November 27th, 2021

TRUST # 211 (December/January) is out now! Sorry, SOLD OUT!

Posted in news by Dolf

Der Inhalt diesmal:
Interviews/Geschichten mit:

Flight 13 Duplication, Punk the Capital, Arctic Rodeo, Hans-A-Plast, AK 47 II

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tourtermine (die fallen auch diesmal leider aus…), geile Konzertfotos (keine Konzerte, keine Fotos 🙁 ) und oberschlaue Kolumnen – jedes Heft ein graphisches Gesamtkunstwerk!

Das Heft kann auch per Paypal bestellt werden. Das ist einfach, jedoch fallen ein paar Cent Transaktionskosten an.

Aktuelles Trust (5,94 Euro incl. Versand: Inland)

Aktuelles Trust (7,67 Euro incl. Versand: Ausland)

Die günstigere Alternative ist ein Jahres-Abo:

Trust Abo – 1 Jahr, sechs Ausgaben (19,75 Euro incl. Versand: Inland)

Trust Abo – 1 Jahr, sechs Ausgaben (36,00 Euro incl. Versand: Ausland)

Dezember 31st, 2021

Optimal Records (#207, 2021)

Posted in interview by Jan

Wir fertigen Vinyl, weil wir Vinyl lieben!

Interview mit optimal media über nachhaltigeres Vinyl!

Als Gesellschaft stehen wir aktuell vor vielen Herausforderungen. Neben vielen sozialen Krisen wachsen auch die ökologischen, an vielen Orten sind sie sogar so stark ineinander verschränkt, dass eine getrennte Betrachtung keinen Sinn ergibt. Seit soziale Bewegungen wie Ende Gelände, Hambi Bleibt oder Fridays For Future große und langanhaltende Proteste auf die Straßen, in die Minen oder in die Wälder tragen und es damit in die Medien schaffen, liegt ein großer Augenmerk auf der Bekämpfung der Klimakrise. Das Thema beschäftigt viele, sei es auf einer politischen, einer unternehmerischen oder einer privaten Ebene.

Dezember 31st, 2021

Mixtape (#207, 2021)

Posted in artikel by Jan

MIXTAPE PARTIALITÉ

Warum nicht einfach mal ein Mixtape basteln, auf Papier abgedruckt, ein befangenes Zeitdokument mit (Vor)Liebe, Zuneigung und ganz viel Parteilichkeit
 ohne Verriss, Frage und Antwort. Wenn schon befangen, dann wenigstens richtig! Offen und ehrlich voreingenommen
 aber selbstverständlich nur in eine Richtung!

Dezember 31st, 2021

Texte zur Kunst aus # 202, 2020

Posted in interview by Jan

Interview mit Isabelle Graw „Texte zur Kunst“-Herausgeberin und Professorin fĂŒr Kunsttheorie und Kunstgeschichte an der StĂ€delschule in Frankfurt am Main

Die „Texte zur Kunst“ (TzK) ist eine Kunstzeitschrift, die 1990 in Köln von Leuten u.a. aus dem damaligem Spex-Poplinke-Umfeld (wie zum Beispiel Diedrich Diederichsen, Jutta Koether und Tom Holert) initiiert wurde. GegrĂŒndet wurde die Zeitschrift von Isabelle Graw und Stefan Germer. Seit dessen Tod im Jahre 1998 fungiert Isabelle Graw als alleinige Herausgeberin und GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Zeitschrift.

Dezember 31st, 2021

Campino (#203, 2020)

Posted in interview by Jan

Trust: Meine alte Chefin ist großer Toten Hosen Fan. Wie gehst du damit um, dass nicht wenige dich als Sexsymbol sehen?
Campino: Es wird immer seltsamer.
(aus unserem Interview)

„1977 ging es los, es war wie eine Revolution. Ziel und Richtung unbekannt, alles Alte wurde niedergerannt. Mit wehenden Fahnen werden wir untergehen, wir halten durch, wir warten noch, denn es ist noch nichts geschehen.“
(Vgl. Toten Hosen – Mit wehenden Fahnen, 1983)

Interview mit Campino

Campino ist immer noch mein Teenager-Punker-Held. Es verhĂ€lt sich ja so: ich liebe die Hosen. Bis zu einer gewissen Zeit ĂŒber alles und jeden Ton, bis inklusive der „Learning English I“ find ich alles total geil, beste Band der Welt. Aber es war eben dann nicht mehr alles geil und das bleibt bis heute so ambivalent. Aber sie sind weiterhin Soundtrack zu etwas rauen und sehr glorreichen Zeiten in meinem Leben, deshalb ist fĂŒr mich einfach nur große Dankbarkeit da und völlig klar: ich gönne ihnen so von Herzen den ganzen Erfolg, ich find’s so toll, dass sie nie ihre Punk-Wurzeln vergessen haben (siehe Coverplatte Teil II), ich find’s klasse, dass sie sich fĂŒr Pro Asyl und Oxfam immer noch stark machen (im Juni 2018 lief wieder eine Unterschriften-Aktion von den Hosen und Pro Asyl) und es ist toll, dass sie weiterhin sozialkritisch unterwegs sind (und eben nicht so abgefuckte Zyniker sind).

Dezember 31st, 2021

Trust Rückblick Teil 2 # 202, 2020

Posted in artikel by Jan

Hier also Teil II des RĂŒckblicks, diesmal die Hefte 190-200, wieder subjektiv in der Auswahl und der Bewertung, manchmal auch eher ein „was ich mir so ĂŒberlegt habe zu verschiedenen Themen“. Wie eine ĂŒberlange Kolumne in etwa


Dezember 31st, 2021

Franz Nicolay (#203, 2020)

Posted in interview by Jan

Franz Nicolay – „Ich war nicht immer unglĂŒcklich“

So heißt es wenigstens in dem Song „This is not a pipe“ vom Album „Luck & Courage“, auf welches spĂ€ter unter anderem noch genauer eingegangen wird. Dieses Interview soll zumindest einen kleinen Überblick ĂŒber Franz Nicolays abwechslungsreiches zwanzigjĂ€hriges Schaffen als Musiker und Autor geben.

Dezember 31st, 2021

Tape Shapes (#203, 2020)

Posted in interview by Jan

#PunkToo ist der Titel einer neuen Reihe an Interviews. Es geht um die Themen Sexismus und Geschlecht in der Punk Rock Szene. Und natĂŒrlich darf auch Musik im Rahmen der GesprĂ€che nicht fehlen.

Dezember 31st, 2021

Kali Masi (#207, 2021)

Posted in artikel, interview by Jan

Wer immer zu KALI MASI gefragt wird, bestĂ€tigt ohne Zögern, was fĂŒr freundliche Menschen die vier Musiker aus Chicago sind. SĂ€nger Sam ist erfreut das zu hören, gibt allerdings zu bedenken, dass das sicherlich nicht alle so sehen und verweist explizit auf seine Familie: „Das ist toll, normalerweise benehmen wir uns wirklich sehr gesittet. Ich könnte dir allerdings Telefonnummern von Freuden und Familienmitgliedern geben, die das sicherlich anders sehen.“

Dezember 31st, 2021

TWINS aus #203, 2020

Posted in Allgemein by Jan

TWINS – Vom Fallschirmspringen fĂŒr die Ohren.

Es gibt Bands, die kommen nicht, um zu gefallen. Die wollen anstrengen, verwirren, Leute aus dem Konzept bringen, provozieren, das Gewohnte hinterfragen, alles Mal so richtig durchschĂŒtteln. TWINS aus Dresden sind so eine Band, die einen wild boxenden Mix aus Math, Skramz, Indie, Emo, Noise, Punk und Post Hardcore aus dem Boden gestampft und in Form ihres Erstlings „soon“ auf Platte gepresst haben.

Dezember 31st, 2021

Weak Ties (#206, 2021)

Posted in interview by Jan

Über die StĂ€rke schwacher Verbindungen
Interview mit Weak Ties

Im vollbepackten Van reisen, RaststĂ€tten plĂŒndern, gemeinsam essen, Freunde machen, auf der BĂŒhne stehen, live spielen, zu viel trinken, zu wenig schlafen und viel warten. Das Tourleben als DIY-Band. Das alles ist schon viel zu lange her. Möglich war das ganze durch ein Netzwerk von Menschen, die ihre Freizeit draufgegeben haben, um Konzerte zu organisieren, Bands einzuladen, zu mischen, zu bekochen etc. Der Kitt dieses Netzwerks war und ist die Musik, aber auch die Idee davon, dass es um mehr geht als nur um die Musik. Dass es etwas gibt abseits von der gesellschaftlichen NormalitĂ€t und dem Mainstream. Das hat alle verbunden.

Dezember 31st, 2021

Yard Bomb aus #203, 2020

Posted in interview by Jan

Mein erster Gedanke, als ich YARD BOMB hörte, „Geil, wer ist denn das? Sind das neue (und wieder richtig gute) Aufnahmen von OFF! – ?“. Nein! Weit verfehlt, die Band kommt aus und um Hamburg und spielen dementsprechend, kurzen, knackigen, energischen Hardcorepunk, wie er ansonsten in den frĂŒhen 80ern, an der amerikanischen WestkĂŒste, fĂŒr Furore sorgte. Im Vergleich mit neueren Bands, können auch ohne weiteres Sniffing Glue oder Snob Value genannt werden. Alles in allem sind YARD BOMB fĂŒr mich, einer der derzeit besten Punkbands aus Deutschland und ihr Album im zwar nicht gerade einfallsreichen, aber klassischen Coverartwork der ersten Adolescents-Platte, lief hier schon unzĂ€hlige Male ĂŒber den Plattenteller.

Dezember 31st, 2021

Akne Kid Joe (#206, 2021)

Posted in interview by Jan

„Eine Sache sei an dieser Stelle mal erwĂ€hnt: ich bin Sarah, eine Frau und spiele auch in einer Band“. Mit diesen Worten leitete die Gitarristin das zweite Album der NĂŒrnberger Band Akne Kid Joe ein. Wer wĂŒrde da besser in die Reihe #PunkToo passen als Sarah? Im Interview geht es um die Geschlechterverteilung auf und vor den BĂŒhnen im Punk und auch um die Zukunft von Akne Kid Joe.

Dezember 31st, 2021

DEUTSCHE LAICHEN (#204, 2020)

Posted in interview by Thorsten

Gekommen um zu pöbeln

Die Deutschen Laichen wurden in Göttingen gegrĂŒndet. Der Stadt, die man unwillkĂŒrlich unter dem Finger findet, tippt man in die Mitte der Deutschlandkarte. Eine Studentenstadt, nicht so ĂŒbersĂ€ttigt und mĂŒde wie Berlin. In Göttingen kann man was bewegen. Aber nicht unbedingt bleiben. Göttingen wird irgendwann zu klein und so wohnen die 4 Musiker*Innen inzwischen alle in Berlin.

Dezember 31st, 2021

CHAMBERLAIN (#208, 2021)

Posted in interview by Thorsten

Der schönste Beweis, dass betrunken die besten Entscheidungen getroffen werden, ist folgende kleine Geschichte, die ich vorweg erzĂ€hlen möchte. Es war an einem Februarfreitag vor dem ersten Lockdown. Wir waren ziemlich angetrunken, als meine Begleitung kurz austreten musste, was dann gefĂŒhlt ewig dauerte, zumindest so lange, dass mir langweilig wurde oder ich nichts Besseres zu tun hatte, als die Facebook Timeline durchzuscrollen. Einem Freund gefiel der Post von CHAMBERLAIN ĂŒber die letzten Stunden von deren Crowdfunding fĂŒr ihr erstes Album seit 20 Jahren. Davon hatte ich ĂŒberhaupt nichts mitbekommen.

Dezember 31st, 2021

BLACK SQUARE (#208/2021)

Posted in interview by Thorsten

Feminismus im Punk, Aktivismus gegen Europas Pushbacks und keine ĂŒberflĂŒssigen Utopien: Ein Interview mit BLACK SQUARE

Im Corona Jahr 2020 ging musikalisch gar nichts? Stimmt nicht! Das beweisen BLACK SQUARE mit ihrem ersten Tape mit dem großartigen Namen „Potatoes Gonna Potate“, welches alles hat „um aus dem Einheitsbrei von Punkrockkapellen herauszustechen“ (TRUST #206). Alles DIY und Corona-Regelkonform geschrieben, eingespielt, aufgenommen und 2020 released. Aber nicht nur die Musik gefĂ€llt.

Dezember 31st, 2021

Acht Eimer Hühnerherzen (aus #204, 2020)

Posted in interview by Jan

Acht Eimer HĂŒhnerherzen war ganz klar Liebe auf den ersten Blick. 2, 3 Songs des DebĂŒts, „ich hab mein HĂ€ndy verloren“, „alles etwas ĂŒbertrieben, lass uns auch mal wieder lieben“, BOOM. Kein Umweg, direkt abgeholt, eingesogen, vereinnahmt. Ohne nach links und rechts zu schauen, direkt in die Musik hineingelegt. Zu zwingend sind die großartigen Vocals von Apocalypse Vega, zu eigen die mal abstrakten, mal außerordentlich persönlichen Lyrics, zu treibend der Sound aus einem Indie-, Punk- und Folk-Gemisch. Und dann, nach einiger Zeit dieser Moment, als auffĂ€llt: dass packt einen nicht nur immens (das ist ja erstmal mein Problem), nein, das ist auch noch verdammt gut, was da durch den Äther wabert.

Dezember 31st, 2021

X (aus #204, 2020)

Posted in interview by Jan

Eine Einleitung fĂŒr ein X-Interview, ist fĂŒr mich in etwa so, wie wenn ich ĂŒber eine alte, verflossene Liebe schreibe, die immer noch in meinem Herzen verankert ist. Denn ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich Mitte der 90er von einem Streetworker, (der zu seiner Jugendzeit auf dem ersten Demotape von Body & The Buildings, Gitarre oder Bass spielte), mir einen Stapel Punkrockplatten ausgeliehen hatte. Neben den Dead Boys, Slaughter & The Dogs, Lurkers und Menace usw., verbarg sich ein ganz besonderer Schatz, von dem der Streetworker meinte, dass dies die beste Punkrockplatte seiner Sammlung sei. Es handelte sich um „Wild Gift“ von X und ich verstand sein Urteil und seine Meinung sofort und war Feuer und Flamme.

Dezember 31st, 2021

Diät (aus #204, 2020)

Posted in interview by Jan

Slip it in – with da static cold mönster Diät SPK shock-Pose:
Interview mit Sir Iffland

Es ist dieser gottverdammte Post-Punk aus Berlin von DIÄT, der mich dann doch kickte, ich musste mehr von dieser Band wissen. Wobei ein Aspekt bei DIÄT natürlich in der interessanten Tatsache besteht, dass dort Iffi „Iffland“ als Schlagzeuger mitzockt (bzw. momentan noch anderweitig aktiv ist, da die Band auf Eis liegt, wir werden es erfahren). Ihn kennt ihr sicherlich noch zum Beispiel von MÖNSTER. Er betreibt auch noch den tollen Plattenladen Static Shock Records und das Label Static Age in der Haupstadt. Soweit ich es verstehe, besteht also nun DIÄT neben ihm am Schlagzeug noch aus Tobi (Gitarre/Gesang), Neutron (dito) und einem gewissen Nordberg am Bass.

Dezember 31st, 2021

Türkei Punk Special (#206, 2021)

Posted in interview by Jan

PUNK IN DER TÜRKEI !! ??

Die Punk und Hardcorebewegung, wurde seit jeher vorwiegend als ein westeuropĂ€isches, amerikanisches oder am Rande noch, als ein japanisches „PhĂ€nomen“ wahrgenommen. Das im Rest der Welt, (wenn auch oftmals mit einer gewissen VerspĂ€tung), dennoch Punk und Hardcore existierte, findet in Szeneberichten oder Plattenbesprechungen (spĂ€testens seit dem ableben des MaximumRocknRoll-Fanzines), meist nur noch marginal seine ErwĂ€hnung. Obwohl in unserer TRUST-Homebase, Mika in seinen Kolumnen, stets interessantes aus dem asiatischen Raum zu erzĂ€hlen und zu berichten hat und er interviewte erst letztens, in der Ausgabe # 203, die polnische Band Trottel. Auch wurde mit dem Buch „Warschauer Punk Pakt: Punk im Ostblock 1977-1989“, etwas Licht in die Ostblockszene gebracht und von der ehem. DDR, gibt es so einige BĂŒcher und Sampler.

Dezember 31st, 2021

Disgusting News aus #201, 2020

Posted in interview by Jan

Gute Nachrichten aus Bielefeld
Interview mit Disgusting News

WĂ€hrend ich diese Zeilen schreibe, bin ich aufgeregt. So aufgeregt wie man es ist, wenn man in seinen Teenagerjahren auf dem Dorf endlich die Chance hatte, eine coole Band live zu sehen. Wo man wochenlang daraufhin fieberte dort abzuhĂ€ngen, wo die coolen Ă€lteren Kids rauchend und trinkend rumhingen. Wo man sie heimlich beobachten konnte, wie sie so rumschlurften in ihren Ringelpullis und Flanellhemden mit ihren zotteligen Frisuren. Wo man dann versuchte das Schlurfen zu imitieren, dabei möglichst lĂ€ssig an der Zigarette zu nuckeln und sich anschließend daheim weigerte, weiterhin eine HaarbĂŒrste zu benutzen. Man hatte so eine Vorstellung davon dazu zu gehören, zu den coolen Kids. In der Zukunft. Man war aufgeregt als wĂŒrde eine gute Zeit kommen.

Dezember 31st, 2021

IDLES (#206, 2021)

Posted in interview by Jan

Die IDLES waren den ganzen Sommer ĂŒberall auf Titelseiten, sogar von eher konservativen Zeitungen, was Leadgitarrist Bowen, mit dem ich das Interview am Telefon fĂŒhre, sehr seltsam findet. „Ich kann mir das eigentlich kaum vorstellen“, sagt er, „meine Ansichten sind sehr weit links angesiedelt und ich stimme ĂŒberhaupt nicht mit der Weltanschauung von Konservativen ĂŒberein. Wenn diese Menschen sich aber unser Album kaufen, weil vielleicht das Laute und Aggressive sie anspricht, sich dann aber mit den Themen, ĂŒber die wir schreiben, auseinandersetzen mĂŒssen, dann ist das sicherlich eine gute Sache“, ĂŒberlegt Bowen.

Dezember 31st, 2021

Raymond Pettibon (#206, 2021)

Posted in interview by Jan

„Yes, I do my own music which is motherfucking hardcore“.
34 Fragen an Raymond Pettibon

Ihr kennt ihn nicht, aber die vier Balken von Black Flag doch schon oder? Na dann, im Folgenden einige Infos ĂŒber den nordamerikanischen Maler Raymond Pettibon.

Dezember 31st, 2021

Attack of the Mad Axeman (#205, 2020)

Posted in interview by Jan

Trust: …KISS oder AC/DC?
Ralf Bock: Klar, AC/DC! Dieser Scheiß mit dem Verkleiden und dem Schminken hab ich bei KISS nie verstanden und lehne so ein Quatsch auch heute immer noch komplett ab!!!

Ralf Bock: Attack Of The Mad Ex-Man

Die selbsternannten „animals of the music business” aus Hamburg, die mĂ€chtigen ATTACK OF THE MAD AXEMAN (AOTMA), sind die erstaunlichste Grindcore-Band der letzten Jahre. Verkleidet in TierkostĂŒmen (die Schildkröte am Gesang, die Weinbergschnecke am Schlagzeug (jetzt auch bei Yacopsae „an den Kesseln“, wie wir Metal-Journalisten sagen), die Biene am Bass, die Nachteule und das Eichhörnchen an den Gitarren) zocken sie ultrakrassen Grind, der dich von der Matte haut. Dazu kommen gewitzte Texte u.a. aus dem Feld des Tierreichs, die aber nicht dĂ€mlich sind. Live entfaltet sich eine unglaubliche Wucht, also, ihr mĂŒsst euch die Band unbedingt mal anschauen, denn dort wird auch mit Pyro-Effekten gearbeitet, es ist einfach bezaubernd und gefĂ€llt jedem ehrlichem KISS-Grind-Fan.

Dezember 31st, 2021

BASTARD ROYALTY (#205, 2020)

Posted in interview by Jan

„…ob wir zum Beispiel noch einen 173. Song gegen Religion brauchen? Ich bin der Meinung ja. Solange Religionen solch eine Macht haben und fĂŒr dermaßen viel Leid und Elend verantwortlich sind, finde ich es sogar wichtig, immer wieder dagegen anzuschreien und nicht nachzulassen. Und natĂŒrlich sollen auch die kommenden Generationen von Bands an dem Thema dranbleiben und gerne die nĂ€chsten 666 Songs gegen die Religioten liefern. Dazu gibt es auch genĂŒgend Möglichkeiten und unterschiedliche Blickwinkel, das umzusetzen. Ich hab gerade das bei vielen Crustbands immer bewundert, wie komplexe Themen in drei Strophen ĂĄ zwei Zeilen, völlig auf den Punkt abgehandelt werden. Viel Text bedeutet nicht unbedingt mehr Inhalt“.

Rossi von
BASTARD ROYALTY

Es sind immer wieder diese Begegnungen
 auf dem Frankfurter AU-Fest nicke ich immer grĂŒĂŸend jemanden Ă€lteren mit blond gefĂ€rbten Haaren zu, er nickt freundlich zurĂŒck, aber jedes Mal danach denke ich mir dann „shit, wer zur Hölle war das nochmal!“. Irgendwann musste ich ihn fragen und dann, „Ach klar, das ist der eine SĂ€nger von Accion Mutante, die habe ich doch in den 90er im Rheinland gesehen und immer geil gefunden“. Just eben jener Rossi singt seit einiger Zeit fĂŒr Bastard Royalty, eine neuere Crust-Band aus Schwabistan im Großraum Stuttgart. Die waren live vor einiger Zeit im Exzess in Frankfurt am Main ein so dermaßen brutaler und höchst geilster Nackenbrecher und weil mir auch der Sound auf Platte gefĂ€llt, wollte ich mehr erfahren.

Dezember 31st, 2021

PETROL GIRLS (#203, 2020)

Posted in interview by Thorsten

Sind im Moment unglaublich angesagt. Ich war letztens bei einem Boxkampf dessen Aftershowparty in einer Art Indie-Rock-Disco stattfand. Und selbst dort lief „Touch me again“ – eine Art Themensong zur #metoo-Debatte. Was zunĂ€chst plakativ klingt (und damit trotzdem noch meilenweit von expliziteren Mitstreiter*innen wie War on Women entfernt ist) mischt sich mit den ausgeklĂŒgelten Arrangements und einer guten Prise Introspektion, die besonders live deutlich wird. Der eindeutige politische Gehalt wird von SĂ€ngerin Ren ergĂ€nzt durch persönliche Geschichten und wirkt dadurch umso erhellender. Klar ist das ehemals britische, mittlerweile in Österreich angesiedelte Quartett nicht das erst oder einzige das ĂŒber Umweltverschmutzung, gegen Nationalstolz und fĂŒr Emanzipation singt, aber sie sind im Moment einfach sehr gut darin, diese Ideale unter die Leute zu bringen. Gerade das aktuelle Album Cut & Stitch, welches auf Hassle Records erschienen ist, gibt nicht unentwegt Vollgas und lĂ€sst Raum fĂŒr viele Einsprecher, die es zur Klagcollage gegen alles was falsch lĂ€uft machen lĂ€sst. Vor dem Konzert in Köln, bei dem die eigentliche Petrol Girls Bassistin durch die von Personal Best ersetzt wurde (lĂ€sst das auf erste ZerwĂŒrfnisse schließen?) sprach ich mit Ren.