June 6th, 2013

Trust # 160 (June/July) is out now!

Posted in news by Dolf

Ab sofort ist das TRUST # 160 erhältlich, bei Deinem Lieblingsplattenladen oder Mailorder sowie im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel.

Der Inhalt diesmal:
Interviews mit: Finistere, Ian Svenonius, Prank Rec., Schizophasia und Streak Rec. sowie nochmal einen Nachschlag in Sachen Vinyl Special.

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tour/Gigtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – das Ganze als graphisches Gesamtkunstwerk.

trust_160_cover

June 5th, 2013

Bitchsm – Emanzipation – Integration – Mastrubation – Lady Bitch Ray

Posted in bücher by Dolf

Panini Verlag/Vagina Style Verlag, Rotebühlstr. 87, 70178 Stuttgart, www.lady-bitch-ray.com

Bitchism

Du kennst Lady Bitch Ray noch gar nicht? Hier lernst du sie kennen, Frau Dr. Phil. Reyhan Sahin kommt eigentlich aus der Hip Hop Szene und ist dort auch als Rapperin aktiv. Aber bleiben wir bei ihrem Buch. Im Prinzip handelt es sich hier um ein „Aufklärungs-Buch“ das sehr Pro-Sex ist und über die standard-sexuelle Aufklärung hinausgeht. Es werden auch noch massig Tips für das Leben allgemein, für Beziehungen, den Umgang mit Eltern und Freunden in den unterschiedlichen Communitys, Gesundheit, uvm. gegeben. Die alles in allem zusammengefasst auch so sind wie sie sein sollen: fair, selbstbestimmt, gleichberechtigt, objektiv… bis auf ein paar Kleinigkeiten (so räumt sie im Rahmen ihrer „Cunnilinguistik“ den Bitches zwar die Benutzung von schön vielen Vulgärausdrücken ein, sagt aber gleichzeitig das bei Typen das Recht auf Vulgärsprache eingeschränkt ist, da das der Bitch gegenüber respektlos ist…. ) würde ich der Autorin bei fast allem zustimmen. Alles in allem also ein ganz gutes Buch, was aber inhaltlich nichts wirklich neues bringt….. (also neu vielleicht für die bescheuerte Hip Hop Szene….) was so natürlich nicht stimmt, denn Lady Bitch Ray erklärt uns ihre „Bitchsm-Philosophie“ und das mit ihren ganz eigenen Worten – kurz gesagt: vulgärsprachlich und völlig übersexualisiert. Das ist ja eigentlich ganz sympathisch, diese Mischung: schlaue, gutaussehende Frau die Pro Sex ist und das auch deutlich zum Ausdruck bringt. Kann man machen seinen eigenen Muschisaft als „Kanackenvotzenschleim“ zu bezeichnen und ich hab auch keine Problem damit wenn ständig von Mösen, Votzen, Schwänzen, ficken, blasen, lecken geschrieben wird, bzw. diese Wörter für die entsprechenden Handlungen bzw. Körperteile verwendet werden. Aber auf Dauer wird es halt auch langweilig zum einen, zum anderen ist es manchmal fast schon kindisch übertrieben (ja, man könnte es ja jetzt auch „pussytiv“ sehen….) vor allem aber befürchte ich das eine dermaßene übertriebene Ausdrucksweise bei den eigentlichen Adressaten nicht wirklich gut ankommt. Nämlich bei der Mehrheit der Bevölkerung, die sie eigentlich ansprechen will, schon immer mit einer Betonung auf die TürkInnen die entweder zugewandert sind oder hier eben mit dem Hintergrund geboren und aufgewachsen sind – aber eben nicht nur, sondern auch für alle anderen inklusive den Deutschstämmigen. Die Frau hat auf jeden Fall einen Auftrag, das steht fest, nicht ganz klar wurde mir bei der Lektüre was nun dahintersteckt…. (ausser natürlich dem zur Schau gestellten großen Ego, ah deshalb Hip Hop….?) Natürlich ist das Buch, welches in ihrer schwer depressiven Phase entstand, auch Teil ihrer Selbsttherapie. Manchmal hat man auch den Eindruck das sie nicht die „Bitches“ da draussen ermutigt sich nicht von „Schwänzen“ abhängig zu machen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen sondern das sie sich selbst Mut zuschreit (den ein paar der Fehler musste sie erst selber machen…), wogegen natürlich nichts spricht. Das Buch ist reichhaltig bebildert mit Fellatio-Anleitungen, „Votzen-Sport“, „Penis Pilates“, „Punani-Yoga“, „Busen-Ballett“ um nur ein paar Titel zu nennen (vieles davon ist/war auch schon auf ihrer homepage). Das ist oftmals ganz lustig, immer nicht geil genug um als „Porno“ zu funktionieren und manchmal auch ein wenig lächerlich bis überflüssig. Vielleicht fassen die sechs „Bitchsm-Tugenden“ ganz gut zusammen worum es geht: Vaginale Würde (Untouchable Bitch), Vaginales Körperbewußtsein (Bitch-Body-Komplex), Vaginale Selbstbestimmung (Fuck, if you want!), Vaginale Unabhängigkeit (Starke Bitch – Harte Klit!), Vaginale Ehre (Fick die Vater-Bruder-Mafia), Vaginaler Intellekt (Sophisticated Bitch). Es ist auch noch zu erfahren das die Autorin wegen ihrerm „vagina style Hip Hop“ ihren Job bei Radio Bremen verloren hat, das der ursprüngliche Verlag das Buch nach Ansicht des Manuskripts nicht mehr veröffentlichen wollte und vieles andere mehr. Dr. Bitch Ray findet klare Worte die vielen nicht gefallen werden (Ehrenmord, Stellung der Frau bei „Kanacken“ – ups, das hätte ich jetzt eigentlich nicht schreiben dürfen, weil das dürfen die nur selber, so ähnlich wie mit dem Wort „Nigger“) und damit meine ich jetzt nicht die Vulgärsprache, sondern die Inhalte. Bleibt zu hoffen das sich jetzt nicht nur zum großteil geifernde alte Säcke das Buch holen, sondern junge – und auch ältere – denen der „Bitchsm“ weiterhilft. Schön aufgemacht, 480 Seiten, gepolstertes Hardcover im Format 21 x 15 x 4 mit Lesebändchen. Sowie einem Stehpiss-Etui für Frauen zum ausschneiden und zusammenkleben. Es ist Reyhan Sahins Buch, ich denke weniger als 69.696 (laut eigenen Angaben) vulgärsprachliche Ausdrücke wäre mehr gewesen. Warten wir ab, wie es mit den „Bitchsm“ so weitergeht….. wegen mir immer nur bergauf! 19,99 Euro (dolf)

Isbn 978-3833225475

[Trust # 159 April 2013]

June 5th, 2013

Banksy – You Are An Acceptable Level Of Threat And If You Were Not You Would Know About It – Gary Shove & Patrick Potter

Posted in bücher by Dolf

Carpetbombing Culture, 42 Swinburn Road, Darlington, Co Durham DL37TD, UK
www.carpetbombingculture.co.uk /Gingko Press, Hamburger Str. 180, 22083 Hamburg, www.gingkopress.com

Banksyyouarean

I like this book, even thou I can not tell you if there is many „new“ art of Banksy in here, I’m not an expert but I do recognise alot of the motives. Anyway, it is definitly a book for Banksy starters or lovers. What makes this book special is the way the authors write it. They do know alot about the artist, so it could be they even know him or work with him, but it could also mean they have no fucking clue if Banksy is just one person or meanwhile a group of people. Who knows and honestly, who cares. I found it again interesting and entertaining to read about this guy from Bristol, look at his great art and smile when I see his great ideas. Banksy is not only art, but also a form of politcal protest and the man knows how to combine both. The authors did a good job on the writing part, plenty of „Banecdotes“ that come along with the over 200 illustrations on +200 pages. Nicely layoutet it comes in hardcover – eye pleasure for sure. Ok, I admit it, I like Banksy, therefore I hope I never meet him in order not to get disappointed finding out he is not what I imagine, but everything else but cool, political and nice. If the book was done completly withouth authorisation please someone else discuss if this is a art rip off or not. 27,50 Euro (dolf)

Isbn 978-1908211088

[Trust # 159 April 2013]

June 5th, 2013

We Got Power! – Hardcore Punk Scenes From 1980s Southern California – David Markey & Jordan Schwartz

Posted in bücher by Dolf

Bazillion Points, 61 Greenpoint Ave. # 108, Brooklyn, NY 11222, Usa, www.bazzilionpoints.com, / Turnaround UK, www.turnaround-uk.com

Wegotpower

This 30,5 x 22,9 cm cloth bounded book presents on 288 pages almost 400 pictures, most of them b/w, of the first generation of greater L.A. hardcore-punk. Great shots, very authentic, photograped are not only the bands, but also the people who where the scene back then. So apart from live pix you also get shots of the audience, party people and other impressions from the suburbs. Markey and Schwartz did the „We Got Power“ fanzine that was published 5 times between 1981 and 1983. Every issues is documented in facsimile at the end of the book – early 80is fanzine style layout. Great to browse thru, alot of „the“ bands have been interviewed, mostly rather short than long, which does not matter, super authentic! But you also get other stuff to read, there is a whole bunch of essays from people who have been around then, some of them are more popular (Henry Rollins/ Black Flag, Pat Fear/ White Flag, Chuck Dukowski/ Black Flag, Keith Morris/ Black Flag & Circle Jerks, Joe Carducci/ Sst Records, Mike Watt/ Minutemen…..) others are not (Jula Bell/ Bulimia Banquet, Eugene Tatu/ Atoms, Janet Housden). But all of them are really intersting since they draw a picture of what the hardcore scene back then was like in L.A.. It was not homogeneously, it was about having fun, beeing different, bands, music, drugs, partys…. it was certainly not about anyhting like a political agenda, almost apolitcal. Surfers (at least the jocks) did not like punk in the beginning, there was violent, thughish gangs involved, there was lots of violence, there was lots of police harrasment, alot of hardcore kids did behave like total assholes. Maybe the essay/interrview by Jeff and Steven McDonald (Red Cross) is the one that describes the situation best – at least from their viewpoint – „Rebelling against the Rebellion“. Since they are honest and name the names, gang bullshit and such….. Great book, a must have for anybody interested in early L.A. Hardcore. 39,95 Us$ (dolf)

Isbn 978-1935950073

[Trust # 159 April 2013]

June 5th, 2013

Burn After Reading – Romanywg

Posted in bücher by Dolf

Carpetbombing Culture, 42 Swinburn Road, Darlington, Co Durham DL37TD, UK
www.carpetbombingculture.co.uk

Burnafterreading

This is a nice small book (21 x 15 cm, + 250 pages) about graffitti, mostly concentrating on large murals, some of them are great, others not. I’m not sure if this format is really good for a graffitti book – a bit small. And the text is definitly too small… but what bugs me more is the shameless, noncritical glorification of graffitti and their artists in general – some of it is true but often the author overshoot the mark. Apart from that it is great to look at, maybe ignore most of the text and dont expect much information, apart from which artist did what piece. 15,90 Euro (dolf)

Isbn 978-1-908211-06-4

[Trust # 159 April 2013]

June 5th, 2013

Gleis 22 – 25 Jahre Konzerte

Posted in bücher by Dolf

Oktober Verlag, Am Haverkamp 31, 48155 Münster, www.oktoberverlag.de

Gleis22

Das kann man mal machen, nach 25 Jahren Konzerttätigkeit in Münster…um die 2000 Konzerte mit fast 4000 Bands…, zum Jubiläum einen schönen kleinen (17 x 21,5, cm) Bildband. Hardcover, Fadenbindung das ganze Spiel – nice. Hätte ruhig ein wenig größer werden können. Massig Fotos auf den 160 Seiten von den Bands die dort spielten, nicht von allen, eine Auswahl, unterschiedliche Fotografen, unterschiedliche Qualitäten, aber immer authentisch. Nach Vorwörtern von Frank Dietrich und Christoph Jacke kommen 6 Zeitabschnitte (1987-1992, 1993-1996, 1997-2003, 2004-2006, 2007-2008, 2009-2012) mit massig Fotos. Dabei merkt man das im Gleiss 22 sehr unterschiedliche Bands spielten (& spielen) und das es eher ein „Indi-Club“ ist als sonstwas. Fotos, Fotos, Fotos. Geil! Abschließend dann noch ein paar Gästebücher Auszüge, Grüße von Künstlern, Kurzvorstellung des aktuelllen Teams…. auf die nächsten 25 Jahre! 17,50 Euro (dolf)

Isbn 978-3941895812

[Trust # 159 April 2012]

June 5th, 2013

Retromania – Warum Pop nicht von seiner Vergangenheit lassen kann – Simon Reynolds

Posted in bücher by Dolf

Ventil Verlag, Boppstr. 25, 55118 Mainz, www.ventil-verlag.de

Retromania

Das englische Orginal erschien im Jahre 2011 und wurde teilweise hochgelobt, gar vom „vielleicht wichtigsten Musikbuch des Jahres“ wurde gesprochen, oder besser, geschrieben. Dem kann ich mich nicht anschließen… dazu gleich mehr, erstmal ein paar Worte von der Rückseite des Buches welche ganz gut beschreiben um was es geht: „In Retromania geht Simon Reynolds der Frage nach, wie sich aus dem Blick der Popmusik auf die eigene Geschichte jene rückwärtsgewandte Manie herauskristallisieren konnte, die wirklichen Innovationen in der Gegenwart im Wege steht. Daneben ist Retromania eine Geschichte der Popkultur des 20. Jahrhunderts und beschreibt die Jahrzehnte überspannenden Beziehungen, Verweise, Zitate oder Querverbindungen der Popmusik, der Mode und der Kunst.“ Das eigentliche Problem beginnt ja schon damit das es sich um die Geschichte des Pop handelt… dadurch ist es schonmal für die meisten von uns völlig uninteressant. Die ebenso gelobte „akribische Recherche“ kann man wohl nur gutheissen wenn man die 400 Seiten nicht gelesen hat. Reynolds ist gradezu besessen von diesen ganzen Details welche er uns so viel wie möglich um die Ohren knallt, so daß man am Ende den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Auch könnte man meinen der 1963 geborene Autor war seit Entstehung der Rockmusik (und früher) bis zum heutigen Tage immer und überall live dabei…. der Eindruck täuscht natürlich, weil das ja nicht sein kann. Er doziert, referiert und analysiert munter drauf los, nichts, aber auch nichts bleibt bei ihm übersehen (ausser vielleicht Hardcore-Punk…), ob das Rave ist, oder die Auseinandersetzung mit obskuren Tapelabels oder Platten welche eine Auflage von einem Exemplar haben, leider wird es dadurch halt aber letztendlich nur zum Nerd-Geschwafel. Dazwischen beschäftigt er sich mit der Frage ob Rock nicht mehr innovativ ist, bzw. wie innovativ er denn früher war oder ob die damals auch schon alles abgekupfert haben. Das kann man machen, aber nicht in der Länge, da langweilt es einfach. Viel zu detailversessen, manchmal hat man das Gefühl der Auto brüstet sich mit diesen ganzen Details die eigentlich niemanden interessieren. Natürlich stellt er auch ein paar richtige Fragen und wirft interessante Gedanken zum Thema ein, aber die versinken eben leider in der Detailflut. Erwartungsgemäß ist das Kapitel 8 „No Future. Die reaktionären Wurzeln des Punk und sein Retro-Nachspiel!“ noch am interessantesten, auch wenn ich nicht alles was da steht wirklich nachvollziehen kann, wie gesagt, man könnte meinen er war gleichzeitig in LA, New York und London dabei als es losging, aber das erwähnte ich ja schon. Das Thema ist eigentlich gar nicht so spannend, es wurde schon immer kopiert, Dinge wiederholen sich, wenn es dann Rockmusik eben ein paar Jahrzehnte gibt, dann gibt es logischerweise auch mehr Wiederholungen und im digitalen Zeitalter werden die natürlich auch schneller bzw. kürzer. Ja, da kann man drüber reden, aber 400 Seiten Schreiben, wie so oft wäre weniger mehr gewesen. Und letztendlich ist es doch so: Wenn man alten Mist, ein paar Jahre oder Jahrzehnte, wieder neu auflegt, wird er dadurch halt auch nicht besser. Die Kopie von Scheisse wird immer Scheisse sein. Und nach so langer Existenz von Rockmusik ist es ja auch klar das Innovationen schwieriger werden und auch schon immer abgekupftt wurde und wird. Leider ist das Buch Zeitverschwendung (außer natürlich man gehört zu den Leuten die sowas interessiert, bzw. die Spass bei der Lektüre haben…). Am Ende gibt’s noch ein für die deutsche Ausgabe exclusives Nachwort – immerhin fasst sich der Mann hier etwas kürzer. Lobend erwähnen muss man allerdings die wirklich gelungene Übersetzung von Chris Wilpert. Klappenbroschur. 29,90 Euro. (dolf)

Isbn 978-3-931555-29-0

[Trust # 159 April 2013]

June 5th, 2013

die ärzte Songbook – Die komplette Sammlung aller Songs der besten Band der Welt

Posted in bücher by Dolf

Bosworth Music GmbH, Dorotheenstr. 3, 10117 Berlin, http://www.bosworth.de

DieÄrzteSongbook

Ein neues Songbuch, erweitert um alle neuen Songs, da kann ich auch prima auf die Rezi aus einem Trust von 2009 zuürckgreifen und ein wenig angleichen…..
Hier sind wirklich alle Songs (incl. Auch) vertreten. Immer im gleichen Aufbau (Text mit Akkordsymbolen) sowie einer Grifftabelle für Gitarre im Anhang. Über 300 Seiten stark – die Band hat schon sehr viele Songs geschrieben – im robusten PVC Einband. Was will man mehr. Wie schon bei dem Songbook der Toten Hosen, könnte man meinen die Band hat das für sich selbst gemacht, falls sie mal den ein oder anderen Teil eines Songs vergessen…. aber es gibt auch in diesem Fall mit Sicherheit Fans da draußen die das brauchen. Natürlich ein kurzes Vorwort von der Band. Die Songs sind alphabetisch sortiert. Sonst kann man nicht viel dazu sagen. Wie das ganze umgesetzt ist – dazu müßte man mal alle Songs laut Buch nachspielen… das sollen andere machen. 14,95 Euro. (dolf)

Isbn 978-3865437150

[Trust # 159 April 2013]

June 5th, 2013

Die Toten Hosen – Das Songbook mit allen Texten und allen Liedern

Posted in bücher by Dolf

Bosworth Music GmbH, Dorotheenstr. 3, 10117 Berlin, http://www.bosworth.de
DieTotenHosenSongbook
Ein neues Songbuch, erweitert um alle neuen Songs, da kann ich auch prima auf die Rezi aus einem Trust von 2007 zuürckgreifen und ein wenig angleichen…..
Hier sind wirklich alle Songs von 1982 bis 2012 vertreten. Immer im gleichen Aufbau (Text mit Akkordsymbolen) sowie einer Grifftabelle für Gitarre im Anhang. 350 Seiten stark – die Band hat schon sehr viele Songs geschrieben – im robusten PVC Einband leider ohne Lesezeichenband. Was will man mehr. Man könnte meinen die Band hat das für sich selbst gemacht, falls sie mal den ein oder anderen Teil eines Songs vergessen…. aber es gibt mit Sicherheit Fans da draußen die das brauchen. Natürlich ein kurzes Vorwort von der Band. Die Songs sind alphabetisch sortiert. Sonst kann ich nichts dazu sagen. Wie das ganze umgesetzt ist – dazu müßte man mal alle Songs laut Buch nachspielen… das sollen andere machen. 14,95 Euro. (dolf)

Isbn 9783865437358

[Trust # 159 April 2013]

April 4th, 2013

Trust # 159 (April/May) is out now!

Posted in news by Dolf

Ab sofort ist das TRUST # 159 erhältlich, bei Deinem Lieblingsplattenladen oder Mailorder sowie im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel.

Der Inhalt diesmal:
Balkan-Tour-Bericht, fettem Interview mit den Endless Grind MacherInnen, Overthrown, The Dropout Patrol, Pusrad…..

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tour/Gigtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – das Ganze als graphisches Gesamtkunstwerk.

trust_159_cover

April 4th, 2013

Isch geh Schulhof – Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers – Philipp Möller

Posted in bücher by Dolf

Bastei Lübbe, Schanzenstr. 6-20, 51063 Köln, www.luebbe.de

IschgehSchulhof

Eigentlich ist ja der Autor gar kein Grundschullehrer, zumindest kein ausgebildeter, sondern er ist Quereinsteiger der sich als Aushilfslehrer ein paar Euro verdienen will. Das es sich da um leichtverdientes Geld nicht handelt begreift er schnell. An einer Schule in einem Kiez in Berlin setzt er sich mit hyperaktiven, oftmals aggressiven, Kids auseinander für die „Bildungsfern“ oftmals noch untertrieben ist. Dabei ist das Taschenbuch (368 Seiten) eigentlich total lustig, wenn es nicht so tragisch wäre. Denn was „Herr Mülla“ in seiner Zeit an der Schule so erlebt kann man sich eigentlich nicht wirklich vorstellen, zumindest meint man das es sowas „hier bei uns“ ja nicht geben darf. Leider ist das die Realität und Philipp Möller beschreibt seine Erlebnisse ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, immer genau und ohne den Überblick zu verlieren. Es ist wichtig und richtig das sich Möller hier nicht über die Kinder lustig macht, sondern letztendlich über das System das sie zu dem gemacht hat was sie sind. Hier mal ein kleiner Buchauszug: „Herr Mülla, Sommerferien sch’ab Türkei gegeht!“ „Du bist in den Sommerferien in die Türkei gegangen?“ frage ich ihn ungläubig, woraufhin er stolz lächelt und nickt. „Zu Fuß?“ „Ohaaaaaa, nein, is ieberweit“ erklärt er mir. „Sch’ab mit Auto gegeht“ Ich frage ihn, ober er wirklich mit dem Auto bis in die Türkei gegangen sei. „Ja, sch’wöre!“, entgegnet er und legt mit dem ernsten Blick eines Mafiabosses die rechte Hand aufs Herz. „Also, du hast unten ein großes Loch ins Auto gesägt und bist dann mit dem Auto gegangen?“, hake ich nach. Er sucht angestrengt nach den richtigen Worten und erklärt mir dann, dass er „mit dem Auto gefahren hat“. Als ich von ihm wissen will, ob er denn schon einen Führerschein habe, stößt er langsam an die Grenzen seiner Geduld. Natürlich weiß ich, was er mir sagen will – aber ich bin nicht umsonst sein Lehrer und werde schließlich dafür bezahlt, ihn zu verbessern. „Nein, meine Vater! Er hat Führerschein, und er ist gefahrt!“ Na gut, das lassen wir mal gelten. Ein Mädchen mischt sich in unseren Dialog ein. „Hast du Sommer Türkei gegeht?“, will sie aufgeregt von ihrem Klassenkameraden wissen. „Nein“ erklärt er konzentriert. „Sch’ab mit meine Vater gefahrt.“ „Hast du mit Flugzeug gefahrt?“, fragt sie ihn weiter, und als er ihr erklärt, dass sie mit dem Auto in die Türkei gefahren seien, beendet sie das Gespräch mit dem berühmten abschätzigen Schnalzen und der passenden Handbewegung. „Mit Auto?“, fragt sie herablassend. „Ihr seid krasse Bauern, ja?“
Das Buch ist gespickt mit vielen solcher lustigen Beispiele aus seinem Lehralltag. Aber Möller geht noch weiter, denn selbstverständlich sind nicht die Kids schuld an dem Dillema, sondern die Gesellschaft welche sie zu dem macht was sie sind. Also unter anderm ihre Eltern und natürlich auch die Schule. Und er scheut sich auch nicht seine Kritik zu komplettieren indem er darauf hinweisst das es nicht nur auch völlig überforderte oder einfach ungeeignet Lehrkräfte gibt, sondern das das gesamte Lernsystem ungeeignet ist die Kids auf das Leben vorzubereiten. Stichwort „Lernbulimie“ – also das stumpfe auswendiglernen von Wissen welches man in sich hineinstopft um es dann bei der Arbeit/Prüfung mal schnell auszukotzen um es sofort dannach wieder zu vergessen. Doch der Autor greift nicht nur das Bildungschaos an, sondern geht in seinen Betrachtungen auch noch einen Schritt weiter – zum Glück in die richtige Richtung. Mehr sei hier nicht verraten. Das Buch ist in jedem Fall lesenswert, lustig, und packt das Übel an der Wurzel. Es wäre toll wenn Philipp Möller nicht „nur“ Pressereferent der Giordano Bruno Stiftung wäre sondern zum Beispiel Bildungsminister. Isch sch’wöre! Die 8,99 Euro lohnen sisch! (dolf)

Isbn 978-3404606962

[Trust #158 Februar 2013]

April 4th, 2013

On a Day with No Waves – A Chronicle of Skateboarding 1779 – 2009 – Raphael Zarka

Posted in bücher by Dolf

Edition B42, 80, rue du Faubourg Saint-Denise, 75010 Paris, France, www.editions-b42.com

Onadaywithnowaves

„1779 – Resolution and Discovery drop anchor in Karakakooa Bay of the Big Island of Hawaii. Captain James Cook and his lieutenant James King are the first to describe the customs of Hawaiians, one being he’e nalu which consists of standing on a lang board of wood and gliding (he’e) ona a wave (nalu). He’ nalu is a mixed gender and hierarchical activity. The longest planks, known as the olo, which are roughly 7 meters long (22 feet) and weigh up to 70 kg (154 lbs), are reserved for chiefs. The tribal people use smaller boards, between 2 and 4 meters long (6,5 and 13 feet), which are known as alaia.“ This is the first information you get in chapter one „1779-2005“ and I know a interesting read is ahead of me. 1819 ice skating is in fashion and Mr. Petibled invents roller skates, 1840 they are used by waitresess in Berlin, 1907 the first surf demo in Santa Monica, California, 1956 the first industrially skateboards are produced, 1957 Tony Alva and Stacey Perelta are born. I could quote almost all the info of this book, but I will not do that for obvious reasons. Zarka did a great job of resarching very detailed information but without beeing boring, the trick is to be compact but at the same time meaningfull. You will not believe the gems he doug out, amazing. The first part of the book is super interesting and a great read, naturally after the eightys it is still interesting but has not that „aha effect“ anymore, still good fun to read filled with all the details you can think of. When what trick was invented, what company started or died, what skateboard trends happenend when, contest winners… you name it: it is all in here. A must have for every boardhousehold. Even if the chapter 2005 – 2009 (the first edition of the book came out in french 2006) is not as detailed and fan driven and the last part where Raphael Zarka uses the „diagonal science“ of the writer Roger Callois´ who classifies play or the game….. it is getting a bit too academic and I could do without that part. Dont get me wrong, the general idea of doing this and using Callois´ in this form is great, just not my cup of tea…..a 11 page index at the end allows to use this book also almost like a reference book. Not sure if it was written like this in the orginal text or if translator Chris Sharp is resoponsible for this…. but sometimes the writing is overblown, instead of using a word like „opening“ the text goes „inauguration of a covered skatepark….“ that is not necessary and sounds pretty stilted to me. 152 pages, paperback. 16,20 Euro. (dolf)

Isbn 978 2 917855 19 5

[Trust # 158 February 2013]

April 4th, 2013

Spiritual Skin: Magical Tattoos and Scarification – Lars Krutak

Posted in bücher by Dolf

Edition Reuss, Postfach 100142, 63701 Aschaffenburg, www.edition-reuss.de

SpiritualSkin

2010 ist ja schonmal ein Buch von dem Autor bei Editon Reuss erschienen, damals war der Autor bei den Kalinga auf den Philippinen. Diesmal geht die Reise des Kulturanthropologen in verschiedene Teile der Erde wo er uns unterschiedliche indigene Völker und deren Tattoos bzw. Narbenkunst (Skarifizierung) näherbringt. Die Aufmachung entspricht dem vom Verlag gewohnten hohen Standard (Großformat 24,5 x 31,5 cm 400 Seiten mit über 420 Fotos und Abbildungen Hardcover mit Fadenheftung). Nach einer erklärenden Einleitung (alles in deutsch und englisch) führt der erste Trip gen Thailand, ein paar Seiten Einführung vom Wissenschaflter in die Sak-Yant-Symbolik, dann viel Bilddokumentation zu dieser Kunst die, dem Glauben nach, ihre Macht und Energie von Buddha bezieht. Somit verwundert es nicht, das viele der Tätowierer Mönche sind. Weiter geht es mit der Studie der Tattoowelten Nord- und Südamerikas, angefangen bei den Kriegern der Woodlands bis hin zu den Schamanen Amazoniens (The Matis, The Kayabi, St. Lawrence Island, The Iban, The Kayan, The Kenyah, The Sihan and Lahanan, The Mentawai, The Kalinga) sie alle glaubten, teilweies auch heute noch, an die unterschiedlichsten Geister und die magische Wirkung von Tattoos bzw. von Körperschmuck. Was diese Körperzeichen für die Menschen bedeuten wird hier erklärt, ebenso wie die verschiedenen Techniken die benutzt werden. So geht es auch um „therapeutisch/medizinische Tattoos“ – von denen ich hier zum ersten Mal hörte.
Weiter geht es mit den den Meistern der Narbenkunst von Benin (Bétamarribé), Papua Neu-Guinea (Kaningara) und Äthiopien (Hamar). Kaum zu glauben das es auch heutzutage noch eine derartige Glaubenswelt mit ihren archaischen Ritualen in diesen Formen gibt. Blut fließt reichlich, ob bei den Initiationsriten im Geisterhaus der Kaningara wo man „Männer macht“ indem man ihnen Krokodilmuster in die Haut schneidet, bei den Schmucknarben der Frauen der Hamar – welche sich zusätzlich auch noch den Rücken blutig prügeln lassen oder – ebenso geschlechterübergreifend – aber auch nicht weniger brutal, bei den Bétamarribé. Eines haben diese Körpersymboliken alle gemeinsam, es sind schmerzhafte und blutige Riten. Wer sich also für die religiösen Bedeutungen indigener Skarifizierung bzw. magischer Tattoos in der indigenen Welt interessiert ist hier genau richtig. Wahrscheinlich muss ein Forscher nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit diesem Thema eine gewisse Distanzlosigkeit entwickeln, wie sonst kann man unkommentiert Sätze wie „Noch wichtiger ist, dass ein Mann sein Ansehen in der hamar-Gemeinde festigen kann, wenn er den Mann eines fremden Stammes auf einem Raubzug tötet.“ oder „Hat er das Tor zur väterlichen Heimstatt erreicht, wird einer weißen Ziege die Kehle durchgeschnitten und Blut über die Schultern des Mörders gespritzt, um ihn symbolisch von seiner Schuld für das Abschlachten eines anderen Mannes reinzuwaschen. Der Vater begrüßt seinen Sohn, indem er die rechte Hand erhebt, die schon das Gewehr und die Genitalien des getöteten Feindes hält (Hoden und Penis wenn möglich)“. Oder „Ich bin es gewohnt, Menschen zu töten… Ich tötete Menschen um berühmt zu sein. Es war Teil [unseres] Glaubens, dass ein Mann nicht heiraten solle, bevor er einen anderen Mann, einen Elefanten, einen Löwen oder Büffel getötet hat… und es ist viel leichter einen Mann zu töten als einen Büffel.“ Es ist sicher nicht meine Aufgabe, oder die des Autors hier immer alles mit westlichen Maßstäben zu messen, aber es läuft halt immer auf das gleiche raus. Bei all dieser „Kultur“ handelt es sich halt um nichts weiter als Religion und Glauben und wie ich schon bei dem Buch über die Kalinga schrieb…. nur weil es die Religion oder der Glaube eines kleines indigenen Volkes ist wird es halt dadurch auch nicht besser. In diesem Zusammenhang könnte man noch weiter aussholen und sich mal Fragen ob denn die „kulturellen“ Forschungen über aktuelle oder vergangene Kulturen nicht immer in erster Linie Forschungen zu deren religiösen Glaubenswelten sind……
Ein interessantes Buch, wenn man es schafft das ganze pragmatisch aus der Sicht des Anthropologen zu erkunden…… ansonsten geht es hier eindeutig zu sehr um Religion, Glauben, übernatürlichen Kräften und ähnlichem Quatsch. Das verlangt sehr viel Pragmatismus…. allerdings wird man durch großartige Fotos entschädigt. 98.- Euro (dolf)

Isbn 978-3-943105-11-7

[Trust # 158 Februar 2013]

April 4th, 2013

Traditional Tattoo in Japan: HORIKAZU – Lifework of the Tattoo Master from Asakusa in Tokyo – Martin Hladik

Posted in bücher by Dolf

Edition Reuss, Postfach 100142, 63701 Aschaffenburg, www.edition-reuss.de

TraditionalTattooJapan

Boh, fast 500 Seiten und alles nur von einem Tätowierkünstler – dem 2011 verstorbenen Horikazu aus Tokyo/Asakusa. Der Fotograf Hladik hat den seit 40 Jahren aktiven Meister (horishi) jahrelang begeleitet und in diesem Prachtbildband das Lebenswerk des Tätowierers zusammengestellt. So sieht man nicht nur unglaublich beeindruckende Tattoos, sondern auch eine Serie ganzseitiger Abbildungen von Horikazu-Kunden, die sich offen und selbstbewusst mit Ihren Ganzkörpertätowierungen präsentieren – das ist deshalb ungewöhnlich, weil einige davon sicher der Yakuza angehören – immerhin hat Horikazu mindestens 50 Yakuza-Chefs Ganzkörpertätowierungen verpasst. Martin Hladik hat aber auch viele private Fotos geschossen, so kann man in das Leben von Horikazu eintauchen, ihn bei der Arbeit in seinem Studio sehen und seine Familie kennenlernen. Zum ersten Mal veröffentlicht ist auch eine Auswahl von Zeichnungen vom Meister persönlich. Abgerundet wird das ganze durch ein ausführliches Interview mit Horikazu, sowie weitere interessante Textbeiträge von Miho Kawasaki, Fiona Graham, Agnès Giard und Eberhard J. Wormer (in Englisch, Deutsch und Französisch) welche sich mit dem Meister beschäftigen, oder auch das Sanja Matsuri-Festival vorgestellt wird – natürlich inklusive beeindruckender Bilder. Am Ende gibt es noch Dokumentarfotos von der Beerdigung (an der keine Yakuza teilnahmen, auf bitten des Meisters selbst) und Abschließend ein Gespräch mit dem Nachfolger Horikazuwaka der das Studio seines Vaters übernommen hat und selber als traditioneller Tätowierkünstler arbeitet. Der Komplettheit sei noch gesagt das es sich auch hier, wie gewohnt, um ein erstklassig gemachtes Buch handelt, Hardcover mit Fadenheftung, Großformat 29,2 x 29,2 cm. Gemacht für echte Fans der japanischen Tattoos oder eben für Tätowierer – weil beim stolzen Preis von 120.- Euro kein Band den man mal „eben so“ mitnimmt. (dolf)

Isbn 978-3-943105-10-0

[Trust # 158 Februar 2013]

April 4th, 2013

I-Punkt Skateland Hamburg 1990 – 2000 – Jonn Rübcke & Arne Fiehl

Posted in bücher by Dolf

J. Rübcke, Kegelhofstr. 77, 20251 Hamburg, http://www.i-punkt-buch.de

IPunktskatelandHamburg

Das hätte ein klasse Buch sein können, leider hat der Autor es durch seine übertriebene, detailverliebte Schreibe (der ein oder andere wird wissen was ich meine, da Arne Fiehl auch schon zu „Boardstein“ Zeiten eigentlich immer übertrieben hat) zu einem unlesbaren Schinken aufgeblasen, allein die sogenannte Einleitung umfasst über 20 Seiten (!) noch dazu in einer Schrift die man total scheisse lesen kann und im einspaltigen Blocksatz über fast die ganze Buchbreite – noch leserunfreundlicher geht es kaum. Der Kern des Buches ist immer noch interessant und auch wichtig, aber leider sieht man hier halt den Wald vor lauter Bäumen nicht. Deutlich weniger Text wäre deutlich mehr gewesen. Von den 15 ausführlich interviewten und vorgestellten Skatern hätte es bei 70% ein kurz gehaltener „Steckbrief“ auch getan. Weil, letztendlich haben die ja alle fast nichts zu sagen – und das wird immer wieder wiederholt. Das ist wirlich nur für Leute zu lesen die einen direkten Bezug zu denen haben und selbst denen fällt es mit Sicherheit schwer. Sorry, aber das musste mal gesagt sein. Viel besser wäre es gewesen Fiehl hätte sich viel kürzer gefasst und man hätte einigen der klasse Fotos mehr Platz eingeräumt – damit man sehen kann wie die Leute geskatet sind. Über 700 Fotos hat es in dem Buch, einige wirklich klasse, viele sehr authentisch, aber fast alle vom gleichen Fotografen: Jonn Rübcke, das ist schon Beeindruckend. Erzählt wird die Geschichte einer Skatehalle in Hamburg die, laut Autor Fiehl die wichtigste in ganz Europa war (allerdings wird sie z.B. in „A chronicle of Skateboarding 1779-2009“ nicht einmal erwähnt….), von einem gut betuchten Geschäftsmann eröffnet wird, der ein deutsches Nationalteam Skateboard etablieren will. Das klappt natürlich nicht, aber die Halle ist da und wird von den Kids genutzt. Die fahren alle skateboard, die meisten der vorgestellten wohl auch deutlich besser als viele andere, haben meist immer riesen Egos, bauen scheisse ohne Ende und sind nicht unhäufig die letzten Assis. Das hätte man super erzählen können in einer interessant gehaltenen kompakten Geschichte, so aber erfährt man uninteressante Details und verliert spätestens nach 100 Seiten das Interesse am lesen des Buchs. Schade. Der Text hört und hört nicht auf…… es wird einem wirklich alles mitgeteilt. Und vieles will man halt nicht wissen, weil es langweilig ist. Jetzt wiederhole ich mich auch schon, färbt das ab? Neben den einzelnen Skatern gibt es noch so Kapitel wie: „Death Box & Flip“, „Locals & Homies“, „Shred Connection“, „Pros & Demos“, „Brückenspringen“, „Auswärtstouren“, „Außenanlage“, „Flüchtlingsheim“…….. es hört nicht auf. Die jeweiligen Themen werden natürlich auch immer bis aufs äußerste… you know.
Am Ende werden sogar noch auf fast 15 Seiten (!!) Auszüge aus den Hallenbüchern dokumentiert (da hab ich mir das Lesen dann wirklich erspart) Der Epilog hat dann „nur noch“ 13 Seiten und ist nochmal ganz interessant, weil er aufzeigt was die ganzen gefeaturten Leute nach 2000 bis heute so machen. Allerdings ist sein Vergleich „Dogtown Boys / I-Skateland Skater“ dann doch etwas an den Haaren herbeigezogen. Wenn du also die Leute vom I-Skateland kennst, könnte das Buch für dich interessanter sein als wenn nicht. Und in dem Fall, am besten gar nicht anfangen zu lesen und auf die Bilder konzentrieren. Für die Leute, welche dabei waren, ein schönes Familienalbum. Für die die nicht dabei waren teilweise eine Zumutung. Aber eben nicht nur, das Buch hat auf jeden Fall sein Berechtigung. Über 350 Seiten, Hardcover, Format 20×30 cm für 34,90 Euro. (dolf)

[Trust # 158 Februar 2013]

February 5th, 2013

TRUST # 158 (February/March) out now!!!

Posted in news by Dolf

Ab sofort ist das TRUST # 158 erhältlich, bei Deinem Lieblingsplattenladen oder Mailorder sowie im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel.

Der Inhalt diesmal:
Interviews mit: Unartig, Brutal Verschimmelt, White Lung, Itchy Poopzkids sowie ein Photo/Art special zum Thema Kutten!

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tour/Gigtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – das Ganze als graphisches Gesamtkunstwerk.

trust_158_kutten.pdf

February 5th, 2013

Punk Rock- An Oral History – John Robb

Posted in bücher by Dolf

PM Press, P.O. Box 23912, Oakland, CA 94623,

PunkRockOralHistory

A quote on the cover says „John Robb is supremely qualified to talk about punk rock“, if that is the case, why did he then interview over 150 people for these + 550 pages of „oral history“? This is clearly a b/j book. You dont know what that is, lemme tell you, it is a book that only can be read at the beach or in jail, because you need alot of time that you can not spend otherwise and that is alot of times the case on the beach and most of the time in jail, since there is nothing better to do (lucky me, I was at the beach, not in jail!). Said that, you can imagine that I’m not a big fan of this monster. For obvious reasons: it is way too much text, which would not be a problem, would it be interesting what these people have to say, but in most cases it is not. They just have been at the right place at the right time (sure, most of them played in „legendary“ bands…..) and talk alot without really saying too much. There is some valid information, good behind the curtain knowledge storys and other interesting bits to be found in the book, but it suffers, like so many other „oral history“ books from the „you can not see the wood for the trees“ effect, less trees would be more wood. That is what I expect from a oral history author, to cut the crap out and present only the best. In this case it seems nothing is cut out and we get everything. I said this before, since it is also not the first oral history book about the first years of punk rock, less would have been more. Of course you can find out about what was going on back then, how new and exiting everything was. But, like the books before about the ’77 years, you also learn that most of the bands, apart that some of them did play some cool music – at least in the beginning, switched to punk because it was new and a possible carrer move/boost. Almost all had managers or major recordcompanys looking after them – for some people that is still cool today. And even if you find people talking about change in society or crys for revolution, it seems most the people back then where interested in music and fashion and having a good time (in general, there is nothing wrong with that….!). But, that is old news, nothing new here, at least nothing I can remember. Speaking of memory, it is, again, astonishing how good all the people memorize things that happend 30 years ago. The book has a bunch of different chapters, starting off with the „roots of punk (50-69)“, „glam rock and other early seventies revolutions (70-74)“ and then becomes much more detailed for the years 75 (the start of punk) to 79 (the second wave peaks) and ends with „protest and survive (80-84)“. In between the different chapters there is usually a short recap text by Robb, which is mostly the most interesting bit, since it gets to the point. To top things off, also footnotes are used to complete this build up of useless knowledge. The funny thing is that the author sometimes makes use of them when he disagrees with the opinion of a history vomiter. If I remember correctly he „footnotes in“, when something is said, that I would sign (like when people complain about punk back then beeing very commercial and such…) – but I do like the idea. Luckily there is a few photos here and there that loose up the mass of text. Not sure why Henry Rollins wrote the introduction, but, why not, the press sheet says Lars Fredriksen wrote it.. last minute changes, not that it matters. But hey, if you can not get enough of your The Clash, Sex Pistols, Stranglers and so on and if you love to listen to the main players from back then (they are all in here), then you will have hours and hours of fun. In the beginning the + 150 contributers are listed alphabethical by name and their bands/doing. Also in the beginning of the book it always says the bandname, I wish that would have been the case thru the whole book…. hitting page 474 nobody will remember who Guy Trelford is, and browsing back and forth is not a good option either. One thing is for sure, you get alot to read for twenty bucks. (dolf)

19,95 US $, www.pmpress.org
Isbn 978 1 60486 005 4

[Trust # 157 December 2012]

February 5th, 2013

Die Rock’N'Roll Diät – Wie man sich in Form trinkt – Lüc Carl

Posted in bücher by Dolf

Schwarzkopf & Schwarzkopf, Kastanienallee 32

RockNRollDiät

Buchtitel wie Untertitel sind irreführend, weil es das eine nicht gibt und es in Wahrheit nicht darum geht sich in Form zu trinken, sondern in Form zu trainieren. Aber egal. Um es kurz zu machen, das Buch hätte auch viel schlimmer sein können…. so berichtet halt ein x-beliebiges möchtegern Rock’N'Roll-Arschloch (so bezeichnet er sich selber) in der entsprechend „verfickten“ Sprache auf über 250 Seiten von seinem Leben, wie er 10 Jahre stumpf gesoffen, geraucht, gefeiert und gefressen hat und dabei immer fetter wurde. Dann hat er irgendwann beschlossen „sexy“ zu werden und eben weniger bzw. anders gesoffen, sich gesünder ernährt und mit dem Training angefangen. Zu all dem gibt es mehr oder weniger nützliche Tips, welche – natürlich – in keiner Form neu sind, aber wahrscheinlich in dieser „Form“ noch nicht als Buch erschienen sind. Das Buch taugt bestenfalls für Arschlöcher wie den Autor, die von tuten und blasen keine Ahnung haben, alle anderen finden hier nicht wirklich neue Erkenntnisse, ausser vielleicht das man halt trainieren kann und deshalb nicht zwingend mit dem Alkohol trinken aufhören muss. Wie das ja immer in allen anderen Bücher suggeriert wird. Irgendwann fängt er dann auch noch zu laufen an, hört zu rauchen auf (um mal in seinem Jargon zu bleiben: „Muschi, Rauchen kann jeder, Nichtrauchen auch, aber die Köngsdisziplin ist „wenig Rauchen“!) und nimmt natürlich viele Kilos ab. Wirklich Spass macht das nicht zu lesen, ausser das sich der Mann immer mal wieder neu selbstmotiviert und das was er noch vor kurzem über das Leben oder sich selbst dachte einfach wieder über den Haufen wirft. Am Ende gibt es noch ein paar überflüssige Rezepte. Abgesehen davon sieht er auf den Fotos meist ziemlich scheisse aus…. kein Wunder bei dem Haarschnitt und Leggins (!). Leider hat er natürlich auch ein paar wichtige Sachen vergessen bei dem Thema „Essen und Alkohol“ oder auch das sein Training nur die „roten Muskeln“ trainiert, nicht aber die „weißen“, aber, wie gesagt, für so Deppen wie er selbst einer war (?) ist das Buch vielleicht ein Einstieg…… Mittlerweile läuft er Marathon, raucht nicht, ist in Form, trinkt wieder Bier aber macht nicht mehr jeden Abend Party…. verkehrt ist das nicht, aber wen interessierts? Vielleicht die Leute die es interessiert das der Mann ein paar Jahre mit Lady Gaga zusammen war, eigentlich aus Nebraska stammt, aber seit vielen Jahren in New York City als Barkeeper, DJ, Musiker und Club-Manager arbeitet. Naja…. Hardcover…. (dolf)
14,95 Euro, www.schwarzkopf-schwarzkopf.de
Isbn 978 3 86265 130 6

[Trust # 157 Dezember 2012]

February 5th, 2013

Blutgeld – Undercover bei den Hells Angels – Neal Hall

Posted in bücher by Dolf

Hannibal Falkstrasse 25, A-6020 Innsbruck

Blutgeld

Das Buch erschien 2011 im englischen Original (Hell to pay – Hells Angels vs. the million-dollar rat). Es geht darum das die kanadische Polizei einen Mann findet der „undercover“ bei den East-End-Hells-Angels Informationen besorgen soll. V-Mann trifft es wohl besser, da der Spitzel kein Beamter ist, sondern sich auf einen Deal mit dem Staat einlässt, damit er einer Bestrafung entgeht. Wie das eben meist so ist. Das könnte alles ganz spannend sein, ist aber leider total langweilig weil Seiten über Seiten basierend auf den Überwachungsprotokollen des verwanzten V-Manns oftmals wortwörtlich, minutiös mit Text gefüllt werden, das ist echt nicht gut gemacht – obwohl der Autor Gerichtsreporter ist. Klar, man erfährt das einige der Hells Angels aus Vancouver, bzw. Leute aus ihrem Umfeld mit illegalen Drogen handeln, Waffen besitzen, usw. aber das auf vielen Seiten in Details ausgewalzt… Textbeispiel: „Punko kehrte am 25.Juli 2004 in die Stadt zurück und informierte Plante, das er sich einige Häuser angesehen habe. Plante unterrichtete ihn, dass schon wieder Meth produziert wurde. Der Biker erklärte, dasss er bei dem Deal „eine Million Dollar“ verdienen wolle, und beauftragte Plante „ihm [Renaud] ordentlich Druck zu machen“, damit er schnell produziere. Einige Tage darauf hegte Punko einen heftigen Groll gegen Renaud und wütete gegenüber Plante: „Ich werde dem kleinen Arschloch die Fresse polieren!!“ „Warum? Was ist passiert?“ „ Ist dann doch ganz schön ermüdend, auf Dauer. Das Buch nimmt nochmal ein wenig Fahrt auf, wenn am Ende die Prozesse gegen die einzelnen Leute, ebenso detailiert, dokumentiert werden, weil hier die „V-Mann-Problematik“ teilweise Thema ist, bzw. man verfolgen kann wie „die Krone“ (also der kanadische Staat) versucht die Hells Angels als eine kriminelle Vereinigung anzuklagen, was aber nicht so recht gelingt. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Ich bin mir sicher es gibt zum Thema interessantere Bücher, dieses hier kann man nicht empfehlen. Da helfen auch die Bilder in der Buchmitte von einzelenen Hells Angels vor/ in ihrem Clubhaus in Vancouver nicht wirklich weiter. 200 Seiten. Paperback. (dolf)
19,99 Euro, www.hannibal-verlag.de
Isbn 978-3-85445-397-0

[Trust # 157 Dezember 2012]

January 23rd, 2013

THIS CHARMING MAN RECORDS

Posted in interview by jörg


January 23rd, 2013

Kylesa

Posted in interview by jörg


January 23rd, 2013

Interview mit John Stabb von GOVERNMENT ISSUE

Posted in interview by jörg


January 23rd, 2013

Conmoto

Posted in interview by jörg

An einem bitterkalten Herbstabend treffe ich drei Viertel der mehr oder weniger Newcomer Conmoto. Wer sie noch nicht kennt, sollte sich dran wagen. Die Suche nach einem stillen Plätzchen für ein Interview gestaltet sich als schwierig, aber wir finden Platz in dem Hardcore Auto schlechtin. Einem VW.

January 23rd, 2013

Meat Puppets – It’s a gas!

Posted in interview by jörg

Man erschrickt glatt beim Schreiben: Es wird so zwischen zwanzig und 25 Jahren her sein, dass ich die Meat Puppets zum ersten und bis vor relativ kurzem auch zum letzten Mal sah, damals im Vera zu Groningen, was zugleich ursächlich damit zusammenhängt, dass meine Erinnerungen an jenes Konzert „under the influence“ lediglich schemenhaft sind.

January 1st, 2013

Dag Nasty – Washington DC Black Cat 28 Dec 2012 (Full Show)

Posted in video by jörg

from (((unartig)))