Oktober 20th, 2016
Einige haben ja wohl die kurze, kritische Bemerkung in meiner Kolumne aus TRUST # 58 zu den ganzen „Disco-Schlager-usw.“-Partys gelesen. In dem folgenden Essay von Stefan Kleiber werden die Gründe hierfür nochmal in aller Sachlichkeit dargestellt. Prinzipiell ist natürlich nichts dagegen einzuwenden wenn Leute Spass haben – in welcher Form auch immer. Was aber doch bedenklich stimmt, ist die Frage, ob sich Leute auch wirklich bewußt darüber sind welchen „Mitteln“ sie sich bedienen um Spass zu haben.

Oktober 1st, 2016
Don Giovanni Records, P.O. Box 628, Kingston, NJ 08528, Usa, www.dongiovannirecords.com

This is the story of the label from the guy who founded it. Larry is a good story teller and obviously has plenty of story’s to tell. It is a fun read and almost never boring. It is detailed but only as far as going beyond the surface to make things understandable without being to detailed. It begins with a intro – the author tells the story of where he is coming from (Detroit) and how he grew up and other happenings in the pre-Lookout years. The Lookout-story starts in 1985, remember Lookout was a magazine and a band first, before there was the label. The book has 24 chapters, chronological but always focusing on a certain subject. That has not necessarily to do with the label, since Larry was also involved with Gilman street from the beginning plus writing for Maximumrocknroll. But of course the main focus is on label related stuff โ in short, the rise and fall. Livermore has a great way to tell storys, it feels like you know all the characters (wait, some I do know…. so I might be wrong here) and he usually is not trying to „get“ people or make them look bad.

Oktober 1st, 2016
Akashic Books, 232 Third Street, Suite A115, Brooklyn, NY 11217, Usa, www.akashicbooks.com

Churning, apologia, inalienable, intrinsic, venerated, contemplation, sacrosanct, fornication…. you need to be ready to not understand alot of the vocabulary, unless of course you are a native speaker or have a very large โ shall I say academic or better eccentric โ english vocabulary. If you don’t, like me, then it can not be as much fun as it could be to read the book. Alot of the words I would not even use in my native language. But, it is Svenonius, so you know the guy has his style, of course also in writing. Here you find a collection of essays divided in three parts with 16 sub chapters. Not only is the author pro censorship, against Ikea and Apple, he will also tell you about why to be shaved, the rise and fall of college rock, gentrification of punk, historical role of sugar, origins of the internet and many more topics. Some might call this satire and I’m sure that is not completely false, but I would rather call it typical Svenonius-style. It is a mixture of facts and bullshit, so close together that you sometime can not see the line anymore to know what is true or not.

Oktober 1st, 2016
Wilhelm Fink Verlag, Jühenplatz 1, 33098 Paderborn, www.fink.de

Mir war der Autor (Jahrgang 1943) bisher unbekannt, was aber an mir und nicht an ihm liegt, da er schon über 20 Bücher (meist so „klassische“ Philosophie-Themen, würde ich mal als Laie sagen) veröffentlicht hat. Und nun also ein „Manifest des veganen Humanismus“, das klingt groß und ist es auch. Zwar werden Menschen die sich mit der Thematik schon tiefer befasst haben, hier im Kern nicht unbedingt viel dazulernen, das wäre aber zu oberflächlich dahingesagt, denn natürlich geht hier einiges. Immerhin sind dies wohl mit die umfassendsten Forderungen die bisher formuliert wurden und welche dann natürlich auch entsprechend philosophisch dargeboten werden โ hier die Idee in Kurz: „Der Imperativ der ausnahmslosen Entnutzung der Fauna lautet: Niemand darf Tiere zum Zweck irgend einer Nutzung durch den Menschen weder halten, noch züchten, noch töten, noch zum Verzehr bringen, noch verzehren, noch sie dessen berauben, was für ihren eignen Bedarf hervorbringen.“

Oktober 1st, 2016
Taschen, Hohenzollerring 53, 50672 Köln, www.taschen.com

This is the ultimate book about the history of surfing. Period. The sheer format is hard to beat: 32,5 x 8,7 x 48,7 cm with almost 600 pages the hardcover book weights clearly more then five kilos. Nice the fat bookmark with the cut out surfboard glued to it or the 160 cm double foldout that shows the evolution of the surfboard. There is over 900 amazing images, mostly photos, but also posters, stickers, art and other authentic s from over 200 years of surf culture. In late 1778 James Cook and his crew where probably the first Westerners that got in contact with surfing in Hawaii (people did surf long before that…) – that is basically where the book begins. First chapter about the emergence of a sport: 1778 โ 1945, followed by 1946 โ 1961 where more and more people started to surf, 1962 โ 1969 when it became really fashionable, 1970 โ 1986 the industry got big, closing with the final chapter 1987 โ 2015 as surfing and its culture finally took off. In this chronological order you learn everything about the history of surfing.

Oktober 1st, 2016
Lappan, Würzburger Straße 14, 26121 Oldenburg, www.lappan.de

Wer sich in der Cartoonszene auskennt, kann sicher beurteilen ob hier die „namhaften“ Zeichner vertreten sind, das ist aber gar nicht nötig, denn es wird alles geboten vom Strichmännchen bis zu fast fotogleichen Malereien. Polo, welcher das Buch zusammengestellt hat, ist auch – neben seinen über 50 KollegInnen – mit zwei Werken vertreten. Es geht ums Thema Bier, das ist meist total lustig (so lernt man zum Beispiel warum es wichtig ist auch leere Flaschen im Haus zu haben für die Leute die nichts trinken…), oftmals sehr ehrlich und glücklicherweise kaum langweilig. Obwohl ich mit dem Großteil der zum Glück weniger vertretenen Texte nicht so viel anfangen konnte.

Oktober 1st, 2016
Ventil Verlag, Boppstr. 25, 55118 Mainz, www.ventil-verlag.de

Vor gut einem Jahr schrieb ich in der Rezension zu dem Vorgängerbuch „Mexico“ noch: „Ob es jetzt noch weitere Fortsetzungen benötigt wird sich zeigen, sollte dem so sein muss es auf ein anderes Level gehen.“ Nun, hier ist die Fortsetzung, leider nicht auf einem andern Level, sondern genau so wie die ersten beiden Bücher, nur eben diesmal Sri Lankas Küche. Dazu muss ich leider sagen das wir das Mexiko-Buch zwar in der Küche stehen haben, es aber nicht wirklich oft benutzen, weil „das“ beste (für uns) mexikanisch Gericht eben immer das gleiche ist… vielleicht ändert sich das noch, aber ich bezweifle es fast. Wie es mit diesem Buch laufen wird, kann man auch erst entscheiden wenn es einige Monate in der Küche war. Auch hier beschreibt der Autor seine Reise – diesmal nach Sri Lanka, der Text ist mit ein paar eindrucksvollen Fotografien ergänzt.

Oktober 1st, 2016
Ventil Verlag, Boppstr. 25, 55118 Mainz, www.ventil-verlag.de

Der Titel hält was er verspricht. Es wird gezeigt das vegane Ernährung überhaupt nicht teurer ist als nichtvegane โ vorausgesetzt man fällt nicht auf die ganzen verarbeiteten Fertigprodukte der veganen Industrie und deren überteuerten und oftmals alles andere als gesunden Lifestyleprodukten rein. Bolk zeigt auf wie man eine gesunde und vegane Ernährung auch ohne die ganzen Ersatzprodukte hinbekommt. Außerdem gibt er auch massig eher generelle „Spartipps“ zum cleveren Einkauf, zur Lagerung von Lebensmitteln oder auch wie man sie am besten lagert, damit sie nicht verderben. Dazu gibt es Hinweise darauf wie man Sachen auch mal selber machen kann, vom Anbauen bis zum Mundräubern. Das ist alles übersichtlich und verständlich und wohl vor allem für „Anfänger“ geeignet, also Menschen die jetzt erst mit vegan/veggie anfangen und überhaupt noch nicht viel davon wissen โ hierfür ein super Einstieg.

September 21st, 2016
Was haben wir gelacht, vor zwei Monaten war ja die Cd-Release-Party, nach den beiden klasse Bands haben dann noch „wir“ gespielt. „Wir“ hatten gar keinen Namen – wofür auch und „wir“ waren Kai (dr.), Fritz (bs..), Mitch (git) und ich (voc.). Einige Hc/Punk Klassiker gecovert und es hat Spaß gemacht, da wir vom Publikum nicht umgebracht wurden schien es sie hatten auch Spaß – na also.

September 14th, 2016
Viele Jahre nach demย Celler Loch
Celle? Ah, echt ätzend, verdammte Touristenstadt. So etwas hörte man häufig in der Vergangenheit, wenn man Leute auf Celle ansprach. Mich selbst konnte ich vor einiger Zeit von dieser negativen Grundhaltung nicht einmal ausnehmen. Eine grundlegend falsche Einschätzung der Situation war das, wie ich jetzt eingestehen muß. Und wenn es Euch mit Euren Heimatstädten ähnlich geht oder ging, dann bringt das ganze zu Papier und schickt es an das TRUST. Ich fände es sehr interessant etwas mehr über städtische oder regionale Szenen zu erfahren die weit ab des nationalen und internationalen musikalischen Rampenlichtes stehen. Also, hoch die Hintern und los gehtยดs. Ich will, daß das hier ne Serie wird, die sich die nächsten Ausgaben fortsetzt.

September 7th, 2016
TECHNO ยด96
So banal und abgedroschen das Thema für manche inzwischen sein mag, ich fand den Rücklauf an Leserbriefen zu meinem Aufruf im Trust 56 sehr erfreulich und interessant. Besonders gut gefiel mir natürlich, daß Trustleser die Sache anscheinend recht differenziert betrachten. Es gibt keine extremen, d.h. engstirnigen Standpunkte in den Leserbriefen. Sieht so aus, als hätte das Trust die „besseren“ Leser, hähä. Nachdem dies aber eine offene Diskussion, sozusagen eine Mailbox innerhalb des Trust-Netzwerks sein soll (Achtung! Dies ist eine Aufforderung zum Weitermachen!), habe ich nicht vor, mit flüssig-überflüssigem Kommentieren die Zeilen vollzuspülen, sondern beginne mit dem Zitieren der aufgestauten Meinungsflut:

August 31st, 2016
Es war einmal im Herbst des Jahres 1995…
Es klingelte an meiner Wohnungstüre, und diese rassige Blondine von der Deutschen Post AG überreichte mir lächelnd ein kleines Päckchen. Ich atmete dreimal sehr tief durch, und ich blickte der Dame noch lange hinterher. Wann würde ich sie wiedersehen…

August 24th, 2016
Wer im August des Jahres 1995 an dem Wochen-ende der POP-KOMM in Köln (gerade kommt eine Eilmeldung, tschetschenische Rebellen haben die POP-KOMM überfallen und 10000 Geiseln genommen. Sie fordern, jeden Tonträger auch auf Vinyl dem Konsumenten zugänglich zu machen, anderenfalls werden die Geiseln erschossen, Dieter Gorny, Heike Makatsch und der gesamte EMI-Außendienst sind bei der Erstürmung der Messe-hallen umgekommen, GSG 9 und Media Control fahren bereits Panzer auf…) abends durchs TV zappte, konnte auf allen Sendern Berichte von sogenannten „Chaostagen in Oldenburg“ sehen.ย

August 17th, 2016
Wenn Bands wie Beck, Janes Addiction oder auch Babyland in einer Radio Show ein Interview geben oder mal ein Song live einspielen dann ist das wahrscheinlich noch nichts besonderes doch wenn in einer College Radio Station einer katholisch-jesusitischen Privat-Uni in L.A. diese Bands auftreten und eine ganze Show spielen die live on air gesendet wird wäre das ein Grund für uns dort mal anzuklopfen. Da wir zufällig in der Nähe waren (Babyland Interview) und nichts besseres zu tun hatten als zweistunden lang nach einem Konzert zu suchen, das schon längst zu Ende war, nahmen wir uns die Zeit, und haben nachts um elf Uhr bei der Campus-Security (die verdammt locker war) nach einem Interview Termin gefragt. So sind wir dann zu KXLU-Radio gekommen, wie die Jungfrau zum Kind, oder so ähnlich und trafen Danny, den Manager der Station.

August 1st, 2016
Sinecure Books, 2658 Griffith Park Blvd., # 601, Los Angeles, CA 90039, Usa www.sinecurebooks.com

A collection of photos from – to most known as punk rock engineer/producer – Spot. The photos document the punk, skate and beach scene of the South Bay/LA in the late 70’s and early 80’s as seen by him. Forwords by Johan Kugelberg, Ryan Richardson and Spot. Otherwise it is just photos you can concentrate on, if you like to know more there is sort of a „caption index“ in the end, with more info on the photo โ which is sometimes not very much. Anyway, Spot was at the right spot at the right times in order to document the lifestyle of the area at the time. My impression is that most of the photos are very authentic, not each is a mastershot, but be ensured there is some great photos of some great bands/persons/scenes that manage to transport the spirit of the time.

August 1st, 2016
Prestel/Randomhouse, Neumarkter Straße 28, 81673 München, www.prestel.de

Bereits das zweite Buch von Claudia Walde was mich wirklich sehr beeindruckt und noch dazu viel Freude bereitet hat. Die Frau hat einfach super Ideen und weiß die auch gekonnt umzusetzen. Diesmal also Riesen-Graffiti, seit längerem in anderen Kulturformen als Murals bekannt erobern sie nun offensichtlich die ganze Welt. Hier werden 30 Künstler anhand von über 250 eindrucksvollen Fotografien mit ihren Werken vorgestellt. Einleitende Texte stellen die Künstler kurz vor und beschreiben wie so was technisch und planerisch zu verwirklichen ist. Die Landkarte am Ende mit einer Auswahl der besten Groß-Graffitis weltweit zeigt deutlich wie verbreitet diese Kunstform schon ist. Und wegen mir kann die sich auch gern noch gewaltig mehr ausbreiten.

August 1st, 2016
Heyne/Randomhouse Neumarkter Straße 28, 81673 München, www.heyne.de

Bei solchen Büchern ist die einzige Schwierigkeit, wenn man kein Mediziner oder Wissenschaftler ist, zu beurteilen ob das was da drin steht von fachlicher Seite auch stimmt, im Detail. Finde das aber gar nicht so wichtig, weil mit etwas Verstand und Lebenserfahrung kann man in der Regel erkennen ob es totaler Quatsch ist oder eben nicht. Der Autor behauptet das Alzheimer keine Folge des รlterwerdens ist, sondern durch eine Lebensweise verursacht wird die unsere natürlichen Bedürfnisse ignoriert und stattdessen wirtschaftsgerecht ist. Und man demzufolge zum einen die Krankheit vermeiden kann und bis zu einem bestimmten Punkt sogar heilen kann bzw. den Prozess aufhalten und sogar Rückgängig machen. Ob das anhand seiner Beispiele „bewiesen“ werden kann, darüber sollen sich die Experten streiten. Für mich klingt fast alles sehr schlüssig, weil vieles ja auch nichts neues ist. Jeder hat schon mal davon gehört das es gut ist sich zu Bewegen, gesunde Nahrung zu Essen, Stress zu vermeiden und ausreichend zu schlafen sowie eine befriedigende Beschäftigung zu haben.

August 1st, 2016
Ventil Verlag, Boppstr. 18, 55116 Mainz, www.ventil-verlag.de

Hier wurde alles richtig gemacht, schönes Format (24,8 x 2 x 24,8 cm), gebunden, eine Mischung aus interessanten und künstlerisch hochwertigen Fotos, welche extra für das Buch aufgenommen wurden und die O-Ton-Protokolle der Menschen die hinter dem Vinyl stehen begleiten. Zu Worte kommen alle möglichen Spezies: Labelmacher, DJs, Sammler, Presswerkbetreiber, Archivare, Tonstudioinhaber, Musiker, Plattenlädenbesitzer und Produzenten. Dabei ist keine Richtung vorgegeben, mit Indies wird genauso gesprochen wie mit der Industrie, so das eine kurzweilige Mischung herausgekommen ist โ vorausgesetzt man interessiert sich für Vinyl und alles was dazugehört bzw. dazugehören kann.

August 1st, 2016
Akashic Books, 232 Third Street, Suite A115, Brooklyn, NY 11215, Usa, www.akashicbooks.com

From the blurb „…is a music primer for children โ an introduction to the punk revolution, recreated in vivid 3D clay illustrations and told through rhyming couplets…“ First the amazing clay scenes by Yi must be credited, nice art that comes across very detailed and at the same time with a childish vibe โ I’m sure kids will like this and probably sometime their parents too or even more. You get to see a front scene of CBGBs from the early punk days, the Ramones, Iggy Pop crowdsurfing, Punks in London, the Sex Pistols, the Clash, Siouxsie, Blondie, Slits, Germs, Circle Jerks, Descendents, Rollins, Bad Brains, Misfits and Crass (on the same page!).

Juli 26th, 2016
Die „Köpfe Der Tiefen Frequenz“ sind wahrscheinlich nicht die Erfinder vom „Hartkernsprechgesang“ in Deutschland, aber mit Sicherheit gehören sie zu den originellsten Vertretern der nationalen HipHop-Szene und hier in Augsburg sind die drei Jungs eh schon Lokalhelden. Was Sänger Alexander Aukofen, – äh entschuldigung „König Lür“ zum ersten „Köpfe“-Album zu erzählen hat, liest sich wie folgt.

Juli 20th, 2016
In der Schweiz gibts neben Bergen, Kühen und Heidi noch etwas, was vielleicht auch interessant seien könnte. Die Rede ist von Gurd, einer neuen schweizer Band, die nun ihr zweites Album โAddictedโ herausgebracht hat. Beim lesen des Promozettels allerdings überkam mich eine herbe Enttäuschung, (alles drehte sich um Drogen, und war mehr als platt aufgemacht) und es stellte sich die Frage, was man auf Grund eines solchen Promozettels diese Band fragen sollte, zumal man sie zuvor noch nicht kannte. Aber ein zuerst netter Gesprächspartner am anderen Ende der Telephonleitung räumte alle Bedenken aus. Hier nun das Resultat des Gesprächs vom 16.11. des letzten Jahres …

Juli 13th, 2016
Verriegelt Türen und Fenster! Versteckt eure Frauen und Töchter! (Die Männer und Söhne am besten auch.) Die S/M-Bizarr-Sex-Chefband aus France ist in unserem verschlafenen Heimatstädtchen zu Gast. Ein Grund, hinzugehen, zumal sie nicht bloß durch fotografische sondern auch durch musikalische Qualitäten aufzufallen wissen, im Unterschied zu manchen anderen Combos in diesem Genre, die es nur mit Optik versuchen.

Juli 6th, 2016
FILTER, früher Gitarrenstatisten bei Nine Inch Nails, auch wenn sie das nicht gerne hören, waren auf der Popkomm im August zum ersten mal in Deutschland und schienen verdammt arrogant zu sein. Ihre erste CD und vor allem der Song „hey man nice shot“, entwickelt sich immer mehr zum Straßenfeger in Mainstream, wie in Undergraund Discos (gibt es da doch keinen so großen Unterschied). In Frankfurt haben sie mit RE-GURGIATOR (haben wir verpaßt – macht nix), und GOD LIVES UNDERWATER (Hey Claudia nice man good job) gespielt, und wir konnten auschecken ob der Vertrag mit Warner Bros. sie schon zu Rockstars gemacht hat und ob sie wirklich so arrogant sind wie sie wirken.

Juni 29th, 2016
Fritz
Na, Kinder! Wart ihr in letzter Zeit auch auf Konzerten in chronisch leeren Venues? Rolling Stones mal ausgeklammert, aber das sind ja auch keine Konzerte, sondern mehr sowas wie Eurodisney als Wanderzirkus, eben der Abklatsch vom Echten mit dem zusätzlichen Kaufanreiz, daß man erstens nicht soweit fahren muß und zweitens nur alle zwei Jahren „dabeigewesen“ sein kann. Eben drum geht’s mir mehr um die Musikproblematik, ganz genau gesagt um das Phänomen Techno. Seuche oder Segen? Es gibt ja inzwischen schon Vereinigungen im Stil von „Rockmusiker gegen Techno“ mit ansehnlichem Zulauf. Ist Techno im Grunde gar keine Musik, sondern Ausdruck einer Kapitulation der Jugendkultur vor dem totalitären End-Neunziger Medien-Kapitalismus?

Juni 22nd, 2016
In der zweiten Hälfte der Achtziger tauchte in Metallerkreisen des Wort ‚voivodmäßig‘ in etwa so häufig auf, wie bei Punkrocks der Begriff ‚hüskermäßig‘. Das war relativ oft und Indiz für einen gewissen Einfluß der jeweiligen Band.
