Mรคrz 12th, 2007
Der Parkplatz ist schon voll, als wir ankommen. Kurz vor zehn und vor dem Lieferanteneingang eines Lagerhauses finden wir noch Platz, gleich neben der pompoesen Kutsche unserer Freunde aus Southport bei Liverpool, dem koeniglichen Tross.

Mรคrz 12th, 2007
Aua, au. Eine neue Goldene Zitronen-Platte, auf der kluge Musik und Texte voller Hysterie ein Tänzchen mit einander wagen. Sie tanzen auf dem „Platz der leeren Versprechungen“, suchen die „Party, die gerade nicht ist“ und treffen dabei auf ihre Sidekicks Wut, Ohnmacht und Revolution.

Mรคrz 12th, 2007
Zuerst konnte ich es kaum glauben. Gogol Bordello sollten im Schauspiel Frankfurt auftreten, einem Ort, an dem Hochkultur mit Hilfe städtischer Subventionen betrieben wird, Heimstätte der Oper. Hatte ich doch zuvor im TRUST gelesen, dass es sich bei der Musik von Gogol Bordello um wilden osteuropäischen Zigeunerpunk handelt.

Mรคrz 12th, 2007
Vielleicht sagt euch Good Life noch nicht wirklich viel, aber dafür dürfte euch Cursive, die zweite Band von Tim Kasher was sagen. Good Life stellen eher das Gegenstück zu Cursive dar, ruhige Melodien , viele Instrumente treffen auf die grossartige Stimme Tim Kasher, die oft mit der von Robert Smith verglichen wird.

Mรคrz 12th, 2007
Auf ihrer ersten und einzigen USA Tour war es mir vergönnt, die mir bis dato unbekannte Band Gertrude aus London in San Franciscos Covered Wagon zu bestaunen, und gestaunt habe ich wirklich. Kaum hatten die Frauen die Bühne betreten, wusste man, dieses Mal würde alles ganz anders werden, diesmal würde alles richtig gemacht werden. Für mich ist die fast nur durch Mundpropaganda bekannte Gruppe von überdurchschnittlich vielseitigen Musikern eine der Ausnahmeerscheinungen der heutigen Musikszene.

Mรคrz 12th, 2007
Rick Sims war der Kopf der Didjits. Die wiederum gibt es schon seit ca. 6 Jahre nicht mehr, aber ich fände es trotzdem sehr gerecht, wenn man ihnen zu mindestens einen Platz in der Rock’n’Roll-Hall Of Fame anbieten würde. 1994 gab Rick Sims ein kurzes Intermezzo als zweiter Gitarrist bei den Supersuckers, aber dann war es lange ruhig um den Mann.

Mรคrz 11th, 2007
„SHADOW OF A DOUBT/IM SCHATTEN EINES ZWEIFELS“
„Wir trafen uns an der Ecke Murray Street und Broadway in Downtown New York City. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite der City Hall, direkt vor dem Zeitungsstand. (Der kleine in nördlicher Richtung auf der nordwestlichen Ecke.)

Mรคrz 11th, 2007
diese band könnte ihnen gefallen, wenn sie swing kids, heroin, antioch arrow, the locust, neurosis und kirchen-georgel schon immer gut fanden.

Mรคrz 11th, 2007
…im kampf gegen die unwissenheit
Tja, so kann es gehen. Da geht man auf ein konzert (in diesem falle war es Fugazi in Nürnberg), sieht eine band (klar, Something Like Elvis), die einen reichlich begeistert und zwar so sehr, dass man gleich ein interview ausmacht.

Mรคrz 11th, 2007
โฆund die Reise ins Ich
Lang ist es her, dass wir uns richtig unterhalten haben. Dass wir über unsere ängste und über unsere Wünsche sprachen, über all das, was dort tief in uns schlummertโฆ

Mรคrz 11th, 2007
Social Distortion sind nun wirklich keine Newcomer, brauchen also auch keine grosse, lange Einführung. Trotzdem sollte gesagt werden, dass ihr neues Album „White Light White Heat White Trash“, nach den letzten beiden zu kraftlosen Platten, wieder richtigen Punkrock enthält.

Mรคrz 11th, 2007
Wer oder was verbirgt sich hinter Freecore? Wer macht was?
Sascha: Wir organisieren Freecore Records zu zweit. Das ist zum einen der Nils und halt ich (Sascha). Wir haben keine direkte Aufteilung. Irgendwann haben wir mal gesagt, dass Nils sich mehr um den Distro kümmert und ich mich mehr um das booken der Shows. Wie immer kommt alles anders im Leben und so ergab es sich, dass wir uns die Sachen teilen die anfallen. Keiner legt den Schwerpunkt seiner Arbeit 100%ig fest. Was das arbeiten auch interessant hält. Verstehen tun wir uns als D.I.Y. – Subkultur Label.

Mรคrz 11th, 2007
Man rechnet auf der Pop Komm ja schon damit, die ein oder andere Persönlichkeit zu treffen; dass ich aber gerade das FLIEHENDE STüRME und CHAOS Z Mastermind Andreas Löhr bei diesem lauten und hektischen Stelldichein des Musikbusiness antreffen würde, hätte ich wirklich nicht erwartet. Der mittlerweile 30jährige hat die deutsche Punkszene schon seit frühester Jugend entscheidend mitgeprägt.

Mรคrz 11th, 2007
„Melodic Punk is not dangerous anymore“, sagt Jay Bentley, Bassist von Bad Religion und damit wohl Grossonkel dieses Genres. Es habe eine Zeit gegeben, da hätte ihm Melodic Punk die Nackenhaare aufgestellt, heute schaue er nur noch auf die Uhr. Keine guten Vorzeichen für Snitch, eine junge Melodic Punk-Band aus der Schweiz, könnte man meinen.

Mรคrz 11th, 2007
Was wären wir doch ohne die Unterhaltungsindustrie? Ohne die Vielzahl an täglich neu erscheinenden, prächtig schillernden Angeboten aus der Warenwelt des Spektakels? Angeekelte armseelige kleine Würmer, die morgens nach dem Aufstehen beim Blick durchs Küchenfenster nur Fragezeichen im Geäst der Bäume sehen?

Mรคrz 11th, 2007
Noch ein Interview, das es fast in die Drogen-Ausgabe geschafft hätte – auch wenn es gar nicht so geplant war. Jeff Ott, Sänger und Gitarrist von Fifteen, ist einer der offensten Menschen, die ich je bei einem Interview erlebt habe. Ob es um seine Drogensucht (er ist seit Jahren clean), den Selbstmord eines engen Freundes oder um politische Themen geht, der Amerikaner antwortet auf alles.

Mรคrz 11th, 2007
Vor nicht allzu langer Zeit, es war ein Freitag abend, sassen wir zu hause rum und wussten nicht so recht, was der Abend bringen würde. Einem Stadtmagazin entnahm ich, dass im Schlachthof Wiesbaden, eh einem der angenehmsten Konzertorte in D-land, Fireside spielen würden.

Mรคrz 11th, 2007
Eigentlich ist das verwunderlich: Als Anfang Februar überall die Plattenkritiken über das neue Album von Smoke Blow, ‚German Angst‘ betitelt, erschienen, gab es nur Lobeshymnen. Egal, ob im sonst so trendigen Indieheftchen, dem hochkommerziellen alternative Magazin oder im Punkrock-Fanzine – die Platte wurde überall abgefeiert.

Mรคrz 11th, 2007
Kommen wir nun zur Kategorie „übermässig tätowierte junge Männer, die hyperventilierend in ihren Leibchen zappeln“. Da hätten wir zum Beispiel Every Time I Die aus Buffalo, NY: Auf deren jüngstem Album, dem zweiten, schreibt jemand mit Blut menetekelnd „Hot Damn!“ an die Wand und fabriziert einen Sound, zu dem das innere Auge Schlagzeilen wie Psychopathischer Rasenmäher hinterlässt Spur der Verwüstung und Ich wusste, das Crack war schlecht produziert.

Mรคrz 11th, 2007
Durch ihre häufigen Gastspiele in der letzten Zeit und ihrer netten Bühnenshow dürften Turbo Negro den meisten von euch bekannt sein. Auch Glucifer, die beim letzten Mal als Vorgruppe fungierten, werden einige kennen. Beide Bands sind Teil der momentan florierenden skandinavischen Asso-Punkrock-Welle.

Mรคrz 11th, 2007
Enfold sind ohne Frage eine der Bands, die hierzulande gezeigt haben, was in musikalischer und textlicher Hinsicht ohne stumpfes Kopieren bewährter amerikanischer Muster an Ausdruck und Intensität erreicht werden kann.

Mรคrz 11th, 2007
Das hat mich schon lange beeindruckt, was es für eine gute finnische Hardcore-Szene gibt. Es ist ja nicht so, dass ich heutzutage noch viel Hardcore hören würde – ganz im Gegenteil, die meisten Bands, die ich unter diesem Begriff zusammenfassen würde, sind ziemlich langweilig. Endstand nicht. Endstand absolut nicht. Die Finnen darf man sogar ganz locker als eine der besten Hardcore-Bands zurzeit bezeichnen.ย

Mรคrz 11th, 2007
Axel meinte neulich im auto zu mir: DIE KLINGEN WIE FRüHER. WER IS`n DAS? end on end sagte ich ihm. nur dass sie gar nicht von früher sind, sondern endlich mal wieder frischen wind in die von jimmy eat world und promise ring verseuchten emo gewässer bringen. ihren band-namen einem alten rites of spring titel entliehen, ist die musikalische richtung somit zu einem nicht unbedeutenden anteil auch schon vorbestimmt.

Mรคrz 11th, 2007
Das Ganze soll(te) ja schön pathetisch werden, also dachte ich mir, eine Unterzeile unter den Bandnamen könne nicht schaden. Double A Rec. hatten ja mal eine Compilation mit der Linie ‚Going nowhere slow‘. Ja, das würde passen. Eine andere wäre gewesen: ‚Blaupause einer Band‘.

Mรคrz 11th, 2007
รber das Longplay-Debut der Berliner Band SLICK möchte ich keine grossen Worte verlieren, denn eine Kommentierung ergibt sich im Verlauf des Interviews.
