Januar 29th, 2020
„Sniffing Glue spielen auch 2010 noch 80er Hardcore, egal ob angesagt oder peinlich! Scheiß drauf! Seid gegen Faschos, Bullen, Sexisten und Nike-Schuhstände auf Hardcoreshows! Unterstützt die DIY-Szene und autonome Locations!“
…Interview mit Sniffing Glue
Es könnt´ ja sein, dass ihr vielleicht schon der Band Sniffing Glue überdrüssig seid, da sie in den letzten zwei Jahren relativ oft in den Zines präsent waren, aber verdammt, völlig zu Recht sind die präsent, da sie echt ne geile Band sind! OK, die Düsseldorfer machen erstmal nix neues und präsentieren uns den guten alten Anfang 80er US-Hardcore (also eben den HC, nix Metal, sondern Black Flag und Minor Threat und ein Hauch von New York und einen Schuss Boston) sowohl auf einigen Vinyl-Veröffentlichungen als auch live durchaus apart.

Januar 29th, 2020
Hey Stefan wie geht’s? Erzähl mir doch mal etwas über den neuen Sänger Rodrigo bei Atlas Losing Grip und wie es zum Wechsel am Mikrofon kam…
Hey! Alles cool, ein bisschen Proben, ein bisschen Planen und so weiter… Also, ich weiß ihr kennt Rodrigo inzwischen alle. Er hat in einigen Bands gesungen und Schlagzeug gespielt… Ich war etwas deprimiert Bass zu spielen und zur selben Zeit die Leadvocals zu singen. Ich konnte mich nicht auf eine Sache konzentrieren und das gab mir das Gefühl weder den Basspart noch die Vocals so umsetzten zu können, wie ich es wollte. Und ich bevorzuge nun mal Bass zu spielen, also habe ich mich entschieden Rodrigo zu fragen. Seitdem ich ihn kenne mag ich seine Stimme, die Melodien und Texte sehr gern. Er entschied sich dazu ein paar Mal mit zu proben und hier sind wir jetzt…

Januar 29th, 2020
Die einen sagen, Ritual sei eine weitere Unbroken-Kopie. Die anderen halten Ritual zurecht für eine der begabtesten und nettesten Band des Planeten. Im Grunde haben beide Recht. Was Ritual dabei aber so interessant macht sind in erster Linie die bodenständigen Liveshows und vor allem das tolle Album „Beneath Aging Flesh And Bone“, welches auf Reflections Records erschien. Was Ritual aber immer mit dabei haben: Gute Antworten, wie man sich nachfolgend erlesen kann.

Januar 26th, 2020
„Für den Besuch Deutscher in die Türkei reicht bekanntlicherweise ein Personalausweis. Die BRD ist Exporthandelspartner No. 1, mit Schwerpunkt auf Waffenlieferungen für den Nato-Partner. Während Kapitalströme über alle Grenzen hinweg galoppieren und Waren transportiert werden, wird Menschen dagegen eine freie Einreise erschwert, verwehrt oder oftmals unmöglich gemacht. …Bei Zutritt in Schengenland bitte kulturelle und politische Identität abgeben!“
BANDISTA –Tour 2010
BANDISTA, ein 7 – köpfiges Musikkollektiv, gegründet 2006 in Istanbul, sieht seine Wurzeln in der kulturellen Vielfalt Anatoliens, betont aber eine Internationalistische Ausrichtung. Ihre Musik variiert von Balkan-Klezmer über Reggae und Dub bis hin zu Ska und AfroBeats, die aber immer mit einem anatolischen „ Touch „ – bedingt durch traditionelle Instrumente wie Bouzouki & Klarinette -, unterlegt ist. Die politischen Lyrics haben literarischen Charakter.

Januar 26th, 2020
We mackem you takem…
LEATHERFACE, Sunderland, UK.
Leatherface habe ich zum ersten Mal mit der Horsebox gehört. Sehr spät natürlich aber ich habe da zwei Nachteile: ersten bin ich erst 1982 geboren und zweitens gehöre ich nicht zu der Gruppe Leuten, die schon im Alter von 10 Jahren Punkrock hörten. Es war sogar noch schlimmer: als ich die Horsebox das erste Mal hört dachte ich mir „Das klingt ja total scheiße. Die Sänger kann nicht singen, das Schlagzeug klingt wie eine Mülltonne und die Gitarren sind viel zu verspielt.“ Etwa ein Jahr später hörte ich nochmal rein…und bin seitdem Fan. Bald kamen Mush und alle anderen Alben in meine Hände und die höre ich noch immer. Immer wieder. Und wieder.

Januar 26th, 2020
Martin Büsser – Für immer in Pop (Ventil Verlag 2018 15 EUR)
Gedanken
Genau, wie es kaum aufregende, neue (Rock-)Musik gibt, mangelt es der Popkritik an wirklichen Kritikern. Das macht die von Jonas Engelmann im Ventil Verlag herausgegebene Textsammlung mit dem Titel – FÜR IMMER IN POP – des viel zu früh verstorbenen Martin Büsser deutlich. Ein Linker, der vor allem die Linke und deren Statussymbole und Strukturen (Bands, Meinungen, Gruppierungen etc.) kritisierte. Diese kritische Haltung forderte Büsser von seinen Kollegen ebenfalls und wurde allzu oft enttäuscht.

Januar 26th, 2020
Bremencore-Special
Carol – eine Band wie aus der Zeit gefallen – Interviews mit Björn und Matze von Carol, Gregor von Acme, Dirk Kusche von Systral und Kusche-Rockstudios, Markus Haas von Per Koro Records und weiteren
Eine Band wird gegründet, tourt ein wenig, nimmt eine Platte auf und löst sich nach kurzer Zeit auf. Die Platte wird nie herausgebracht. Soweit, so gut. Solche Geschichten gibt es viele. Sie werden in der Regel nicht erzählt. Als ich las, dass die Bremer Band Carol nach 22 Jahren eine nie veröffentlichte Platte rausbringt und sogar vereinzelt Shows spielt, wurde ich aufmerksam. Mir war sofort klar, dass diese Geschichte erzählt werden sollte.

Januar 26th, 2020
Gespräch mit Robin Thiedmann, Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat für die Europawahl 2019 von der Partei der Humanisten
Es gibt sie ja, die „guten Organisationen“, wie zum Beispiel Amnesty International, Greenpeace, Pro Asyl und Oxfam, aber warum gibt es eigentlich keine gute Partei mehr zum wählen?

Januar 26th, 2020
TRUST: Wofür stand das M bei Antifa (M) wirklich, ihr hattet ja dazu die gängigen Theorien erwähnt, konntet ihr da Klarheit gewinnen?
Lena: Das dürfen wir nicht verraten…(lacht)
Interview mit den Autor_innen des Buches „Antifa: Geschichte und Organisierung“
Wer aus unserer Szene hat nicht schon Erfahrung in oder mit der Antifa gehabt? Und vielleicht habt ihr es ja mitbekommen, vor drei Jahren ist ein klasse Buch zur Antifa im Stuttgarter Schmetterling Verlag erschienen: „Antifa: Geschichte und Organisierung“ stammt von den Frankfurter Autor_innen Mirja Keller, Lena Kögler, Moritz Krawinkel und Jan Schlemermeyer. Da mein Interview mit dem Antifaschistischen Infoblatt leider nicht klappe, mich aber das Thema weiterhin interessiert und ich auch denke, dass es für viele Leser interessant ist, könnt ihr hier nun das Gesprächsprotokoll mit den Verfassern lesen.

Januar 26th, 2020
„Merkel, du Hurensohn“
Interview mit LIFE ENDS
Ab durch die Mitte! LIFE ENDS sind eine neue Band aus Freiburg mit teilweise alten Bekannten. Es gibt bislang eine CD-R mit allen Songs und seit einiger Zeit durch Ralf von Kink Records das Ganze als Tape.
Matze schrieb in der Trust # 146 dazu: „ Waaah, ich hatte schon einmal die Cdr dieser Aufnahmen hier in die Hand gedrückt bekommen, das ganze wurde nun verdientermaßen nochmals als schmuckes Tape mit sehr tollen selbstgebastelten Kartoncase und geilem Minibooklet rausgebracht. Das Tape ist so großartig, ich bekomm mich kaum ein! Life Ends spielen crustigen PunkGrind, der gerade durch die größtenteils deutschen Texte einen sehr angenehmen Deutschpunkanstrich bekommt, hier wird so extrem wütend und zynisch abgekotzt, dass die Frustration wirklich greifbar ist. Aber hallo, Hut ab, ‚Merkel Du Hurensohn‘, ‚Hartz IV Terrorcamp‘ oder ‚Hahahahardcore‘ usw. sind die genialsten Songtitel, die ich seit langem gehört habe, das meine ich ernst. Das ist alles so dermaßen ehrlich und nihilistisch und die badischen Worteinsprengsel zum Liebhaben, ich sag nur: ‚Im Bettle there is no law‘. Die Produktion ist angemessen für ein Demo Tape und wie gesagt, ich finde den Stil wirklich sehr eigenständig, jemand sagte mal: Infest auf Deutschpunk und das kann man so stehen lassen. Das Tape meine eindringliche Empfehlung, besorgen! Life Ends, ich will ein Vinyl von Euch. Arbeit ist scheiße und wird es immer bleiben.“

Januar 26th, 2020
SNEEZE ATTACK
Der perfekte Fuzz-Pop-Punk-Soundtrack für den Übergang vom Frühling in den Sommer, um draußen mit deinem Liebsten Bier zu trinken
Ich bin nicht besonders gut darin, ganz früh ganz neue, später groß werdende, Bands zu entdecken. Manche haben ja echt so ein Talent, als „early mover and shaker“ die zukünftige Qualität, das große Potential, einer Kapelle zu erkennen. Vielleicht auch, weil sie schon viel Erfahrung darin haben oder besonders viel auf Konzerten, im Netz oder Plattenladen abhängen. Ich entdecke neue Bands oft ganz old-schoolig durch gedruckte Fanzines bzw. Popzeitschriften.

Januar 26th, 2020
NEGATIVE HARDCORE mit BLANK
Wenn ich es mir recht überlege, dann habe ich BLANK-Gitarristen Carsten schon drei Mal interviewt. Zuerst Ende der 90er für mein eigenes Fanzine, Carsten spielte zu der Zeit bei den mächtigen Forced to Decay aus Solingen. Dann gab es vor einigen Jahren ein Gespräch mit ihm bezüglich seiner damals aktuellen Band ONCE A DEMON im Trust. Und nun eben ein Plausch über seine aktuelle Kapelle Blank, ebenfalls aus Solingen. Dazu schaltete sich noch Blank-Schlagzeiger Flo ein. Ihre Musik ist ganz einfach „Negative HC“ und absolut fesselend. Aber man gibt sich nicht nur mit der Rolle des Musikanten zufrieden, sondern ist auch noch in Sachen Konzerte in der Messerstadt aktiv.

Januar 26th, 2020
Fuck with my head.
Tony Cortez erklärt uns ILL REPUTE
Ganz kurz gesagt: Oxnard liegt nördlich von Los Angeles. Ill Repute ist eine Band aus Oxnard, die Anfang der 80er entstand (unterbrochen durch Ruhephasen existieren sie immer noch). Sie erfanden den sogenannten „Nardcore“, also Hardcore, der aus Oxnard stammt. Gemeint ist sehr schneller Skate-HC-Punk-Thrash aus den frühen 80er aus Südkalifornien, der die Urzelle für den dann in den 90er so beliebten Skate-Punk wurde, allerdings eben in der Urform in sehr rauer und total geilen Pionier-Form. Unser Gastschreiber Dr. Skaterock schrieb in Trust # 104 auch schon über die Band, nun ja, ich schätze, dass ihr gerade nicht diese Ausgabe zur Hand habt und deswegen erzähle ich euch doch noch ´nen bisschen was zu Ill Repute.

Januar 26th, 2020
„Kurzum: Yepp, Herkunft ist überbewertet.“
Interview mit TELEMARK
Im Trust stand über die dritte Platte der Duisburger Noise Band: „Für deutschen Post-Punk mit „weicher“ Kante immer noch eine der Speerspitzen. Songs wie „Schöne Grüße“ und/oder „Hitmaschine“ sollte man mal den ganzen weinerlichen Jammerbands vorspielen, damit die etwas lernen können. Meine Favoriten „Stumme der Verstimmten“ und „Kleine Kopfmusik“ wäre der Anspieltipp für alle, die noch zweifeln, worein sie ihr Taschengeld stecken sollten. Tolles Release.“ Telemark sind längst überfällig im Trust, eigentlich müsste ja hier das hefteigene Noisecore-Kompetenzzentrum Stone-Dietmar ran, jetzt mach ich Punk-Arsch das halt, ätsch. Äh… ja. Noise-Core.

Januar 22nd, 2020
Anwesend:
Marcel Bontempti
Ira Lee
Maria Mariachi
Judy Belafonte
Die Montesas sind überaus herzliche Musiker. Die elegant gekleideten Mitglieder sind höflich, charmant und zuvorkommen und ich bin auch sofort mit ihnen warm geworden und hätte gerne die gesamte Nacht mit ihnen verbracht. Zum Abschluss boten sie mir sogar eine kleine Life- Performance im Hotelzimmer dar.

Januar 22nd, 2020
Wie die Autobahn bei Maschen:
Angesichts verschiedener, nicht ausschließlich glücklicher, Gründe, erscheint dieser Text lange nach der Veröffentlichung jenes Albums, das den Anstoß für selbigen Text gab. „Spilling Drinks, Spelling Names“, so der Titel besagten Albums, erschien ein Jahr vor dem Zeitpunkt der Niederschrift dieser Worte. Das Interview selbst führte ich im März. Danach gab es wieder mal allerhand anderes zu tun, dessen Priorität sich aus den Eigentumsverhältnissen im Lande ableitet. Exits To Freeways (Spread Like Veins On The Back Of My Hand), die Band, um die es geht, gibt es derweil immer noch. Ungerührt machen die drei Hamburger ihr Ding. Ohne sich allzu große Illusionen über das zu machen, was sie mit ihrer Musik „erreichen“ können, tun sie, was sie wollen: „wer so blöd ist sich von irgendeiner „szene“ irgendwas vorschreiben zu lassen, ist selbst schuld“, heißt es in einem Interview.

Januar 22nd, 2020
“I also believe in being aware of what’s going on around you, despite the new boring trend in American punk where it seems that people are encouraged to be dumb and unaware because it’s „punk“ or some shit. I encourage the trend to a certain extent though, in hopes of them all eventually being weeded out or having such short attention spans that they eventually fuck off and do something else.”
Interview mit Mark von WASTED TIME

Januar 19th, 2020
DIE FREMDEN gründeten sich 1989 in Göttingen, 1993 erschien ihr Debüt mit dem vulliminösen Titel ‚Schmerz und warum Sinne und Sucht uns Zauber, Musik, Liebe und Tod lehrten die Fremden‘. 1994 zogen die Bandmitglieder nach Berlin. Ihr zweites Album ‚Dilemma‘ nahmen Die Fremden auf dem Landhaus der Ton Steine Scherben in Fresenhagen auf. Darüber hinaus hatten sie den Ruf eines äußerst intensiven Live Acts. Doch ihr Sound galt wohl als zu undefinierbar und so waren DIE FREMDEN für die Punkszene und dem Mainstream gleichermaßen zu wenig konform und tendierten daher zu einem Geheimtipp. Und in der Tat waren sie eine total außergewöhnliche Band.

Januar 19th, 2020
Trust: Hast du den Eindruck, dass es Reagan Youth deswegen wieder gibt, weil es um die Kohle geht?
Björn: Ha, oh, nein. Wäre auch lächerlich zu denken, dass das nur für die Kohle geschehen würde, denn dann würde sich der Aufwand für keinen lohnen, glaub´ mir. Reagan Youth ist Paul’s Lebenswerk, er will das natürlich leben und spielen, auch er kann von der Band nicht leben. Es sind ja auch genug Leute da, die Reagan Youth mögen und sehen wollen.
REAGAN YOUTH
Es war für mich eine der größten Überraschungen im letzten Jahr 2016: wir verweilten im Urlaub an der Ostseeküste im Sommer, als wir davon mitbekamen, dass REAGAN YOUTH (RY) in der Kieler Schaubude gastieren sollten. Die Band gibt es laut Wiki seit 2006 wieder und war schon mal in Deutschland, aber ehrlich gesagt hatte ich von ihren bisherigen Auftritten nicht unbedingt viel Gutes gehört, „Demontage einer Legende“ waren da noch die netteren Urteile. Aber weil die Band mit ihrer ersten Platte einen derartigen krassen Meilenstein abgeliefert hat (und auch eine durchaus interessante zweite Platte veröffentlichte)… da wollte ich mir selber ein Urteil bilden, live hatte ich die Band halt vorher immer verpasst.

Januar 19th, 2020
„Wenn du eine Band gründest mit dem Vorsatz, so oder so zu klingen, ist das Projekt ja schon zum Scheitern verurteilt. Wenn deine Musik klar in eine Schublade gesteckt werden kann, ist es meistens schon zu langweilig, da es sicherlich hundert andere Bands gibt, die darin origineller sind“
In den 90er entwickelte sich das Trust teilweise zu einer echten Noise-Rock-Fachzeitschrift: im HC-Punk hatte man alles in den 80er erlebt, in den 90er gab es dann Sub Pop-, Touch and Go- und Amp Rep-Bands, die die damaligen SchreiberInnen mehr interessierte. Schon damals hätten die drei Noise-Rocker von TEN VOLT SHOCK aus Freiburg bzw. dem Schwarzwald gut in unser Heft reingepasst, alldieweil, sie gibt es erst seit 2000. Nach einigen Konzerten mit ihnen ist es mir weiterhin etwas unklar, warum, aber immer, wenn ich das superbe Vergnügen habe, mir TEN VOLT SHOCK live anzuschauen (drei Gigs müssten es gewesen sein, Trier vor Jahren war der Hammer!), muss ich an Slayer denken.

Januar 14th, 2020
„be part of the scene, not just the scenery“
D.I.Y. ist Herzenssache aber dennoch eben leichter gesagt als wirklich getan. Die Stuttgarter „be part of the scene, not just the scenery“ gründeten sich 2002 als Konzertveranstaltungsgruppe. Mittlerweile veröffentlicht das D.I.Y.-Projekt Platten, bucht Tourneen und gönnt sich mit dem alljährlichen Be-Part.Festival gleichermaßen Stress wie Belohnung. Muss ja auch Spaß machen, dieses verdammte Non-Profit-Leben.

Januar 14th, 2020
That´s what I need to know !!!
Den meisten von euch sollte die Elektro-Punk Band zOSCH! schon einmal über den Weg gelaufen sein. Die Band hat letztes Jahr eine miniCD und dieses Jahr ihre Debut LP herausgebracht plus einen Haufen Konzerte in ganz Europa gespielt. Grund genug die Band mal unter die Lupe zu nehmen und zu gucken, was zOSCH! zu alle dem und noch mehr zu sagen haben. Das Interview ist in zwei Teilen, zum einen letztes Jahr im Jugend- und Kulturzentrum in Oerlinghausen und dieses Jahr in Köln entstanden.

Januar 14th, 2020
Im November des letzten Jahres kündigte sich eine Band aus Luxemburg an, die ein Konzert spielte, das aus technischem Gitarrengefrickel und wärmenden Post-Hardcoremelodien bestand. In einem anschließenden Gespräch lernte ich den Schlagzeuger Sacha kennen, der mir erklärte, dass die Europatour nur zustande kam, weil die Band Cinemechanica mit einer gemeinsamen Tour einverstanden war. Zusätzlich erfuhr ich, dass die meisten Mitglieder aus unterschiedlichen Ländern stammen, dass nach dem Ausstieg von Dave der ehemalige Bassist der befreundeten Band Treasure Chest At The End Of The Rainbow[R.I.P] Pi (Claudio) in die Band wechselte und dass alle Bandmitglieder Fans von frickelnder Musik sind. Nach diesem Small Talk war mir klar, wenn sich noch einmal eine Gelegenheit bietet, werden Mutiny On The Bounty interviewt. Im Oktober bekam ich meine Chance, denn die Band spielte im Berliner Lokal und nach anfänglichen Interviewproblemen (Soundcheck, zu laute Musik, zu viele Kickergeräusche) verzogen wir uns für circa eine Stunde vor die Tür, um im Beisein von Motorgeräuschen vorbei fahrender Fahrzeuge ein Interview zu führen, das eher zu einem musikalischen Abgleich mutierte.

Januar 13th, 2020
Fanzui Xiangfa
Dass es in China eine Punkrockszene gibt, ist spätesten seit dem Film “?eijing Bubbles”?bekannt. Mit „?eijing Punks“?wird demnächst eine neue Dokumentation über die Punkszene Pekings veröffentlicht, die im Gegensatz zum Vorgänger einen tieferen Einblick gewährt und einige Bands, den Club D-22 und Nevin vorstellt, der dort arbeitet und in der Punkband Fanzui Xiangfa spielt, die zusammen mit der Crustcoreband SS20 eine Split-Seven-Inch veröffentlicht hat. SS20 tourten im Jahr 2010 durch China, lernten dort die Punkband kennen und ermöglichten dieses Interview (danke an Ronny und Rico).

Januar 13th, 2020
FREDDIE YAUNER: SUPER-TOASTER, MEGA-UHREN UND XXL-LIPPENSTIFTE
Peilicherweise stieß ich auf den englischen Künstler / Desinger / Konsumkritiker Freddie Yauner durch einen Artikel in der „Bild am Sonntag“ Mitte 2008. Dort wurde berichtet, dass Freddie Yauner, ein 26 Jahre alter britischer Kunststudent jetzt im Guinness – Buch der Rekorde ist, da er den „highest poppig toaster of the world“ konstruiert hätte. Zu deutsch: einen Toaster, der die Toasts ca. 5 Meter hoch schleudert. Das Bild dieser Erfindung sah einfach so dermaßen beknackt aus, ich musste den einfach mal interviewen. Angenehmerweise entwickelt der Industriedesign-Absolvent der Northumbria Uni und Master-Graduent des Royal College of Art in London im Fach Produktdesgin seine auf den ersten Blick überflüssigen und sinnlosen Produkte mit einem konsumkritischen Hintergrund, der mich interessierte.
