ab sofort ist das TRUST # 159 erhältlich, bei Deinem Lieblingsplattenladen oder Mailorder sowie im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel.
Der Inhalt diesmal:
Balkan-Tour-Bericht, fettem Interview mit den Endless Grind MacherInnen, Overthrown, The Dropout Patrol, Pusrad…..
Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tour/Gigtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – das Ganze als graphisches Gesamtkunstwerk.

April 4th, 2013
Bastei Lübbe, Schanzenstr. 6-20, 51063 Köln, www.luebbe.de

Eigentlich ist ja der Autor gar kein Grundschullehrer, zumindest kein ausgebildeter, sondern er ist Quereinsteiger der sich als Aushilfslehrer ein paar Euro verdienen will. Das es sich da um leichtverdientes Geld nicht handelt begreift er schnell. An einer Schule in einem Kiez in Berlin setzt er sich mit hyperaktiven, oftmals aggressiven, Kids auseinander für die „Bildungsfern“ oftmals noch untertrieben ist. Dabei ist das Taschenbuch (368 Seiten) eigentlich total lustig, wenn es nicht so tragisch wäre. Denn was „Herr Mülla“ in seiner Zeit an der Schule so erlebt kann man sich eigentlich nicht wirklich vorstellen, zumindest meint man das es sowas „hier bei uns“ ja nicht geben darf. Leider ist das die Realität und Philipp Möller beschreibt seine Erlebnisse ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, immer genau und ohne den Überblick zu verlieren. Es ist wichtig und richtig das sich Möller hier nicht über die Kinder lustig macht, sondern letztendlich über das System das sie zu dem gemacht hat was sie sind. Hier mal ein kleiner Buchauszug: „Herr Mülla, Sommerferien sch’ab Türkei gegeht!“ „Du bist in den Sommerferien in die Türkei gegangen?“ frage ich ihn ungläubig, woraufhin er stolz lächelt und nickt. „Zu Fuß?“ „Ohaaaaaa, nein, is ieberweit“ erklärt er mir. „Sch’ab mit Auto gegeht“ Ich frage ihn, ober er wirklich mit dem Auto bis in die Türkei gegangen sei. „Ja, sch’wöre!“, entgegnet er und legt mit dem ernsten Blick eines Mafiabosses die rechte Hand aufs Herz. „Also, du hast unten ein großes Loch ins Auto gesägt und bist dann mit dem Auto gegangen?“, hake ich nach. Er sucht angestrengt nach den richtigen Worten und erklärt mir dann, dass er „mit dem Auto gefahren hat“. Als ich von ihm wissen will, ob er denn schon einen Führerschein habe, stößt er langsam an die Grenzen seiner Geduld. Natürlich weiß ich, was er mir sagen will – aber ich bin nicht umsonst sein Lehrer und werde schließlich dafür bezahlt, ihn zu verbessern. „Nein, meine Vater! Er hat Führerschein, und er ist gefahrt!“ Na gut, das lassen wir mal gelten. Ein Mädchen mischt sich in unseren Dialog ein. „Hast du Sommer Türkei gegeht?“, will sie aufgeregt von ihrem Klassenkameraden wissen. „Nein“ erklärt er konzentriert. „Sch’ab mit meine Vater gefahrt.“ „Hast du mit Flugzeug gefahrt?“, fragt sie ihn weiter, und als er ihr erklärt, dass sie mit dem Auto in die Türkei gefahren seien, beendet sie das Gespräch mit dem berühmten abschätzigen Schnalzen und der passenden Handbewegung. „Mit Auto?“, fragt sie herablassend. „Ihr seid krasse Bauern, ja?“
Das Buch ist gespickt mit vielen solcher lustigen Beispiele aus seinem Lehralltag. Aber Möller geht noch weiter, denn selbstverständlich sind nicht die Kids schuld an dem Dillema, sondern die Gesellschaft welche sie zu dem macht was sie sind. Also unter anderm ihre Eltern und natürlich auch die Schule. Und er scheut sich auch nicht seine Kritik zu komplettieren indem er darauf hinweisst das es nicht nur auch völlig überforderte oder einfach ungeeignet Lehrkräfte gibt, sondern das das gesamte Lernsystem ungeeignet ist die Kids auf das Leben vorzubereiten. Stichwort „Lernbulimie“ – also das stumpfe auswendiglernen von Wissen welches man in sich hineinstopft um es dann bei der Arbeit/Prüfung mal schnell auszukotzen um es sofort dannach wieder zu vergessen. Doch der Autor greift nicht nur das Bildungschaos an, sondern geht in seinen Betrachtungen auch noch einen Schritt weiter – zum Glück in die richtige Richtung. Mehr sei hier nicht verraten. Das Buch ist in jedem Fall lesenswert, lustig, und packt das Übel an der Wurzel. Es wäre toll wenn Philipp Möller nicht „nur“ Pressereferent der Giordano Bruno Stiftung wäre sondern zum Beispiel Bildungsminister. Isch sch’wöre! Die 8,99 Euro lohnen sisch! (dolf)
Isbn 978-3404606962
[Trust #158 Februar 2013]
April 4th, 2013
Edition B42, 80, rue du Faubourg Saint-Denise, 75010 Paris, France, www.editions-b42.com

„1779 – Resolution and Discovery drop anchor in Karakakooa Bay of the Big Island of Hawaii. Captain James Cook and his lieutenant James King are the first to describe the customs of Hawaiians, one being he’e nalu which consists of standing on a lang board of wood and gliding (he’e) ona a wave (nalu). He’ nalu is a mixed gender and hierarchical activity. The longest planks, known as the olo, which are roughly 7 meters long (22 feet) and weigh up to 70 kg (154 lbs), are reserved for chiefs. The tribal people use smaller boards, between 2 and 4 meters long (6,5 and 13 feet), which are known as alaia.“ This is the first information you get in chapter one „1779-2005“ and I know a interesting read is ahead of me. 1819 ice skating is in fashion and Mr. Petibled invents roller skates, 1840 they are used by waitresess in Berlin, 1907 the first surf demo in Santa Monica, California, 1956 the first industrially skateboards are produced, 1957 Tony Alva and Stacey Perelta are born. I could quote almost all the info of this book, but I will not do that for obvious reasons. Zarka did a great job of resarching very detailed information but without beeing boring, the trick is to be compact but at the same time meaningfull. You will not believe the gems he doug out, amazing. The first part of the book is super interesting and a great read, naturally after the eightys it is still interesting but has not that „aha effect“ anymore, still good fun to read filled with all the details you can think of. When what trick was invented, what company started or died, what skateboard trends happenend when, contest winners… you name it: it is all in here. A must have for every boardhousehold. Even if the chapter 2005 – 2009 (the first edition of the book came out in french 2006) is not as detailed and fan driven and the last part where Raphael Zarka uses the „diagonal science“ of the writer Roger Callois´ who classifies play or the game….. it is getting a bit too academic and I could do without that part. Dont get me wrong, the general idea of doing this and using Callois´ in this form is great, just not my cup of tea…..a 11 page index at the end allows to use this book also almost like a reference book. Not sure if it was written like this in the orginal text or if translator Chris Sharp is resoponsible for this…. but sometimes the writing is overblown, instead of using a word like „opening“ the text goes „inauguration of a covered skatepark….“ that is not necessary and sounds pretty stilted to me. 152 pages, paperback. 16,20 Euro. (dolf)
Isbn 978 2 917855 19 5
[Trust # 158 February 2013]
April 4th, 2013
Edition Reuss, Postfach 100142, 63701 Aschaffenburg, www.edition-reuss.de

2010 ist ja schonmal ein Buch von dem Autor bei Editon Reuss erschienen, damals war der Autor bei den Kalinga auf den Philippinen. Diesmal geht die Reise des Kulturanthropologen in verschiedene Teile der Erde wo er uns unterschiedliche indigene Völker und deren Tattoos bzw. Narbenkunst (Skarifizierung) näherbringt. Die Aufmachung entspricht dem vom Verlag gewohnten hohen Standard (Großformat 24,5 x 31,5 cm 400 Seiten mit über 420 Fotos und Abbildungen Hardcover mit Fadenheftung). Nach einer erklärenden Einleitung (alles in deutsch und englisch) führt der erste Trip gen Thailand, ein paar Seiten Einführung vom Wissenschaflter in die Sak-Yant-Symbolik, dann viel Bilddokumentation zu dieser Kunst die, dem Glauben nach, ihre Macht und Energie von Buddha bezieht. Somit verwundert es nicht, das viele der Tätowierer Mönche sind. Weiter geht es mit der Studie der Tattoowelten Nord- und Südamerikas, angefangen bei den Kriegern der Woodlands bis hin zu den Schamanen Amazoniens (The Matis, The Kayabi, St. Lawrence Island, The Iban, The Kayan, The Kenyah, The Sihan and Lahanan, The Mentawai, The Kalinga) sie alle glaubten, teilweies auch heute noch, an die unterschiedlichsten Geister und die magische Wirkung von Tattoos bzw. von Körperschmuck. Was diese Körperzeichen für die Menschen bedeuten wird hier erklärt, ebenso wie die verschiedenen Techniken die benutzt werden. So geht es auch um „therapeutisch/medizinische Tattoos“ – von denen ich hier zum ersten Mal hörte.
Weiter geht es mit den den Meistern der Narbenkunst von Benin (Bétamarribé), Papua Neu-Guinea (Kaningara) und Äthiopien (Hamar). Kaum zu glauben das es auch heutzutage noch eine derartige Glaubenswelt mit ihren archaischen Ritualen in diesen Formen gibt. Blut fließt reichlich, ob bei den Initiationsriten im Geisterhaus der Kaningara wo man „Männer macht“ indem man ihnen Krokodilmuster in die Haut schneidet, bei den Schmucknarben der Frauen der Hamar – welche sich zusätzlich auch noch den Rücken blutig prügeln lassen oder – ebenso geschlechterübergreifend – aber auch nicht weniger brutal, bei den Bétamarribé. Eines haben diese Körpersymboliken alle gemeinsam, es sind schmerzhafte und blutige Riten. Wer sich also für die religiösen Bedeutungen indigener Skarifizierung bzw. magischer Tattoos in der indigenen Welt interessiert ist hier genau richtig. Wahrscheinlich muss ein Forscher nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit diesem Thema eine gewisse Distanzlosigkeit entwickeln, wie sonst kann man unkommentiert Sätze wie „Noch wichtiger ist, dass ein Mann sein Ansehen in der hamar-Gemeinde festigen kann, wenn er den Mann eines fremden Stammes auf einem Raubzug tötet.“ oder „Hat er das Tor zur väterlichen Heimstatt erreicht, wird einer weißen Ziege die Kehle durchgeschnitten und Blut über die Schultern des Mörders gespritzt, um ihn symbolisch von seiner Schuld für das Abschlachten eines anderen Mannes reinzuwaschen. Der Vater begrüßt seinen Sohn, indem er die rechte Hand erhebt, die schon das Gewehr und die Genitalien des getöteten Feindes hält (Hoden und Penis wenn möglich)“. Oder „Ich bin es gewohnt, Menschen zu töten… Ich tötete Menschen um berühmt zu sein. Es war Teil [unseres] Glaubens, dass ein Mann nicht heiraten solle, bevor er einen anderen Mann, einen Elefanten, einen Löwen oder Büffel getötet hat… und es ist viel leichter einen Mann zu töten als einen Büffel.“ Es ist sicher nicht meine Aufgabe, oder die des Autors hier immer alles mit westlichen Maßstäben zu messen, aber es läuft halt immer auf das gleiche raus. Bei all dieser „Kultur“ handelt es sich halt um nichts weiter als Religion und Glauben und wie ich schon bei dem Buch über die Kalinga schrieb…. nur weil es die Religion oder der Glaube eines kleines indigenen Volkes ist wird es halt dadurch auch nicht besser. In diesem Zusammenhang könnte man noch weiter aussholen und sich mal Fragen ob denn die „kulturellen“ Forschungen über aktuelle oder vergangene Kulturen nicht immer in erster Linie Forschungen zu deren religiösen Glaubenswelten sind……
Ein interessantes Buch, wenn man es schafft das ganze pragmatisch aus der Sicht des Anthropologen zu erkunden…… ansonsten geht es hier eindeutig zu sehr um Religion, Glauben, übernatürlichen Kräften und ähnlichem Quatsch. Das verlangt sehr viel Pragmatismus…. allerdings wird man durch großartige Fotos entschädigt. 98.- Euro (dolf)
Isbn 978-3-943105-11-7
[Trust # 158 Februar 2013]
April 4th, 2013
Edition Reuss, Postfach 100142, 63701 Aschaffenburg, www.edition-reuss.de

Boh, fast 500 Seiten und alles nur von einem Tätowierkünstler – dem 2011 verstorbenen Horikazu aus Tokyo/Asakusa. Der Fotograf Hladik hat den seit 40 Jahren aktiven Meister (horishi) jahrelang begeleitet und in diesem Prachtbildband das Lebenswerk des Tätowierers zusammengestellt. So sieht man nicht nur unglaublich beeindruckende Tattoos, sondern auch eine Serie ganzseitiger Abbildungen von Horikazu-Kunden, die sich offen und selbstbewusst mit Ihren Ganzkörpertätowierungen präsentieren – das ist deshalb ungewöhnlich, weil einige davon sicher der Yakuza angehören – immerhin hat Horikazu mindestens 50 Yakuza-Chefs Ganzkörpertätowierungen verpasst. Martin Hladik hat aber auch viele private Fotos geschossen, so kann man in das Leben von Horikazu eintauchen, ihn bei der Arbeit in seinem Studio sehen und seine Familie kennenlernen. Zum ersten Mal veröffentlicht ist auch eine Auswahl von Zeichnungen vom Meister persönlich. Abgerundet wird das ganze durch ein ausführliches Interview mit Horikazu, sowie weitere interessante Textbeiträge von Miho Kawasaki, Fiona Graham, Agnès Giard und Eberhard J. Wormer (in Englisch, Deutsch und Französisch) welche sich mit dem Meister beschäftigen, oder auch das Sanja Matsuri-Festival vorgestellt wird – natürlich inklusive beeindruckender Bilder. Am Ende gibt es noch Dokumentarfotos von der Beerdigung (an der keine Yakuza teilnahmen, auf bitten des Meisters selbst) und Abschließend ein Gespräch mit dem Nachfolger Horikazuwaka der das Studio seines Vaters übernommen hat und selber als traditioneller Tätowierkünstler arbeitet. Der Komplettheit sei noch gesagt das es sich auch hier, wie gewohnt, um ein erstklassig gemachtes Buch handelt, Hardcover mit Fadenheftung, Großformat 29,2 x 29,2 cm. Gemacht für echte Fans der japanischen Tattoos oder eben für Tätowierer – weil beim stolzen Preis von 120.- Euro kein Band den man mal „eben so“ mitnimmt. (dolf)
Isbn 978-3-943105-10-0
[Trust # 158 Februar 2013]
April 4th, 2013
J. Rübcke, Kegelhofstr. 77, 20251 Hamburg, http://www.i-punkt-buch.de

Das hätte ein klasse Buch sein können, leider hat der Autor es durch seine übertriebene, detailverliebte Schreibe (der ein oder andere wird wissen was ich meine, da Arne Fiehl auch schon zu „Boardstein“ Zeiten eigentlich immer übertrieben hat) zu einem unlesbaren Schinken aufgeblasen, allein die sogenannte Einleitung umfasst über 20 Seiten (!) noch dazu in einer Schrift die man total scheisse lesen kann und im einspaltigen Blocksatz über fast die ganze Buchbreite – noch leserunfreundlicher geht es kaum. Der Kern des Buches ist immer noch interessant und auch wichtig, aber leider sieht man hier halt den Wald vor lauter Bäumen nicht. Deutlich weniger Text wäre deutlich mehr gewesen. Von den 15 ausführlich interviewten und vorgestellten Skatern hätte es bei 70% ein kurz gehaltener „Steckbrief“ auch getan. Weil, letztendlich haben die ja alle fast nichts zu sagen – und das wird immer wieder wiederholt. Das ist wirlich nur für Leute zu lesen die einen direkten Bezug zu denen haben und selbst denen fällt es mit Sicherheit schwer. Sorry, aber das musste mal gesagt sein. Viel besser wäre es gewesen Fiehl hätte sich viel kürzer gefasst und man hätte einigen der klasse Fotos mehr Platz eingeräumt – damit man sehen kann wie die Leute geskatet sind. Über 700 Fotos hat es in dem Buch, einige wirklich klasse, viele sehr authentisch, aber fast alle vom gleichen Fotografen: Jonn Rübcke, das ist schon Beeindruckend. Erzählt wird die Geschichte einer Skatehalle in Hamburg die, laut Autor Fiehl die wichtigste in ganz Europa war (allerdings wird sie z.B. in „A chronicle of Skateboarding 1779-2009“ nicht einmal erwähnt….), von einem gut betuchten Geschäftsmann eröffnet wird, der ein deutsches Nationalteam Skateboard etablieren will. Das klappt natürlich nicht, aber die Halle ist da und wird von den Kids genutzt. Die fahren alle skateboard, die meisten der vorgestellten wohl auch deutlich besser als viele andere, haben meist immer riesen Egos, bauen scheisse ohne Ende und sind nicht unhäufig die letzten Assis. Das hätte man super erzählen können in einer interessant gehaltenen kompakten Geschichte, so aber erfährt man uninteressante Details und verliert spätestens nach 100 Seiten das Interesse am lesen des Buchs. Schade. Der Text hört und hört nicht auf…… es wird einem wirklich alles mitgeteilt. Und vieles will man halt nicht wissen, weil es langweilig ist. Jetzt wiederhole ich mich auch schon, färbt das ab? Neben den einzelnen Skatern gibt es noch so Kapitel wie: „Death Box & Flip“, „Locals & Homies“, „Shred Connection“, „Pros & Demos“, „Brückenspringen“, „Auswärtstouren“, „Außenanlage“, „Flüchtlingsheim“…….. es hört nicht auf. Die jeweiligen Themen werden natürlich auch immer bis aufs äußerste… you know.
Am Ende werden sogar noch auf fast 15 Seiten (!!) Auszüge aus den Hallenbüchern dokumentiert (da hab ich mir das Lesen dann wirklich erspart) Der Epilog hat dann „nur noch“ 13 Seiten und ist nochmal ganz interessant, weil er aufzeigt was die ganzen gefeaturten Leute nach 2000 bis heute so machen. Allerdings ist sein Vergleich „Dogtown Boys / I-Skateland Skater“ dann doch etwas an den Haaren herbeigezogen. Wenn du also die Leute vom I-Skateland kennst, könnte das Buch für dich interessanter sein als wenn nicht. Und in dem Fall, am besten gar nicht anfangen zu lesen und auf die Bilder konzentrieren. Für die Leute, welche dabei waren, ein schönes Familienalbum. Für die die nicht dabei waren teilweise eine Zumutung. Aber eben nicht nur, das Buch hat auf jeden Fall sein Berechtigung. Über 350 Seiten, Hardcover, Format 20×30 cm für 34,90 Euro. (dolf)
[Trust # 158 Februar 2013]
February 5th, 2013
Ab sofort ist das TRUST # 158 erhältlich, bei Deinem Lieblingsplattenladen oder Mailorder sowie im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel.
Der Inhalt diesmal:
Interviews mit: Unartig, Brutal Verschimmelt, White Lung, Itchy Poopzkids sowie ein Photo/Art special zum Thema Kutten!
Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tour/Gigtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – das Ganze als graphisches Gesamtkunstwerk.

February 5th, 2013
PM Press, P.O. Box 23912, Oakland, CA 94623,

A quote on the cover says „John Robb is supremely qualified to talk about punk rock“, if that is the case, why did he then interview over 150 people for these + 550 pages of „oral history“? This is clearly a b/j book. You dont know what that is, lemme tell you, it is a book that only can be read at the beach or in jail, because you need alot of time that you can not spend otherwise and that is alot of times the case on the beach and most of the time in jail, since there is nothing better to do (lucky me, I was at the beach, not in jail!). Said that, you can imagine that I’m not a big fan of this monster. For obvious reasons: it is way too much text, which would not be a problem, would it be interesting what these people have to say, but in most cases it is not. They just have been at the right place at the right time (sure, most of them played in „legendary“ bands…..) and talk alot without really saying too much. There is some valid information, good behind the curtain knowledge storys and other interesting bits to be found in the book, but it suffers, like so many other „oral history“ books from the „you can not see the wood for the trees“ effect, less trees would be more wood. That is what I expect from a oral history author, to cut the crap out and present only the best. In this case it seems nothing is cut out and we get everything. I said this before, since it is also not the first oral history book about the first years of punk rock, less would have been more. Of course you can find out about what was going on back then, how new and exiting everything was. But, like the books before about the ’77 years, you also learn that most of the bands, apart that some of them did play some cool music – at least in the beginning, switched to punk because it was new and a possible carrer move/boost. Almost all had managers or major recordcompanys looking after them – for some people that is still cool today. And even if you find people talking about change in society or crys for revolution, it seems most the people back then where interested in music and fashion and having a good time (in general, there is nothing wrong with that….!). But, that is old news, nothing new here, at least nothing I can remember. Speaking of memory, it is, again, astonishing how good all the people memorize things that happend 30 years ago. The book has a bunch of different chapters, starting off with the „roots of punk (50-69)“, „glam rock and other early seventies revolutions (70-74)“ and then becomes much more detailed for the years 75 (the start of punk) to 79 (the second wave peaks) and ends with „protest and survive (80-84)“. In between the different chapters there is usually a short recap text by Robb, which is mostly the most interesting bit, since it gets to the point. To top things off, also footnotes are used to complete this build up of useless knowledge. The funny thing is that the author sometimes makes use of them when he disagrees with the opinion of a history vomiter. If I remember correctly he „footnotes in“, when something is said, that I would sign (like when people complain about punk back then beeing very commercial and such…) – but I do like the idea. Luckily there is a few photos here and there that loose up the mass of text. Not sure why Henry Rollins wrote the introduction, but, why not, the press sheet says Lars Fredriksen wrote it.. last minute changes, not that it matters. But hey, if you can not get enough of your The Clash, Sex Pistols, Stranglers and so on and if you love to listen to the main players from back then (they are all in here), then you will have hours and hours of fun. In the beginning the + 150 contributers are listed alphabethical by name and their bands/doing. Also in the beginning of the book it always says the bandname, I wish that would have been the case thru the whole book…. hitting page 474 nobody will remember who Guy Trelford is, and browsing back and forth is not a good option either. One thing is for sure, you get alot to read for twenty bucks. (dolf)
19,95 US $, www.pmpress.org
Isbn 978 1 60486 005 4
[Trust # 157 December 2012]
February 5th, 2013
Schwarzkopf & Schwarzkopf, Kastanienallee 32

Buchtitel wie Untertitel sind irreführend, weil es das eine nicht gibt und es in Wahrheit nicht darum geht sich in Form zu trinken, sondern in Form zu trainieren. Aber egal. Um es kurz zu machen, das Buch hätte auch viel schlimmer sein können…. so berichtet halt ein x-beliebiges möchtegern Rock’N'Roll-Arschloch (so bezeichnet er sich selber) in der entsprechend „verfickten“ Sprache auf über 250 Seiten von seinem Leben, wie er 10 Jahre stumpf gesoffen, geraucht, gefeiert und gefressen hat und dabei immer fetter wurde. Dann hat er irgendwann beschlossen „sexy“ zu werden und eben weniger bzw. anders gesoffen, sich gesünder ernährt und mit dem Training angefangen. Zu all dem gibt es mehr oder weniger nützliche Tips, welche – natürlich – in keiner Form neu sind, aber wahrscheinlich in dieser „Form“ noch nicht als Buch erschienen sind. Das Buch taugt bestenfalls für Arschlöcher wie den Autor, die von tuten und blasen keine Ahnung haben, alle anderen finden hier nicht wirklich neue Erkenntnisse, ausser vielleicht das man halt trainieren kann und deshalb nicht zwingend mit dem Alkohol trinken aufhören muss. Wie das ja immer in allen anderen Bücher suggeriert wird. Irgendwann fängt er dann auch noch zu laufen an, hört zu rauchen auf (um mal in seinem Jargon zu bleiben: „Muschi, Rauchen kann jeder, Nichtrauchen auch, aber die Köngsdisziplin ist „wenig Rauchen“!) und nimmt natürlich viele Kilos ab. Wirklich Spass macht das nicht zu lesen, ausser das sich der Mann immer mal wieder neu selbstmotiviert und das was er noch vor kurzem über das Leben oder sich selbst dachte einfach wieder über den Haufen wirft. Am Ende gibt es noch ein paar überflüssige Rezepte. Abgesehen davon sieht er auf den Fotos meist ziemlich scheisse aus…. kein Wunder bei dem Haarschnitt und Leggins (!). Leider hat er natürlich auch ein paar wichtige Sachen vergessen bei dem Thema „Essen und Alkohol“ oder auch das sein Training nur die „roten Muskeln“ trainiert, nicht aber die „weißen“, aber, wie gesagt, für so Deppen wie er selbst einer war (?) ist das Buch vielleicht ein Einstieg…… Mittlerweile läuft er Marathon, raucht nicht, ist in Form, trinkt wieder Bier aber macht nicht mehr jeden Abend Party…. verkehrt ist das nicht, aber wen interessierts? Vielleicht die Leute die es interessiert das der Mann ein paar Jahre mit Lady Gaga zusammen war, eigentlich aus Nebraska stammt, aber seit vielen Jahren in New York City als Barkeeper, DJ, Musiker und Club-Manager arbeitet. Naja…. Hardcover…. (dolf)
14,95 Euro, www.schwarzkopf-schwarzkopf.de
Isbn 978 3 86265 130 6
[Trust # 157 Dezember 2012]
February 5th, 2013
Hannibal Falkstrasse 25, A-6020 Innsbruck

Das Buch erschien 2011 im englischen Original (Hell to pay – Hells Angels vs. the million-dollar rat). Es geht darum das die kanadische Polizei einen Mann findet der „undercover“ bei den East-End-Hells-Angels Informationen besorgen soll. V-Mann trifft es wohl besser, da der Spitzel kein Beamter ist, sondern sich auf einen Deal mit dem Staat einlässt, damit er einer Bestrafung entgeht. Wie das eben meist so ist. Das könnte alles ganz spannend sein, ist aber leider total langweilig weil Seiten über Seiten basierend auf den Überwachungsprotokollen des verwanzten V-Manns oftmals wortwörtlich, minutiös mit Text gefüllt werden, das ist echt nicht gut gemacht – obwohl der Autor Gerichtsreporter ist. Klar, man erfährt das einige der Hells Angels aus Vancouver, bzw. Leute aus ihrem Umfeld mit illegalen Drogen handeln, Waffen besitzen, usw. aber das auf vielen Seiten in Details ausgewalzt… Textbeispiel: „Punko kehrte am 25.Juli 2004 in die Stadt zurück und informierte Plante, das er sich einige Häuser angesehen habe. Plante unterrichtete ihn, dass schon wieder Meth produziert wurde. Der Biker erklärte, dasss er bei dem Deal „eine Million Dollar“ verdienen wolle, und beauftragte Plante „ihm [Renaud] ordentlich Druck zu machen“, damit er schnell produziere. Einige Tage darauf hegte Punko einen heftigen Groll gegen Renaud und wütete gegenüber Plante: „Ich werde dem kleinen Arschloch die Fresse polieren!!“ „Warum? Was ist passiert?“ „ Ist dann doch ganz schön ermüdend, auf Dauer. Das Buch nimmt nochmal ein wenig Fahrt auf, wenn am Ende die Prozesse gegen die einzelnen Leute, ebenso detailiert, dokumentiert werden, weil hier die „V-Mann-Problematik“ teilweise Thema ist, bzw. man verfolgen kann wie „die Krone“ (also der kanadische Staat) versucht die Hells Angels als eine kriminelle Vereinigung anzuklagen, was aber nicht so recht gelingt. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Ich bin mir sicher es gibt zum Thema interessantere Bücher, dieses hier kann man nicht empfehlen. Da helfen auch die Bilder in der Buchmitte von einzelenen Hells Angels vor/ in ihrem Clubhaus in Vancouver nicht wirklich weiter. 200 Seiten. Paperback. (dolf)
19,99 Euro, www.hannibal-verlag.de
Isbn 978-3-85445-397-0
[Trust # 157 Dezember 2012]
January 23rd, 2013

January 23rd, 2013

January 23rd, 2013

January 23rd, 2013
An einem bitterkalten Herbstabend treffe ich drei Viertel der mehr oder weniger Newcomer Conmoto. Wer sie noch nicht kennt, sollte sich dran wagen. Die Suche nach einem stillen Plätzchen für ein Interview gestaltet sich als schwierig, aber wir finden Platz in dem Hardcore Auto schlechtin. Einem VW.

January 23rd, 2013
Man erschrickt glatt beim Schreiben: Es wird so zwischen zwanzig und 25 Jahren her sein, dass ich die Meat Puppets zum ersten und bis vor relativ kurzem auch zum letzten Mal sah, damals im Vera zu Groningen, was zugleich ursächlich damit zusammenhängt, dass meine Erinnerungen an jenes Konzert „under the influence“ lediglich schemenhaft sind.

January 1st, 2013
from (((unartig)))

December 4th, 2012
Ab sofort ist das TRUST # 157 erhältlich, bei Deinem Lieblingsplattenladen oder Mailorder sowie im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel.
Der Inhalt diesmal:
Interviews mit: Swing Kids, Istukas Over Disneyland, Schwarwel sowie ein Interview mit dem Autor Michael Schulze von Glaßer zum Thema “Nachwuchswerbung der Bundeswehr”, sowie ein fettes Vinyl Spezial!!!
Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tour/Gigtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – das Ganze als graphisches Gesamtkunstwerk.

December 4th, 2012
Tectum Verlag, Biegenstr. 4, 35037 Marburg, www.tectum-verlag.de

Wenn der erste grobe Fehler gleich am Anfang des Buches gemacht wird, nämlich zu sagen das “gedecktes” Geld beßer ist/war als “ungedecktes” (auch bekannt als FIAT-Geld), weil man mal eben so behauptet das Gold, tatsächlich einen “wahren Wert” hat, dann kann man als potentieller Leser schonmal abgeschreckt werden. Sollte man aber nicht, denn die Autoren haben ansonsten zu großen Teilen mit dem was sie da schreiben bzw. dokumentieren dann schon recht. Wirklich “neues” erfährt man nicht, aber man bekommt eine präzise Ablauffolge der Finanzkrise, wann, wie und warum sie entstanden ist, gespickt mit maßigst Fakten aus der Finanzwelt. Es wird erstmal erklärt was Geld eigentlich ist, wie es entsteht und wie Banken Geld erzeugen. Man wird in den beinah fünfzig Kapiteln mit Informationen gefüttert welche, spätestens jetzt, bei jedem dazu führen muß zu erkennen das die Banken und die Finanzwirtschaft nichts anderes ist als organisierte Kriminalität. Dies wird anhand von zahlreichen Beispielen bestens erklärt und man kann eigentlich nur ständig den Kopf schütteln ob der Dreistikeit diverser Manager und ihrem Tun sowie der Entlohnung die sie sich dafür genehmigen. Das die Rente auch ein gigantisches Schneballsystem ist, wird hier auch nochmal erklärt, wie so vieles andere. Was ich hier etwas vermiße ist die generelle Kritik an Investments jeder Art, weil eben kein Geld der Welt “arbeitet” es arbeiten immer nur die Menschen (auch das haben die Autoren natürlich erkannt!). So gibt es am Ende auch Tips für Investments, die letztendlich auch keine wirklich Antwort auf die Frage geben welches Investment nur gut, bzw. sicher ist, weil es die Antwort darauf eben nicht geben kann. Aber die Autoren haben erkannt das der Fehler im System liegt und expotentielles Wachstum einfach nicht möglich ist. Trotz ein paar gravierender Mängel (andere mögen diese nicht als solche bezeichnen….) ist das Buch im großen und ganzen sehr gelungen, weil eben viele Wahrheiten drinstehen und der Wahnsinn nochmal prima dokumentiert ist. Die Autoren gehen wirtschaftswißenschaftlich an das Thema, dennoch bleibt der Großteil gut verständlich und nachvollziehbar. Die Infos taugen auch gut um nochmal den Haß auf die ganzen Boni-Bänker zu schüren, man rauft sich echt die Haare wenn einem das nochmal so geballt präsentiert wird. Und auch wenn ich nicht der Meinung bin das der Euro zum scheitern verurteilt ist, so lohnt sich die Lektüre dieses Buches auf jeden Fall. Umfangreich und informativ, nicht trockene Schreibweise und angenehm aufgelockertes Layout helfen dabei die fast 400 Seiten zu verschlingen. Viel Information für wenig Geld. Paperback 19,90 Euro (dolf)
Isbn 978-3-8288-2949-7
[Trust # 156 Oktober 2012]
December 4th, 2012
Fachhochschulverlag, Kleiststr. 10, Geb. 1, 60318 Frankfurt, www.fhverlag.de

Streßt dich dein Sozi im Juz ab weil du immer wieder Bier mit ins Haus bringst obwohl das eigentlich verboten ist? Dann solltest du ihn mal dazu bringen dieses Buch zu lesen. Es geht hier in erster Linie um eine Abkehr vom Ziel der reinen Alkoholabstinenz hin zu verantwortungsbewußten Umgang mit Alkohol, bzw. wenn das mit dem verantwortungsbewußtem saufen nicht mehr klappt dann eben zumindest um Schadenminimierung. Das ist in der Leitidee der Wiener Alkoholsuchtprävention ganz gut zusammengefaßt: ” …problematischen Alkohlkonsum zu reduzieren, wodurch individuelles Leid sowie gesundheitliche und soziale Probleme reduziert bzw. minimiert werden. Ziel ist der kultursensitive und sozial verträgliche Alkohlkonsum, nämlich Alkohlkonsum der in kulturellen und sozialen Normen eingebettet ist. Durch ein Wißen zum Umgang mit Alkohol betreffend eigener Bedürfniße, psychischer/physischer Grenzen und bezüglich der Substanz wird soziale Verantwortung in allen gesellschaftlichen Bereichen übernommen und somit eine risikobewußte Haltung entwickelt.” Das ist auf jeden Fall sinniger als ständig mit der totalen Abstinenz daherzukommen. Nach einer Einführung der beiden Herausgeber zum Thema wird im folgenden von verschiedenen AutorInnen in 16 Kapiteln viel intereßantes um das Thema Alkohol und deßen Konsum beschrieben. Haßo Spode beleuchtet die “Risiken des Trinkens. Historische Entwicklung und aktuelle Tendenzen” (grade die historische Entwicklung, sehr intereßant!). Gerd Glaeskes Text trägt den Titel ” Kulturell erlaubt, trotzt erheblicher Risiken – die Droge Alkohol”, desweiteren wird das “Rauschtrinken bei Jugendlichen” sowie die ” Bedeutung und Funktion des Alkoholkonsums bei der Inszenierung von Männlichkeiten und Weiblichkeiten” von Gabriele Stump und Heidi Reinl, bzw. Susann Hößelbarth, Christine Seip und Heino Stöver untersucht. Stephan King setzt sich für eine ” Aneignung der Alkoholkultur als Bildungsaufgabe” ein. Desweiteren werden verschiedene Projekte und Modelle vorgestellt wie man mit Alkoholkonsumenten auch umgehen kann, oder wie man Jugendliche bei Konsum aßistiert (Bier Bildung, Lieber Schlau als Blau….). Das ist für den Leser manchmal nicht ganz so spannend, aber immer intereßant. Besonders hinweisen möchte ich hier auf Joachim Körkels Text “Wenn Alkohol das Problem ist, Abstinenz aber nicht die Lösung: Kontrolliertes Trinken als Behandlungsoption”. Hier wird endlich mal mit dem Mythos aufgeräumt das man als Trinker nur den absoluten Verzicht als Ziel haben kann, bzw. eben selbst dann noch “Alkoholiker” ist, wenn man kontrolliert trinkt. Es gibt eben nicht nur die Option “trocken” oder “Alkoholiker” sondern maßig dazwischen. Das Buch öffnet gute Perspektiven im Umgang mit Alkohol, bzw. den Personen die ihn konsumieren. Es ist eben keine Hilfe wenn man zum Arzt oder in eine sozialen Einrichtung geht, dort erklärt das man trinkt und dann als einzige Hilfe ein “aufhören” bzw. “weniger trinken” angeboten wird. Da geht viel mehr, es gilt ein Umdenken bei den Menschen anzustoßen… viele der “Suchtaspekte” von Alkohol paßen auch perfekt auf “Arbeit” (regelmäßig, kann nicht ohne, gesundheitsgefährdend) und da fordert ja auch niemand das die Leute mit dem Arbeiten aufhören sollen (obwohl das sicher in bestimmten Fällen auch nicht verkehrt wäre!) – sondern, wer ein wenig schlau ist fordert dann eben weniger Arbeit. Natürlich ist es für die Gesundheit des Körpers und manchmal leider auch für das soziale Umfeld in der Regel beßer wenn Mensch keinen Alkohol trinkt – macht er es aber dennoch dann muß man eben profeßionell damit umgehen.
Das Buch eignet sich auf jeden Fall für alle die beruflich mit “Trinkern” zu tun haben, ist aber auch intereßant für Leute die selber trinken und natürlich auch zum Beispiel für Eltern. Ist alles ziemlich wißenschaftlich, aber nicht abgehoben und gut zu lesen. Es gibt einige “beßere” Kapitel die sich eben eher allgemein mit dem Thema beschäftigen und einige Kapitel die für den Laien nicht so ergiebig sind (Vorstellung der verschiedenen Projekte). Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema Alkohol während der Schwangerschaft – das geht nunmal garnicht (wegen dem Baby, klar!). Dennoch werden auch hier einige intereßante Punkte verhandelt. Alles in allem ein gutes Buch zum Thema – aber da geht noch mehr! (dolf)
Paperback, 280 Seiten 19.- Euro
Isbn 978-3-940087-82-9
[Trust # 156 Oktober 2012]
December 4th, 2012
www.vintageskaterock.de

Ok, you have heard about Skatepunk, but Skaterock? Yes, it is out there and has been for a very long time. In this unique 192 page book which comes in the 7″ format, the author, Flow Hofmeister, explains what exactly Skaterock is, gives you an overview on the history of Skaterock and how to use the book. In it you find hundreds of reviews of Skaterock records and over 350 coloured scans of recordcovers and labels. Some of the motives are hilarious, others simply great. Reading the book makes clear english is not the motherlanguage of the author, but that does not matter since the way it is written is cool. Actually, this is not neccesarly a book to read from start to finish but more a work of reference, so it also has a overview index in case you need to look up something. The reviews are not so much your common “music reviews” but more a info on the orgin of the record, who recorded it and all this other collector info. It would be improved if the illustrations and the reviews would not be seperated but mixed together, maybe a idea for the second part of the book with 80′s and 90′s Skaterock(punk). Musicwise most of all in here is not punk, but pop, surf, 60s and weird stuff. If you want to get a first impreßion of most of the good stuff, the author recommends a compilation realesed by Diggler Rec in 2005, named “This is skateboard music”. Do you know what a skatar is? This book will teach you and surprise you with alot of other gems. A household must have, at least for skater, collectors and Skaterock-Fans. The price including shipping is 19.- Euro (24.- Euro outside of Germany), so go for it. (dolf)
[Trust # 156 Oktober 2012]
December 4th, 2012
The Red Can Company, Kirchenstr. 26, 81675 München, www.red-can.com

Hier handelt es sich um eine überarbeitete 2. Auflage des bereits 2010 erschienen Buchs, welches in Trust # 148 bereits besprochen wurde, deshalb im Anschluß nochmal der leicht überarbeitete Text. Außer ein paar neuen Postern und Grafiken und dem ein oder anderen Künstlern hat sich nichts geändert. überarbeitet eben und das nach wie vor zu einem günstigen Preis!
Sehr geil, Arbeiten und Portraits von u.a. Senor Burns, Fritte, Slowboy, Grace Helly, Red Can Records, Antipesto Graphics, Der Arbeit (insgesamt über 20 Künstlerportraits/Arbeiten) das hier ist der – überarbeitete – Katalog anläßlich einer Außtellung im Feierwerk/Farbenladen die im Mai 2012 stattfand. Zu sehen gibt es einen überblick über die Strömungen in der Siebdruck Kunst weltweit. Neben den Werken der unterschiedlichen Künstler gibt es auch Portraits dieser. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Siebdruckkunst, hier in erster Line in Form von Konzertpostern, Artworks und Cover-Abbildungen. Das Buch macht Spaß und – wie bei solchen Büchern üblich – natürlich trifft nicht alles den Geschmack des Lesers, aber die Bandbreite ist so groß und vor allem so intereßant, das für jeden was dabei ist. Vorausgesetzt man liebt den Kunst-Underground und das “Street-Art-Flair das sich durch den ganzen Katalog zieht. Sehr schön! Zusätzlich gibt es noch nützliche Tipps für die Praxis.
Das Buch hat ein handliches 21×14,8 cm (100 Seiten) Format und ist mit 10,90 Euro sehr günstig. Leider muß auch gesagt werden das für Posterkunst oder auch Plattencoverartwork so ein Format einfach zu klein ist, finde ich. Die Werke kommen nicht wirklich zur Geltung. Vielleicht findet sich ja mal ein “großer Verlag, der das ganze als großformatiges Coffeetable-Buch rausbringt, verdient hätte es das! Aber ich will nicht meckern, nur anregen! (dolf)
Isbn 978 3 00 031442 1
[Trust # 156 Oktober 2012]
November 12th, 2012

Handarbeit von Andrea in Top(f)qualität, Topflappen mit dem Trust-Logo,
für den Verkauf stehen nur 5 Paar (!!!) zur Verfügung, ein paar
Topflappen (2 Stück) kostet 12.- Euro + Porto, das Geld geht direkt ans
Trust, hat Andrea gespendet (danke!!!!).
First come first serve
October 25th, 2012
Die erste Ausgabe des süddeutschen Hardcore Fanzines gibt es nun als PDF. Einfach hier klicken und lesen
(Achtung 45 MB)
September 26th, 2012
Ab sofort ist das TRUST # 156 erhältlich, bei Deinem Lieblingsplattenladen oder Mailorder sowie im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel.
Der Inhalt diesmal:
Interviews mit: Lag Wagon, Grant Hart, Total Control, Wild Flag, Heimatglück sowie Get Happy Records
Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tour/Gigtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – das Ganze als graphisches Gesamtkunstwerk.
