September 4th, 2017
White Flag waren schon immer eine Band, die nicht unbedingt jeder mochte, oder zu mögen wagte. Ich war 1986 leider nicht auf einem ihrer Konzerte in Deutschland, aber natürlich hatte auch ich, wie jeder der damals Fanzine laß, die Vorwürfe, die Tatsachenberichte etc. gelesen. Ich fand die Vorwürfe recht an den Haaren herbeigezogen, aber behielt das schön für mich, zu vehement war das kollektive Verbannen dieser Band. Die Platten hörte ich trotzdem und eins mußte man den Kaliforniern lassen, sie hatten ihren eigenen Humor. Nun fand ich getreu der Maxime aus Nagold „Don’t Forget The Fun“ gerade dies sehr wichtig. Platten die man nicht hören konnte, weil sie absichtlich so gemastert waren das die Nadel bei den letzten Liedern sprang, Cover die INNEN bedruckt waren, Songs in Deutsch oder Spanisch gesungen, ohne auch nur ein Wort verständlich auszusprechen, das alles fand mein Gefallen. Seit den Späten 80ern gab es nur noch sehr unregelmäßig Singleveröffentlichngen und so freute ich mich, als ich in einer Empty Anzeige die Vorankündigung für ein neues Album sah. Via Joe von Empty bekam ich Pat Fears emailadresse. Was zuerst mit ein paar Fragen und Antworten begann wuchs schnell zu dem was ihr hier lesen könnt. Enjoy!

August 25th, 2017
The Men aus Brooklyn zählen zu den wenigen Bands, denen es gelingt, so unterschiedliche Einflüsse wie noisigen Hardcore, Drone, Post-Punk, Noise-Rock, Krautrock oder Shoegaze zu einem funktionierenden Ganzen zusammenzufügen und dabei einen unverwechselbaren eigenen Sound zu kreieren. Mark, Gitarrist und Sänger der Band, beantwortete meine Fragen.

August 22nd, 2017
JON SAVAGE: Weiterträumen.
Von damals, von morgen. Damals ist bei Jon Savage der Zeitraum zwischen 1975 und 1979: Eine Zeit, in der sich England im konservativen Saft gar kochte und die Sex Pistols ihr kurzes und heftiges Leben als best hated band absolvierten. Savage, lange Jahre Musikjournalist beim New Musical Express sowie Autor und Herausgeber illustrer Bücher (von der Kinks-Biografie bis hin zur Geschichte des Rave), war mitten drin. Oder besser: stand direkt daneben. Selbst war er nie Punk, eher interessierter Sympathisant. Aber das Geschehen um die Pistols und ihre Corona lieferte ihm Antworten auf seine Postgraduierten-Depression und katapultierte ihn hinein ins radikale Musikgeschehen. Mit dem minutiös recherchierten Buch „England’s Dreaming: Anarchy, Sex Pistols, Punk Rock and Beyond“ sagte er dann auch 1992 brav danke schön für diese prallen Jahre.

August 15th, 2017
„Es ist etwas unmenschlich, wenn man all diese toten Menschen von den Platten hört“
Obwohl die Bands von Ian Svenonius rein musikalisch meist eher im Rock’n’Roll- bis Soulbereich angesiedelt waren, wurden sie stets auch im Punk/Hardcore-Kontext wahrgenommen. Nation Of Ulysses sorgten Ende der 80er in Washington mit ihrem Stil noch für eine Neuinterpretation des Post-Hardcores und gelten heute als Hauptinspiration für At The Drive-In oder Refused. Beide reunionierten sich im Sommer 2012 für wenige Wochen, um sich auf den riesigen Festivalbühnen der westlichen Welt herumzutreiben.

Juli 29th, 2017
Kehrer Verlag, Wieblinger Weg 21, 69123 Heidelberg, www.kehrerverlag.com

Der Band erschien begleitend zu einer Ausstellung des Fotografen Sasha Kurnaz, der eigentlich aus dem Graffiti-Bereich kommt und Fotografie wie eine Sprühdose verwendet. Das links und rechts gebundene (Schweizer Bindung) Buch enthält einen Textteil (in Deutsch und Englisch) mit Vorwort, Grußwort einem Text zu „Fotografischer Situationismus“, ein Gespräch mit dem Fotografen sowie Biografien und abschließend einen Dank-Teil. Der Teil mit den Fotos ist der deutlich weniger akademisch-popkulturell daherkommende. Hier wird schön klar um was es Kurnaz geht. Nämlich nicht nur um das einfache Fotografieren, sondern um die Interaktion mit den Menschen auf seine Fotos. Ebenso auch auch um die oftmals ungewöhnliche Präsentationsform seiner Arbeiten.

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Juli 29th, 2017
Kehrer Verlag, Wieblinger Weg 21, 69123 Heidelberg, www.kehrerverlag.com

Was für eine gute Idee auf ein schreckliches Thema nochmal hinzuweisen! Die Fotoserie ist in der Asservatenkammer des Bundesamtes für Naturschutz in Bonn entstanden. Zu sehen sind bei der Rückreise in die Bundesrepublik gefundene und beschlagnahmte Produkte. Nämlich geschützte Tier- und Pflanzenteile. Leider sind der menschlichen Phantasie was man alles damit anstellen kann kaum Grenzen gesetzt. Stiefel, Taschen, Pinsel, Gitarrenhälse, Potenzpillen, Schmuck, Kunst, ausgestopfte oder eingelegte Präparate…. Mark hat die Gegenstände auf eine Weise dargestellt das der Betrachter sofort die vermeintliche Kostbarkeit der exotischen Souvenirs erkennt – indem er die Fotos nämlich alle in schwere, alte Bilderrahmen steckte und dieses dann nochmal ablichtetet.

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Juli 29th, 2017
Da Capo Press, 53 State Street, 9th Floor, Boston, MA 02109, Usa, www.dacapopress.com

This is a fun read, find out about the origins of Black Flag, how Circle Jerks formed and who was partying with who back in the day. Keith Morris was the first singer for Black Flag and played in a bunch of other bands, you might be familiar with his current combo Off! Otherwise he was a young hollywoodpunk in the very early 80s who loved to drink, take drugs and play music. Apart from that he was also working in his dads, who was a thug, shop. So you also find out about the Morris family. Some of the story’s have been told a few times before, but since most of them are entertaining, it does not hurt to hear about them again from the perspective of Keith Morris. Unfortunately he got diabetes later in life, which is bad but even worse for someone who loves to party…. resulting in being sober now for 20 years or so.

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Juli 29th, 2017
B. Schöppner, Schalckwiesenweg 26, 60488 Frankfurt

„This book is about music, energy and anger. It’s about friendship, respect and fun. It’s about commitment and attitude. It’s a homage to all the people who make it possible for us to have a good time in front of the stage. And, yes, it’s a photobook. I hope you like the pictures. Meet us in the pit.“ That is the only text you will read in the photo book – apart from a index that explains what band you see on what date in which venue (a lot in Frankfurt). Most of the pictures are taken in 2014/2015/2016, but there is also a few „older“ shots. Here are some of the bands included: Danger!man, Lucky Malice, The Baboon Show, Problems, Sniffing Glue, Biestig, Siberian Meat Grinder, Snfu… to just name a few. 80 pages, some photos are b/w, others are color but most of them have one thing in common:

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Juli 29th, 2017
Alibri Verlag, Postfach 100 361, 63739 Aschaffenburg, www.alibri.de

Das Autorenduo, einer ein Biologie- und Wissenschaftstheoretiker, der andere ein Religionsphilosoph, beschäftigt sich mit folgender Frage „Werden religiöse Überzeugungen dafür ‚missbraucht‘, zu Gewalttaten anzustacheln, oder liegt die geballte Zerstörungskraft in der Religion selbst?“ Beides, könnte man sagen. Nach einem Vorwort und einer Einleitung von Grabner-Haider beschreibt Wuketits die biologischen Grundlagen der menschlichen Spezies, welche dazu führen können religiöse Vorstellungen zu entwickeln. Weiter geht es mit der Kulturgeschichte der Religion von Grabner-Haider in dessen Folge er eine kulturgeschichtliche Analyse der großen Religionen liefert.

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Juli 29th, 2017
Parkstrasse, Parkstrasse 20, 80339 München, www.verlag-parkstrasse.de

Auf 100 Seiten gibt es als Abschluss der Trilogie „ Gemüse ist mein Fleisch“ diesmal 100 Rezepte für Snacks und Fingerfood. Auch hier sind wieder ein paar wirklich gute Ideen und Anregungen drin. Die Zutaten für die einzelnen Gerichte sind in der Regel einfach zu bekommen und die Zubereitungs-Anleitungen verständlich geschrieben, weshalb davon auszugehen ist das man die leckeren Sachen leicht nach kochen kann, es steht auch immer dabei wie lange es in etwa dauert und wie viele Portionen es ergibt. Auch hier gibt es keine Abbildungen, das ist man ja aus der Reihe schon gewohnt, ebenso das sympathische Layout.

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Juli 29th, 2017
Rizolli, 300 Park Avenue South, 4th Floor, New York, NY 10010, Usa, http://www.rizzoliusa.com

Here is a description that comes from the web page of the publisher that sums it up: „The Carhartt WIP Archives is the first comprehensive publication exploring that remarkable evolution. Edited by Michel Lebugle and Anna Sinofzik, with texts by Gary Warnett, Mark Kessler and Anna Sinofzik, it features more than 350 images including heaps of hitherto unpublished photographs, artworks, as well as ephemera drawn from the company’s own archives and different private collections, providing an unparalleled look into the brand’s bustling universe.“ Of course you do get a lot of photos, some less spectacular, some fashion shots.

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Juli 26th, 2017
Ich tue mich immer schwer damit Bands neutral beurteilen zu wollen, deren Mitglieder ich lange kenne und gerne mag. Vielleicht hat es auch deswegen so lange gedauert, bis ich mich entschließen konnte Manuela von Finisterre um ein Interview zu bitten, obwohl sie es schon lange mehr als verdient hätte. Auf den ersten Blick ist das Quintett vielleicht eine D-Beat-Band wie jede andere, die sich über Jahre hinweg ein enormes internationales Standing erarbeitet hat. Auf den zweiten Blick können Finisterre Shows aber eben genau deswegen so begeistern, weil jede einzelne Person völlig in ihrem Element zu sein scheint – sowohl musikalisch als auch politisch.

Juli 26th, 2017
Irgendwann Ende vergangenen Jahres weckte ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung meine Aufmerksamkeit – und wohl nicht nur meine. Kurzzeitig fragten etliche Musikjournalisten beim deutschen Dischord-Vertrieb an, was es mit dieser Band namens Q And Not U auf sich hat, die bis dahin keiner kannte und die so überschwänglich in dem Zeitungsartikel gelobt wurde. „No Kill No Beep Beep“ ist tatsächlich so etwas wie eine große Überraschung. Immerhin konnte man sich mittlerweile leicht ausrechnen, welche Dischord-Platten richtig gut und welche weniger aufregend sein würden. Es gab schlicht und einfach nichts wirklich Neues.

Juli 25th, 2017
PIG DESTROYER sind ein musikalisches massaker, eine horde schnaubender nashörner beim 100 meter sprint, die nicht die ziellinie, sondern direkt die zuschauer ins visier nehmen. und durch jene pflügen sie dann auch mit einer derart brachial rasenden gewalt, daß, wer diesen angriff überlebt, für sein leben gezeichnet sein wird….

Juli 11th, 2017
Jens Rachut spricht!
Klar, natürlich spricht Jens Rachut. Und auch sonst teilt er ja einiges mit. In seinen Texten, als Schauspieler, Hörspielautor, demnächst dann auch noch mit anderen Mitteln, wie wir noch sehen werden. Aber irgendwie war es ja schon eigenartig, dass eine Plattenfirma nun mitteilen ließ, es gebe Interviewtage mit Nuclear Raped Fuck Bomb, der nun auch nicht mehr ganz neuen Band unter Beteiligung von Jens Rachut, der in einem Interview mal sagte, er habe einfach keine Lust, sich mitzuteilen.

Juli 11th, 2017
Ich konnte ja durchaus nachvollziehen, was die Leute an der „Dookie“ von Green Day fanden. Ich habe die Platte damals auch ganz gerne gehörte – ist halt schöne Musik zum Auto fahren oder für einen netten Sonntag vormittag. Dass es schon damals weit bessere Bands gab, die den Erfolg in meinen Augen weit mehr verdient hatten, nun, das ist eben Ansichtssache. Mit Offspring verhielt es sich schon ein bisschen anders, und bei Blink 182 verstehe ich nun gar nicht mehr, was daran Punk sein soll. Nun werden all diese Bands im Info zur neuen Snuff-LP, „Numb Nuts“ genannt, hübsch in einen Topf geworfen., und Snuff wird zum großen Vorbild gemacht. Aus verkaufstechnischen Gründen ist das nachvollziehbar, um die Aufmerksamkeit jener Journalisten an sich zu ziehen, die von Punk ungefähr so viel Ahnung haben wie ich von Techno. Aber einen seltsamen Beigeschmack gibt das schon. Wie ist das also, wenn man wie Snuff-Sänger Duncan im Punkrock in Würde „alt“ wird und einen dann die ganzen Möchtegern-Bands links überholen?

Juli 4th, 2017
Tuxedomoon werden wahrscheinlich nicht viele von euch kennen. Gegründet wurde die Band 1977 in San Francisco. Sie veröffentlichten auf dem Residents-Label Ralph 2 LPs die meiner Meinung nach zu den Besten gehören was in den frühen 80ern im Wave-Bereich veröffentlicht wurde. Bei New Wave denken natürlich alle immer an Depeche Mode, aber ich meine hier gute Musik. Anfang der 80er zog die Band wegen Ronald Reagan nach Europa und agierten ab da aus Brüssel. In den folgenden Jahren erschienen noch mal 4 LPs und unzählige Sampler.

Juni 29th, 2017
Have we Wi-Fi here? – Auf Tour mit den Sleaford Mods
„Austerity Dogs“, das erste Album der Sleaford Mods als Duo, läuft hier noch immer rauf und runter und auch „Divide and Exit“, das neue Album, ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Die Konzerte 2013 in Hamburg, Bremen und Duisburg Offenbarungen. „Der seltene Glücksfall, Musik zu hören, die man so noch nicht gehört hat, die neu und aufregend ist.“ Geschrieben letztes Jahr, nachdem Stone und ich die Sleaford Mods für das TRUST interviewt hatten (nachzulesen in der Nr. 162 Oktober/November 2013). Dass mich eine Band noch einmal so umhauen könnte, damit hatte ich nicht mehr gerechnet. Und das ich – nach kleineren Verrichtungen und Gefälligkeiten für die Mods – die Gelegenheit haben würde, „mit einer Band touren“ von meiner „Liste-der-Dinge-die-ich-vor-meinem-Tod-noch-erleben-möchte“ zu streichen, auch damit konnte ich nicht rechnen. Lucky me!

Juni 26th, 2017
!Freiburg, Herzebrock-Clarholz – Punk, weil da alles Scheiße ist!
Herzebrock-Clarholz ist ein verschlafenes Nest. Gut zehntausend Menschen leben hier, es gibt ein Jugendzentrum (Klein Bonum), einen mäßigen Fußballverein (Victoria Clarholz), ein Hallenbad (mit langer Wasserrutsche), die Junge Union (in den 90ern einzige Parteijugend), Landwirtschaft und der Waschmaschinen-Produzent Miele hat hier dereinst angefangen, während Fleisch-Mongul Tönnies vor einigen Jahren nach Rheda-Wiedenbrück weitergezogen ist. Seit den 1990er Jahren gibt es hin und wieder gute Konzerte und um 2006 gab es mit dem Muck und Kneipier Wastl eine Zeit, in der monatlich ein, zwei geile Bands dort gespielt haben (u.a. Pascow, Bambix, Argies, …). Punkrockkonzerte sind allerdings typische, dörfliche Happenings, auf denen auch viele Auftauchen, die nach meinem Verständnis von Punk/Hardcore nichts am Hut haben, die aber zum Saufen gerne schnelle, vielleicht sogar harte Musik hören.

Juni 20th, 2017
Alex Hoffmann, dem Musikrezipienten in erster Linie wohl bekannt als Sänger und Trompeter von Kick Joneses, ist vor allem im wirklichen Leben ausgebildeter Sozialarbeiter, der eine Menge über aktive Drogenarbeit mit Junkies zu berichten hat. Und obwohl er musikalisch ziemlich viel „Happy go lucky“-Stimmung mit den Kickies verbreitet, waren die Themen, zu denen er sich am 25. August diesen Jahres engagiert geäußert hat, doch ziemlich ernst. Jetzt ist Schluß mit lustig! Lest selbst.

Juni 14th, 2017
So wertvoll wie ein rohes Steak – BL’AST!
Es war dann doch eine mittelschwere Sensation: Bislang ungehörte Aufnahmen von Bl’ast!, jener schwerst vermissten, zwar von Rollins als Black-Flag-Klone gedissten, aber ja dann doch reich eigenwilligen Band, die mit „Power Of Expression“ einen noch heute mit enormer Wucht alles niederwalzenden Hardcore-Klassiker schufen. Was folgte, waren zwei Alben, die – vor allem das dritte, „Take The Manic Ride“ – den gewiss auf Black Flag aufbauenden Sound weiter auffächerten, die aber aus klanglichen Gründen deutlich hinter das Debüt zurückfielen. Was „It’s In My Blood“ angeht, ist nun Abhilfe geschaffen: In einem alten Schließfach fand Mike Neider die Bänder einer Aufnahme-Session, die nie das Licht der Welt erblickt hatte.

Juni 6th, 2017
Vielleicht sind sie nicht die einflußreichste und bestimmt nicht die bekannteste Band aus Washington DC. Mit Sicherheit aber haben MARGINAL MAN zwei grandiose Lps herausgebracht, die nicht nur für mich Meilensteine des DC-Hardcore sind und deren Emotionalität und Intensität selbst nach über 10 Jahren noch umwerfend sind. Mehr zufällig stieß ich im Internetz auf eine Homepage der Band, die zudem noch von Ken Inouye, einem der Gitarristen, selbst gestaltet wurde.

Juni 5th, 2017
Piper Verlag, Georgenstraße 4, 80799 München, www.piper.de

Das beste kommt zum Schluss und zwar folgende „Freiheitsandrohung“ (für manchen Adressaten mag es eine Drohung sein, ich finde „Drohung“ hier fehl am Platze) die Menschen erklärt wie es hier zugeht bzw. zugehen sollte.
Die „Freiheitsandrohungen“ der offenen Gesellschaft
„Dies ist das Land, in dem Ihre Kinder nicht automatisch Juden, Christen, Muslime sind, bloß weil Sie einer dieser Religionen zugehören! Dies ist das Land, in dem Sie nicht das Recht haben, an den Genitalien Ihrer Kinder herumzuschneiden, weil Sie sich einem archaischen Initiationsritual verpflichtet fühlen! Dies ist das Land, in dem Sie glauben dürfen, was immer Sie wollen, im dem wir Ihren Kindern aber von der Pike auf beibringen werden, dass nur solche Weltanschauungen akzeptabel sind, die die Menschenrechte in vollem Umfang anerkennen!

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Juni 5th, 2017
Piper Verlag, Georgenstraße 4, 80799 München, www.piper.de

Es macht keine Spaß dieses Buch zu lesen, nicht weil es inhaltlich nicht wertvoll wäre, sondern weil hier nochmal schonungslos dargelegt wird wie das Geschäft in der Medizin funktioniert – nämlich wie ein Geschäft, wo immer der Umsatz/Profit zählt und nicht der Patient. Da der Autor Palliativmediziner ist, geht es ihm viel um die Patienten welche sich am Lebensende oder kurz davor befinden – aber nicht nur. So deckt er schonungslos auf wie kranke Menschen von dem “Sterbeverlängerungskartell” unter Schmerzen am Leben gehalten werden, obwohl kein Therapieerfolg mehr zu erwarten ist. Es gibt viele anonymisierte Beispielfälle die teilweise nur wirklich schwer zu ertragen sind, was da mit den teilweise hilflosen Patienten geschieht kann man fast nicht glauben.

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Juni 5th, 2017
Benevento/Red Bull Mediahaus, Oberst-Leperdinger-Str. 11-15, 5071 Wals, Österreich

Das Buch besteht aus drei Teilen: Teil Eins – Jugend, Teil Zwei – Sleater-Kinney, Teil Drei – Danach. Im ersten Teil erzählt die Autorin von ihrem Aufwachsen, der Familie, der Schule und was eben so dazugehört zu dem groß werden eines Teenagers in einer Kleinstadtidylle der Vereinigten Staaten von Amerika. Das ist in diesem Fall eher belanglos bis durchschnittlich, wenn man mal davon absieht das ihre Mutter an Anorexie erkrankt war und die Familie früh verlassen hat. Das der Vater so um die fünfzig feststellte das er homosexuell ist, ist die andere Besonderheit. Eine einfache Kindheit ist sicher was anderes und vielleicht erklärt dies in Kombination mit dem Gefühl nirgends dazuzugehören auch die Probleme welche die Autorin quälen.

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