August 28th, 2019

PUNKSTELLE aus # 181, 2016

Posted in interview by Jan

„Die Punkstelle soll einfach ein Multiplikator für die lokale Punkrock-Szene in Köln/Bonn und Umgebung sein. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger.“

Sozusagen als Nachschlag zu meinem Interview mit der Rhein-Main-online-Terminseite Copyriot gibt es jetzt ein Interview mit Niels von der Kölner Punkstelle. Die Punkstelle ist ein online-Kalender mit allen wichtigen Punk-HC-Konzerten im Kölner Raum bzw. Rheinland. Es gibt aber nicht nur AJZ-Gigs, sondern auch grosse Konzerthinweise wie z.B. AC/DC.

August 28th, 2019

CONTRASZT Records aus #181, 2016

Posted in interview by Jan

„Punk ist nix, was du in der Musikschule lernen kannst.“

Contraszt! Records

Das Kölner Label wird von Philip betrieben; er ist ein umtriebiger und aktiver Mensch, mit dem ich mich nur zu gern über sein Label, seinen Mailorder und seine Bands und Punkrock im Allgemeinen und Speziellem austauschte. Möglicherweise kennt und schätzt ihr das Label bereits? Oder ihr hört und lest den Namen zum ersten Mal, dann sagen euch vielleicht die Bands aus der Label-Diskografie etwas? Ich möchte mich angesichts der spannenden Dinge, die Philip zu sagen hat, hier nicht mehr gross rumerzählen, letยดs go! Unterstützt dieses kleine aber feine Label.

August 28th, 2019

META MATTER RECORDS aus # 179, 2016

Posted in interview by Jan

„Weißt du, wenn ich als Teenie losgezogen bin und mir Platten von den SPERMBIRDS, FUGAZI, DEAD KENNEDYS, SUICIDAL TENDENCIES usw. gekauft habe, da sahen die Platten folgendermaßen aus: das Vinyl war dünn, vielleicht schätzungsweise 120g, die Cover waren in einer normalen Stärke und die Vinylfarbe war schwarz. Du bist heim gekommen und hast das Zeugs bis zum Abwinken angehört. Das war alles unwichtig. Du hast dir um so was nicht mal einen Kopf gemacht. Denn die Musik und die Texte waren geil. Das hat mich halt geprägt. Mal so gesagt: wenn heutzutage ยดne Platte ยดne schöne Verpackung hat oder ยดne schöne Vinylfarbe, gefällt mir das natürlich auch. Aber ich glaube, es wird maßlos übertrieben in der Hinsicht heutzutage.“

Meta Matter Records ist ein neues und dementsprechend frisches HC-Punk-Doom-Sludge-Label aus Karlsruhe. Betrieben wird es von Lena und Stef, die beide auch bei Flight 13 Duplication arbeiten. Stef könntet ihr als Gitarrist diverser geiler Bands auf dem Schirm haben, so musziert er u.a. bei der HC-Punk-Band Diavolo Rosso (die ich für eine alte Trust-Nummer vor Jahren interviewte), bei den Doom-Sludgern von Ghost of Wem und bei der extrem Doom-Kappelle Black Shape of Nexus. Lena spielte einst Gitarre bei den wundervollen THE F.A. aus Giessen…

August 28th, 2019

ROOKIE RECORDS aus # 182, 2017

Posted in interview by Jan

โ€žEs ist wie im richtigen Leben. Kaufe ich bei amazon oder eben nicht. Die Puristen finden es vielleicht schon verwerflich, dass es neben LP/CD die Platten auch als Stream oder Download gibt. Das kann ja jeder für sich entscheiden, wie konsequent man sein möchte. Ich überlege mir das immer sehr gut. Als ich den Schritt vom Hobby zum Beruf machte, hatte ich schon Bedenken, dass mir die Leidenschaft verloren gehen könnte. Das ist aber nicht der Fall. Ich liebe Musik, höre eigentlich jeden Tag Musik und gehe auch mindestens einmal die Woche auf ein Konzert.โ€œ

Was haben Bands wie Die Aeronauten, Bambix, Frau Doktor, Love A, Pascow, Steakknife, Hard-Ons oder die Spermbirds gemeinsam? Richtig, Tonträger von ihnen wurde all mal auf dem Label Rookie Records veröffentlicht. Jürgen Schattner gründete 1996 das Label für seine damalige Band Attention Rookies! und führt das Label heute in Hamburg. Er war allerdings lange vor dem Label schon in der Szene aktiv, deshalb ist ein Interview mit ihm längst überfällig, denn ich bin Fan von seinem kreativem Schaffen (er musiziert auch noch bei u.a. der Walter Elf mit), ich schreibe für ein Fanzine, deshalb dieses Interview. Es ist lang geworden, deshalb hier kein weiteres Gesabbel mehr.

August 28th, 2019

LEFTOVER CRร„CK aus #120, 2006

Posted in interview by Jan

Leftöver Crack

„you can do the interview now, but Stza is in a weird mood, so I donโ€™t know whether it’s gonna work out alright“

Die Band kommt etwa eine oder zwei Stunden zu spät am Konzertort an, parkt im Halteverbot auf der gegenüberliegenden Strassenseite und beginnt frenetisch, ein paar Instrumente und viel, viel Merchandise über die Strasse zu schleppen. Ein mit reichlich debilen Tattoos geschmückter, ausgemergelter Crusty dreht in der Straßenmitte um, geht zurück und beginnt frenetisch, nach einer anderen Baseballmütze zu suchen. „I need the LICE cap, I need the LICE cap“. Eben eine mit ‚police‘ Aufnäher und übermaltem ‚po‘, ihr versteht schon.

August 28th, 2019

FLIGHT aus #143, 2010

Posted in interview by Jan

Trust: What are your future plans?
Flight: Get high.

Interview mit Flight (Mississippi, USA)

Flight klingen, wie wenn Hasil Adkins die Cramps covert, derweil diese gerade Flipper nachspielen. Armin / X-Mist Records hatte mir diese neue Band empfohlen und mich auch beim Interview unterstützt (danke noch mal), die Band ist heiß und neu. Noch die Beschreibung aus der X-Mist-Liste zu der neuen Ten Inch und ihr wisst Bescheid: โ€žNach zwei Singles auf HoZaC und SWEET ROT RECORDS, gibtโ€™s hier 4 weitere Songs der One-man band FLIGHT aus Mississippi โ€“ und was für welche! Gnadenlos verzerrter und knalliger LoFi-Punk, mit einem mitreißenden Kick und Ohrwurm-Qualitäten. 90er-Jahre Fuzz trifft auf Glam-Punk, die perfekte Kombination aus JESUS & MARY CHAIN mit CHEAP TRICKโ€ฆ oder so? Jedenfalls das Beste aus der ganzen LoFi-Ecke!โ€.

August 28th, 2019

Nels Cline aus #119, 2006

Posted in interview by Jan

Nels Cline

Zuerst hörte ich Nels Cline auf den Solo-Platten von Mike Watt. Ganz unprätentiös spielte er markante Linien mit seinem charakteristischen singenden Ton, schuf harsche Schraffuren, schien beinahe alles zu können. Dann bekam ich durch Zufall zwei Alben seines eigenen Trios und eines mit Thurston Moore. Mehr Facetten wurden hörbar. Mit Moore improvisierte er frei, mit dem Trio ließ er fast nichts aus, was an Jazz aufregend war und sprengte überdies die Grenzen des Genres mit Leichtigkeit.

August 28th, 2019

CIVIL VICTIM (#153, 2012)

Posted in Allgemein by Jan

โ€žWenn die Turnschuh-Crew ihr Affenballett abzieht, ist das witzig. Oder wenn Empowerment in ACAB-Outift โ€žBullenschweineโ€œ covern und vom Widerstand im Kollektiv singen. Oder wenn Ray Cappo beim Rumspringen der Dödel rausfällt. Alles super.โ€œ
Interview mit CIVIL VICTIM

Ihr müsst das so sehen: wir hören alle längst nicht mehr HC-Punk, sondern widmen uns John Coltrane, Sun Ra, lauschen den avantgardistischen Klangkompositionen von John Cage und wenn unsere Subskription der Texte zur Kunst abgelaufen ist, dann gibt es erst mal drei Monate Kunstmuseum Amsterdam Verbot! Aber manchmal, in dunklen Stunden, wenn der Kühlschrank nicht voller französischen Weißwein ist und die JP Sartre-Lektüre zu sehr anstrengt, dann brauchen wir natürlich wieder unser echtes Lebenselexier: HC-PUNK. Nix verstanden?

August 28th, 2019

SOUNDS OF SUBTERRANIA RECORDS aus #129, 2008

Posted in interview by Jan

Oft erscheint es müßig, sich über diejenigen, die Tonträger verlegen, Gedanken zu machen, agieren sie sowieso nur als Mittelsmänner und sind beliebig austauschbar. Manchmal gelingt es jedoch Labelbetreibern, ein eigenes Genre mitzuentwickeln, was auch nach dem Zenith der Veröffentlichungen als Blaupause für diese Richtung von Musik steckt. Dies wurde von mittleren bis größeren Unternehmen erreicht, ob man da nun an Subpop oder Lookout denken mag, die Liste könnte jeder hier aus dem Stehgreif um Seiten füllen.

August 28th, 2019

FRANK BOLZ (#144, 2010)

Posted in interview by Jan

โ€žKommt vorbei und bringt Gehörschutz mit, wenn ihr Wimps seidโ€ฆโ€œ
Interview mit dem EA80 Mischer und AJZ Bahndamm Wermelskirchen Soundmann Frank Bolz

Der AJZ Bahndamm in Wermelskirchen (mitten im nirgendwo im Bergischen Land zwischen Remscheid, Leverkusen und Wuppertal) war als Ort meiner (nicht nur musikalischen) Sozialisation seit 1992 schon ein paar Mal Thema im Trust. 2006 fand dort auch ein Trust-Redaktionstreffen statt, umrahmt von einem Konzert mit Ideoblast, Schwarz auf Weiß und Quest for Rescue.

August 28th, 2019

BIG ROCK aus #147, 2011

Posted in interview by Jan

Leatherface, Cockney Rejects, Adolescents, Paperchaseโ€ฆ
Interview mit Tourfahrer BIG ROCK

Viele Booker und Konzertveranstalter in Europa kennen ihn, den freundlichen gedrungenen ex-Los Angelianer namens Chris alias Big Rock, der in Prag sein Hauptquartier aufgeschlagen hat und seit Jahrzehnten Bands durch Europa fährt. Am bekanntesten ist er wahrscheinlich für seine Tätigkeit als Fahrer für Leatherface.

August 28th, 2019

CHAOZE ONE (#120, 2006)

Posted in interview by Jan

CHAOZE ONE
Autonome-Bewegung und Hip Hop-Kultur lassen sich für die meisten Menschen nur schlecht unter einen Hut bringen: Zu groß scheinen die Unterschiede, zu viel โ€“ berechtigte โ€“ Vorurteile verbreitet.
Das es auch anders geht zeigt CHAOZE ONE aus Karlsruhe.

August 26th, 2019

SLEATER KINNEY (#119, 2006)

Posted in interview by Jan

SLEATER-KINNEY + Feminismus = Gerücht?

Benannt nach einer Ausfahrt bei Olympia, dem Hauptsitz der amerikanischen Riot-Grrls wurden Sleater-Kinney schnell in einen Topf mit Bands wie Bikini Kill geworfen. Spätestens mit dem Wechsel von Kill Rock Stars zu Sub Pop im Jahre 2005 beweisen die drei Frauen jedoch, dass sie erwachsen geworden sind. Gitarristin Carrie Brownsteins unenthusiastische Herangehensweise an dieses Interview stellt klar, dass die Band sich sehr von ihrem Frühwerk distanziert.

August 26th, 2019

924 GILMAN STREET (#193, 2018)

Posted in interview by Jan

Interview mit Jesse Townley* bezüglich der 924 Gilman Street in Berkeley
* früherer Gilman-Aktivist bzw. Gilman Fundraising-Komitee-Mitglied, momentaner Status: einfacher Supporter

In der Trust-Ausgabe # 184 vom Juni/Juli 2017 interviewte ich zwei Mitglieder des Punk-HC-Kollektivs vom New Yorker โ€žAJZโ€œ ABC NO RIO. In der dortigen Einleitung kündigte ich schon ein Interview mit der 924 Gilman Street in Berkeley in der Bay Area an. Wir erfuhren ja vom ABC NO RIO, dem neben der 924 Gilman Street zweibekanntestem AJZ der USA, schon, dass das ABC NO RIO langsamer in deren historischer Entfaltung und von der Aktivisten-Masse kleiner als die 924 Gilman Street ist (übrigens, der Name ist einfach nur die Adresse des Ladens in Berkeley).

August 26th, 2019

HUMAN ABFALL (#189, 2018)

Posted in interview by Jan

HUMAN ABFALL

โ€ฆ CAN, BLACK FLAG, RAZZIA, NEU!, FEHLFARBEN, Sun Ra, INFEST, JOY DIVISION, HรœSKER Dรœ, Bob Dylan, John Coltrane, VELVET UNDERGROUND, Neil Young, MONSTERS, WU-TANG CLAN, CRAMPS, Nick Cave, KRAFTWERK und THE JESUS AND MARY CHAINโ€ฆ

Es ist eigentlich total sinnlos: die Stuttgarter Post-Punk-Band Human Abfall war schon im Plastic Bomb und Ox, es gab Besprechungen, Features oder Tour-Präsentationen in der โ€žSpexโ€œ, im โ€žMusikexpressโ€œ, der โ€žtazโ€œ, der โ€žintroโ€œ, der โ€žVisionsโ€œ, der โ€žZeitโ€œ, der โ€žSpiegelโ€œ, warum jetzt auch noch im Trust? Ja ganz einfach, weil das euch hier vorliegende Material einfach das beste Gespräch aller Zeiten ist Smiley.
Ok, der echte Beweggrund ist jedoch folgender: ich war in einer größeren Reisegruppe auf dem holländischen Roadburn-Festival 2009 oder 2010 für einige Tage.

August 23rd, 2019

RAKETENHUND (#104, 2004)

Posted in interview by Thorsten

der RAKETENHUND ist eine band aus braunschweig.
ich muss sagen das ich nie besonders viel für diese stadt, geschweige denn für bands aus dieser stadt übrig hatte, aber wer den RAKETENHUND einmal hört, wird vollends von der truppe überzeugt sein.
schon der name macht symphatisch, eine rakete ist schnell, kann zerstören und ein hund kann scheissen, ein RAKETENHUND kann also diese stadt schnell zerstören und drauf scheissen.
nein, im ernst, die band stellt sich die aufgabe, ihren deutschsprachigen texten ein höheres niveau als den allbekannten ansagen zwischen „(d)englischen“texten zu verpassen und das gelingt ihnen auch stets, der musikalische aspekt wird dabei natürlich nie vernachlässigt.
nichts lag also näher, als ein Interview und als sich die möglichkeit im rahmen eines TURBOSTAATkonzertes (RAKETENHUND, SWANTJE und BORN TOLOUSE als support) ergab, packte ich sie beim schopf und traf mich mit 4 kompetenten gesprächspartnern zum bier.

August 23rd, 2019

DREW DANIEL (#104, 2002)

Posted in interview by Thorsten

Drew Daniel ist eine Hälfte des San Franciscoer Avantgarde Duos Matmos. Einem Experimental-Duo, das aus Alltagsgeräuschen Musik produziert. Er hat nach zwei herausragenden Maxis und diversen Remixen (u. a. für Björk und Herbert) dieser Tage das erste Album seines Soloprojektes The Soft Pink Truth in die Läden gebracht. Dabei macht es sich der 34 jährige Wahlkalifornier genüßlich zwischen allen Stühlen bequem. Mit anarchischem Humor dekonstruiert er diverse Spielarten und setzt sie augenzwinkernd in einem neuen Kontext wieder zusammen. Glamouröse Schwulen-Disco greift hartem Macho-Hiphop in die Eier.

August 20th, 2019

JOE LALLY (#118, 2006)

Posted in interview by Jan

Es war bestimmt nicht immer leicht für JOE LALLY. Bassist bei der Independent Legende FUGAZI zu sein bedeutete ebenfalls im Schatten der charismatischen Frontmänner Ian MacKaye und Guy Picciotto zu stehen. Nicht das es ihn jemals gestört hätte, aber die Aufmerksamkeit der ร–ffentlichkeit war ganz klar auf die beiden Gitarristen/Sänger gerichtet.

August 20th, 2019

LARRY LIVERMORE (#183, 2017)

Posted in interview by Jan

โ€žโ€ฆhätte es nicht diese eine magische Zeit gegeben, in der ich Operation Ivy live im August 1987 gesehen hatte, dann hätte es wahrscheinlich auch niemals Lookout Records gegebenโ€œ.

Interview mit LARRY LIVERMORE

Wir saßen Mitte der 90er auf einem Berg umringt von Feldern und konnten perfekt in den weiten Horizont schauen. Wir waren zu fünft oder sechst, schmökerten die eine oder andere Zigarette, tranken Wein und Bier und dazu lief Green Dayโ€ฆ Ach ja, die unbeschwerte Jugend. Diese Erinnerung verbinde ich als allererstes mit Lookout Records. Und: es muss 1993 oder 1994 gewesen sein. Ich war 14 bzw. 15 und die geilste Band der Welt waren Operation Ivy. Ich nahm all mein Mut und Geld (schön noch in Dollar gewechselt) zusammen und bestellte bei Lookout im fernen Berkeley, USA u.a. ein OP IVY Shirt, nach Wochen kam es tatsächlich an nebst dem aktuellen Katalogprogrammโ€ฆ das Shirt habe ich auch heute noch, der Katalog hatte eine Zeichnung als Rückseite und hing jahrelang an der Wand.

August 20th, 2019

QUEST FOR RESCUE (#188, 2018)

Posted in interview by Jan

โ€žJa, wir sind durch und durch Gymnasiasten-Punks. Descendents/All, The Replacements, Sensefield, 7Seconds, Bad Religion, Dag Nasty…“

Wissen Sie, es gibt so viele Bands aus den 90er, die gut waren. Manche nennen sich ja auch so, blablabla die beste HC-Punk-Band (oder die einzige) der 90er. Oft nennen solche Leute Bands aus dem gleichen Ort, aus dem sie herkamen. Jeder wie er oder sie will, schätze ich. Für mich persönlich ist es natürlich genauso gewesen, denn für mich gab es als gebürtiger Leverkusener in den 90er nichts Besseres als Quest for Resuce. Das waren, sind und werden es immer bleiben… unsere Moving-Targets-Skate-Core-Punk-Band! Ich denke, die Band ist durchaus auch überregional bekannt.

August 16th, 2019

Ventil Verlag (#196, 2019)

Posted in interview by Jan

Der Ventil Verlag feiert seinen 20en Geburtstag und existiert jetzt fast so lange, wie ich mich für (ernsthafte) Literatur interessiere. So ein Jubiläum ist stets ein guter Grund zurückzublicken, allerdings soll es sich bei diesem Text nicht um einen Nachruf handeln, denn der Verlag steckt voller Tatendrang, vielleicht so viel wie nie zuvor in seiner Historie. Davon zeugt das bereits bekannte Frühjahrsprogramm. Erinnerungen müssen bei einem Jubiläum dennoch gestattet sein und werden an dieser Stelle wohldosiert von den Verlagsmitinhabern Ingo Rüdiger und Jonas Engelmann abgegeben.

August 16th, 2019

Proud to be Punk Fanzine (#196, 2019)

Posted in interview by Jan

Proud to be Punk โ€“ Punk in Sachsen

Das Proud to be Punk Fanzine habe ich tatsächlich erst über mein Mitwirken beim Trust wirklich kennen und schätzen gelernt. Irgendwann befand es sich halt im Stapel der Fanzines, die hier vor jeder Ausgabe herumgereicht werden. Der erste Eindruck ist, es handelt sich um ein klassisches A5er-Zine, wo ein Protagonist auf unwahrscheinlich vielen zusammen kopierten Seiten über sein Leben berichtet, seine Lieblingsbands vorstellt und Besprechungen schreibt.

August 14th, 2019

GERN BLANDSTEN RECORDS (#131, 2008)

Posted in interview by Jan

โ€ฆa fantasy world in my head where music fans are not afraid to like different sounding bands and different sounding music. That is what this whole scene was born and bred onโ€ฆ

Charles Maggio (Gern Blandsten Records)

Immer wenn P. und ich uns in den 90igern im Park trafen, Bier tranken und Rorschach hörten, war uns klar: so was Brutales wie Rorschach, speziell die โ€žProtestantโ€œ, das würden wir nicht mehr erleben. Leckomio! โ€žSkin deep cultureโ€œ, was ist das bitte für ein fucking mosher (danke noch mal flo für das Riff!)! Als ob dir bei lebendigen Leibe die Haut abgesäbelt wird und du willst es noch härter! P. und ich malten uns dann immer aus, wenn wir später mal Kinder haben würden und die uns fragen, was für Musik wir so mit 20 gut gefunden hätten und wir dann Rorschach vorspielen würdenโ€ฆund wir feixten über die sicherlich zu erwartenden verwirrten Mienen, denn wie gesagt, so was brutal-fieses, das würde es kein zweites mal geben.

August 14th, 2019

CAMPARY RECORDS (#114, 2005)

Posted in interview by Jan

Interview mit Armin von CAMPARY RECORDS/ DIE SCHWARZEN SCHAFE

รœber den Konzerteveranstalter im AJZ Bahndamm kam unsere Konzertgruppe in Leverkusen 1999 an ein Konzert mit der schottischen Anarchopunkband Oi Polloi ran. Unser bestes Konzert mit 130 Besuchern โ€“ ok, das Angebot, was ich auf dem Flyer verkündet hatte, von wegen โ€žwer wie sein Sternzeichen verkleidet kommt, kriegt eine Flasche Weinโ€œ wurde โ€žjetzt nicht soo zahlreich wahrgenommenโ€œ, dafür war dann für Konzertgruppe und Besuche genug zu trinken übrig.

August 14th, 2019

ANNHILATION TIME (#123, 2007)

Posted in interview by Jan

โ€žAnd we snuck some underage girl into the show in my bass drum caseโ€
โ€ฆmit ANNIHILATION TIMEโ€ฆ

Auf der Myspace-Seite von AnnihilationTime steht bei der Rubrik โ€œรœber ATโ€ folgendes: โ€žThis one time, a sketchy looking dude named Grugel made us get into a van, got us high and drunk while playing both Black Flag „Slip it In“ and Black Sabbath „Technical Ecstacy“ simultaneously thru a shitty stereo system (the left and rear speakers were completely blown). He then proceeded to touch our privates before handing us flashy but shitty sounding instruments and huge amps and more beer. A few days later we’re rich and too good to play your shitty town. We now tour the country in search of the ultimate shed to whack it behind. โ€œ Alles klar?