Mรคrz 12th, 2007
Hardcore – New York – Volume XYZ
Und noch eine Band, die es uns aufnötigt, ihre Existenz zur Kenntnis zu nehmen, ihre Musik zu hören, diese zu beschreiben, sie einzuordnen in den nahezu unüberschaubaren Komplex „Hardcore-Musik des 20. Jahrhunderts“, und sie schliesslich zu beurteilen.

Mรคrz 12th, 2007
„FUGAZI? SOWAS WüRDE ICH ABER NICHT ALS PUNKROCK BEZEICHNEN!“ (Lily Wolf)
Ein kleiner Club irgendwann in den 60ern, irgendwo in den USA. Rock`n`Roll hat mit Elvis nun endlich auch sein eigenes Kitschgrab geschaufelt und die BEATLES erobern die Herzen der weissen Mittelklasse. Doch in diesem besagten Club ist davon nichts zu spüren.

Mรคrz 12th, 2007
kürzlich haben ein paar alte straight edge säcke aus new york nach 9 jahren mal wieder ein album veröffentlicht.
recently, some old straight edge guys from New York have published an album after 9 years.

Mรคrz 12th, 2007
…We`ll sit out on the porch and play records through an open window. We`ll talk about Rockville and the countless years we`ve wasted. What`s your favorite Uncle Tupelo Song? We`ll talk about your job, I know you hate your boss… (Porch Life)
GAINESVILLE, FLORIDA, USA, PLANET EARTH… hatten wir doch schonmal sagst du? mehrfach sogar? nun, dann sollte dir einer der nun folgenden namen ja ein begriff sein:

Mรคrz 12th, 2007
Vor einigen Monaten fragte mich mein Kumpel Dominik, ob ich eine französische Combo namens T.V. Killers kennen würde. Da ich dies verneinte, er aber den Eindruck machte, ich würde etwas verpassen, lies ich mir von ihm deren Album „Adrenalin Fix“ geben.

Mรคrz 12th, 2007
… gibt es seit 1999, gegründet aus Langweile und sicherlich jeder Menge Spass an der Musik. Sie sind eine der wenigen deutschen Ausnahme-Bands in der Tradition von DACKELBLUT, OMA HANS aber auch den BOXHAMSTERS oder EA 80. Keine stumpfen Parolen also, sondern richtig gute Musik.

Mรคrz 12th, 2007
1986 – das erste TRUST erscheint. Die deutsche Hardcore-Szene liegt noch in ihren Anfängen. Einige von Euch werden sich noch lebhaft erinnern und ein paar sentimentale Tränen nicht unterdrücken können, für andere hatte da der Ernst des Lebens noch nicht mal ansatzweise begonnen.

Mรคrz 12th, 2007
True North / dave, ryan, matt, mark
LETS PLAY MUSIC!
Wieder Gainesville, wieder No Idea, wieder RAD! True North beehrten an diesem regnerischen Tag Ende März diese namenlose norddeutsche Provinzmetropole mit 238.000 Einwohnern. „Somewhat Similar“ ist passend zur Tour rausgekommen und meistert den schmalen Grad zwischen Eingängigkeit und Langeweile perfekt. Am Besten einfach mal reinhören, am allerbesten gleich kaufen.!

Mรคrz 12th, 2007
„I gotta leave this town before I die, I wanna burn it down just for spite, there`s nothing here but pain in my soul, why hold back, kill yourself, take the blade, do it clean, do it fast, let it bleed, like Christ I rise above, I`m pissin` down all my love, I wanna be the one to end your life, a blind imbecile, the angle of light mister“
(„Kill Yourself“/TEMPLE OF THE MORNING STAR-LP)
„Und der Rabe ruehrt sich nimmer, sitzt noch immer, sitzt noch immer
Auf der blassen Pallsabueste die er sich zum Thron erkor.
Seine Augen traeumen trunken wie Daemonen traumversunken;
Mir zu Fuessen hingesunken droht sein Schatten tot empor.
Hebt aus Schatten meine Seele Je sich wieder frei empor? -Nimmermehr – oh, nie du Tor!“
***
Unmengen an Vinyl sind seit Ende der 60er mit dem Ziel gepresst worden, Impressionen menschlicher Absurditaet in Musik verpackt unters Volk zu bringen. Von „I Wanna Be Your Dog“ und „Sympathy For The Devil“ bis „My Ass Bleeds For You Sincerely“. Einiges davon war durchaus Ausdruck einer den eigenen Seelenzustand doku-mentierenden Geisteshaltung und somit, neben allem provakotionsgeschuldetem Unterhaltungswert, ergreifend, weil ehrlich aus den eigenen Gedaermen heraus ans Licht des Tages befoerdert.

Mรคrz 12th, 2007
Brian Cook bass/keyboards
Steve Snere vocals
Jesse Robertson keyboards
Joe Preston drums
Ryan Frederiksen guitars
Stuetzpunkt: Seattle, WA, USA, Erde
AVANDHARDE NOT AVANDGARDE
….this is meant to hurt you, THESE ARMS ARE SNAKES derzeitige EP auf Jade Tree, ist genau die richtige antwort auf diese gequirlte und doch überall abgefeierte musikalische abtreibung namens Mars Volta. TAAS nämlich demonstrieren eindrucksvoll, wie man die bande vormals renommierter bands hinter sich lässt, um kreativität auf einem höheren level gänzlich neu zu definieren, ohne in endloses selbstverliebtes hippietum mit stadionrock ansätzen zu verfallen.

Mรคrz 12th, 2007
Seit zehn Jahren nun tummelt sich die Terrorgruppe in der deutschen Punk-Szene. Gerade für die Jüngeren sind sie so ne Art weiche Einstiegsdroge in die Welt der Iroträger und liebevoll gestalteten Nietenjacken. Für viele der älteren sind sie nur Fun-Punks mit Zahnspangen-Humor.

Mรคrz 12th, 2007
Tephra aus Braunschweig sah ich das erste Mal im Trierer Exhaus und wurde Live weg geblasen. Sie sind eine Band, der man ab dem ersten Song auf der Bühne ansieht, dass sie Spass an ihrer Musik haben und diese Musik auch gerne Live spielen – etwas meiner Meinung nach nicht selbstverständliches.

Mรคrz 12th, 2007
Anfang Oktober letzten Jahres spielten die Teen Idols im Schlepptau von NoFX in einer ziemlich ungastlichen, bürgerhäuslichen Mehrzweckhalle nahe Frankfurt. Das Konzert war Dank NoFX ausverkauft, und das Durchschnittsalter der anwesenden Konzertbesucher erwartungsgemäss bedrohlich an der Grenze zur Illegalität, hätte sich ein „altes Mädchen“ wie ich an einem jener Bubis vergreifen wollen und damit der Verführung Minderjähriger schuldig gemacht. Es war auch mal wieder ein soziologischer Genuss, zu beobachten, was es mit dem Hardcore-Nachwuchs auf sich hat.
At the beginning of October of the last year the Teen Idols played in the towrope of NoFX in a quite unhospitable, civil-domestic multipurpose hall close to Frankfurt. The concert was sold out thanks to NoFX, and the average age of the present concert-goers was as expected menacingly on the border to the illegality, an „old girl“ like myself who would have wanted to make out with one of those sonnies would have been guilty to the seduction of persons under age. It also was once more a sociological pleasure to observe what the hardcore younger generation is all about.

Mรคrz 12th, 2007
Es ist doch wieder mal richtig schön, wenn eine Band daherkommt, die nun wirklich alles andere als neue Musik macht und man die Platte trotzdem mag. Normalerweise gehen bei mir ja immer die Alarmsignale an, wenn die Beschreibung „Oldschool Hardcore“ fällt, weil das meistens mit der Beschreibung „New York Hardcore“ eingeht.

Mรคrz 12th, 2007
Es bot sich mir an einem unspektakulären Montagabend, die Gelegenheit ein Interview mit den Jungens von KEROSENE 454 zu machen. Das klingt soweit alles ganz gut. Fakt war nur, dass ich bis zu diesem Montagabend noch nie etwas oder überhaupt von dieser Band gehört habe. Da ich mir vorstellen kann, dass es 98% der TRUST -lesenden Restbevölkerung genauso geht, ist das schon Grund genug eine kurze Durchleuchtung und Begutachtung der Band vorzunehmen.

Mรคrz 12th, 2007
So ein Telefonat nach Japan ist schon eine Wissenschaft für sich. Ich könnte jetzt seitenlang darüber referieren, welch erhebliche Unterschiede es bei den Telefongesellschaften und ihren Gebühren gibt – und welche Voraussetzungen gemacht werden, damit man überhaupt in den Genuss der billigeren Tarife kommt.

Mรคrz 12th, 2007
Als Juno im Frühjahr in Berlin spielten und wir die Musik als „Emocore“ beworben hatten, führte das am Abend zu längeren, wenn auch freundschaftlichen Diskussionen mit Sänger Arlie Carstens. Arlie mag eigentlich überhaupt keine Stilbezeichnungen – aber im gleichen Moment ist ihm klar, dass die notwendig sind, damit überhaupt Leute kommen, um sich eine unbekannte Band anzusehen.

Mรคrz 12th, 2007
Köln kann sich glücklich schätzen als „pretty important city to play“ von der Jon Spencer Blues Explosion auserkoren worden zu sein. Es führte also kein Weg daran vorbei, sich am 26.04.97 dorthin aufzumachen, um die Blues Explosion im Rahmen ihrer Grossstadt-Gigs-Tour quer durch Nord- und Südeuropa bei ihrem einzi-gen Auftritt in Deutschland zu sehen und vor das Aufnahmemikro zu bekommen.

Mรคrz 12th, 2007
Auch wenn ich kurz nach Bestätigung des Termins erste geschäftliche überlegungen der Sorte „Wem kann ich dieses Interview vielleicht noch verkaufen?“ tätigte, ist das hier eher eine persönliche Geschichte. Weil ich als kleiner Zwangsdienstleistender einmal im Plattenladen stand und feuchte Knie und Schweissausbrüche und einen zitternden Schritt bekam, als ich das erste Mal „You’re Living All Over Me“ hörte.

Mรคrz 12th, 2007
Da gibt es tatsächlich mal ein Konzert, um dessen Besuch mich Freunde und Bekannte beneiden: Dass Jello Biafra live zusammen mit einer Band auftritt, ist ein höchst seltenes Ereignis – so selten, dass die wenigen Menschen, die ein solches Konzert gesehen haben, meist so alt sind, dass sie noch die Dead Kennedys miterlebt haben.

Mรคrz 12th, 2007
Einige Dinge scheinen unumstösslich, wie die Langeweile einer neuen Poppunkscheibe, die inzwischen weder gut produziert sein muss, um die Charts zu stürmen, noch mehr als eine Melodie-linie beinhalten muss.

Mรคrz 12th, 2007
Jawbox werden die meisten Leute kennen und die meisten mögen. Das ist ja nun auch nicht allzu schwer, schliesslich sind sie aus Washington D. C., waren auf Dischord und machen einfach gute, mitreissende Platten. Pünktlich zum beschissensten Sommer, den dieses Land seit 500 Jahren gesehen hat, bieten uns Jawbox zumindest einen guten Grund, Zuhause zu bleiben, nämlich ihre neue LP.

Mรคrz 12th, 2007
JAPANISCHE KAMPFHöRSPIELE machen das, was ihnen Spass macht. Dabei wird nicht grossartig geplant, sondern spontan entschieden. Schlagzeuger Christof sagte einmal: „Kontrolle ist gut, überraschung ist besser – das ist JAKA-Style.“

Mรคrz 12th, 2007
Jahre später erzählte mir Jello Biafra, wie ihn Ende der Siebzigerjahre der Berliner Fernsehturm so nervös gemacht hat, weil er sich ständig beobachtet gefühlt hat. Die Vorstellung des amerikanischen Rucksacktouristen, dessen Karriere mit den Dead Kennedys damals noch bevorstand, ist gar nicht so abwegig.

Mรคrz 12th, 2007
Dass ich mit dieser band mal ein interview machen würde, hätte ich mir vor ein paar jahren sicher auch nicht träumen lassen. Ich kann mich nämlich noch gut daran erinnern, wie mir seinerzeit Florian Fairplay mal einen vinyl release in die hand drückte, der vor allem durch seine liebevolle optische gestaltung auffiel. Muss irgendein krudes zwischenformat gewesen sein. 8″ oder 9″, keine ahnung.
