Mai 15th, 2020

KรœKEN (#175, 2015)

Posted in interview by Thorsten

Genauso wie die Fragen und Antworten kurz gehalten sind, so halte ich es auch mit der Einleitung: KรœKEN – Die Neue Punkrockhoffnung aus Hamburg !!!
Treibender schneller 77er / KBD-Punkrock, der ordentlich in den Arsch kickt. Eingängige, leicht angepisste Vocals. Dreckige, knarzende, bis zum Anschlag aufgedrehte Gitarren. Und fast jeder Song von ihrer auf Bachelor Records erschienen, selbstbetitelten LP, kann ohne weiteres als ein Hit durchgehen. OK, genug geschwaffelt, beginnen wir mit dem Interview.

Mai 13th, 2020

Ingrid Strobl aus #115, 2005

Posted in interview by Jan

Kunst ist schön. Macht aber viel Arbeit.

Ingrid Strobl ist eine feministische Schriftstellerin, die aus ร–sterreich kommt und in Köln lebt und arbeitet. Ingrid Strobl ist 53 Jahre alt. Sie hat mit dem Buch โ€žStrange Fruitโ€œ, eine Kritik an dem Diskurs über รœberbevölkerungsideologien im Kapitalismus, mich als 17 Jährigen politisiert. Im September 2005 ist ihr erster Roman erschienen und im Frühjahr 2006 erscheint ihr Dokumentationsbuch über „Junkiefrauen auf dem Strich“. Und sie hat einen guten Musikgeschmack, wobei ich allerdings hinzufügen will, dass wenn Stones, immer Mick Jagger und nicht Keith Richards, aber who cares about me anyway? Eben. Dieses Interview ist Teil I der insgesamt sechstteiligen Serie โ€žInterviews-die-ich-im-Wahn-meines-ersten-eigenen-Diktiergerätes-live-geführt-habe-und-seitdem-als-noch-abzutippendes-Tape-mir-viel-Kummer-und-Sorgen-bereitete-und-wo-ich-mich-dann-doch-dazu-entschloß-es-per-email-zuführenโ€œ. Go ahead Punk!

Mai 11th, 2020

KRITISCHER KONSUM โ€“ SPECIAL TEIL 1 aus #177, 2016 und Teil 2 aus # 178, 2016

Posted in artikel by Jan

Hilft Konsum die Welt zu retten?
Eine kritische Auseinandersetzung mit โ€žethischem Konsumโ€œ

Schreckensmeldungen oder Dokumentationen und Reportagen über die Missstände dieser Welt sind inzwischen hinreichend bekannt. So hören wir beispielsweise von Bränden in einer der über 5000 Textilfabriken in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, bei denen 120, zumeist weibliche Textilarbeiter_innen, sterben, oder von zusammenstürzenden Textilfabriken z.B. in Rana Plaza, deren marode Böden den schweren Maschinen nicht standhielten. Auch Bilder von Kindern die auf Kakaoplantagen unter erbärmlichen Bedingungen arbeiten, die Sklavenarbeit in Gold- oder Coltan-Minen, Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen, die für den Konsum der Länder des globalen Nordens 18 Stunden am Stück schuften, ohne dass die Entlohnung zum รœberleben ausreicht, sind uns kaum noch eine Schlagzeile wert. Erderwärmung, Klimawandel, Treibhausgasemissionen, Atommüll und Elektroschrott, Plastikinseln im Meer oder verseuchte Gewässerโ€ฆdie Liste der gravierenden Problematiken unseres Zeitalters ist lang.

Mai 11th, 2020

FOODSHARING aus # 189, 2018

Posted in artikel by Jan

Wer kennt es nicht, dieser Moment vor dem Kühlschrank oder dem Obstteller, mit der Erkenntnis, schon wieder schlecht gewordene oder abgelaufene Lebensmittel wegwerfen zu müssen. Mein eigenes Bewusstsein hat sich in den letzten Jahren diesbezüglich sensibilisiert. Ich versuche möglichst kleine Portionen zu kaufen, stets nur so viel, wie ich wirklich benötige und falls es doch mal für ein Gericht zu viel ist, die einmal angebrochenen Produkte für ein anderes Gericht am nächsten Tag zu verwenden. Es gelingt mir zugegebenermaßen nicht immer. Für mich ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Es gibt allerdings (natürlich) Menschen, die längst weiter denken. Manche davon sogar in meiner unmittelbaren Nachbarschaft.

Mai 11th, 2020

Investmentpop aus # 195, 2019

Posted in artikel by Jan

Schlussverkauf in der Konzertbranche

Das Genre Punk Rock verlor seine Unschuld bereits 1976 als die erste Single der Sex Pistols beim dem Major Label EMI erschien. Immerhin waren es Plattenfirmen wie EMI, die über Dekaden hinweg in enger Symbiose mit dem Kapitalmarkt lebten, ebenso wie seinerzeit BMG, Sony Music, Universal Music Group & Warner Music, deren Geschäftsberichte zwar weniger für Musikfans, dafür aber für Finanzanalysten von Interesse waren.

Mai 7th, 2020

FINDUS (#172, 2015)

Posted in interview by Thorsten

Ein Kreis schließt sich

Delikatess Tonträger aus Hamburg hatte sich ursprünglich gegründet um das erste Album der Band Findus zu veröffentlichen. Freunde helfen Freunden, das war vor über fünf Jahren der Deal, aus dem so viel mehr wurde. Neben den Alben von Findus gab es erfolgreiche Veröffentlichungen von u.a. Frau Potz und Herrenmagazin. Ende Dezember verschickte das Label die traurige Nachricht. Delikatess Tonträger macht dicht, bzw. stellt das veröffentlichen von neuen Platten ein. Nicht, weil die drei Gründer Fred, Lisa und Kathrin sich nicht mehr verstehen würden, auch nicht weil die finanzielle Lage sie dazu zwingen würde. Die drei Labelbetreiber wollen aufhören, wenn es am schönsten ist, teilten sie mit.

Mai 7th, 2020

SLUMB PARTY (#195, 2019)

Posted in interview by Thorsten

Letztes Jahr gab es zwei, neue Bands, die ich besonders euphorisch abgefeiert habe. Zum einen SPIRITUAL CRAMP aus San Francisco, die zwar begeistert von meiner Interviewanfrage vorerst Motivation zeigten, aber selbst nach mehrmaligen nachhaken sich nie wieder bei mir meldeten. Wobei ich mir inzwischen bei solchen Einzelfällen, nur noch denke: Shit Happens โ€“ Pech gehabt! Deutlich schneller ging es bei SLUMB PARTY aus Nottingham/UK, wo es gerade mal drei Tage dauerte, bis die Antworten bei mir eintrudelten. Aber das nur am Rande, sind es eben nur die kleinen aber feinen Unterschiede und kurzweiligen Anekdoten, aus dem Alltag eines Fanzine-Schreibers ;-). Weshalb SLUMB PARTY für meinen Geschmack, so positiv aus dem üblichen Punk und Hardcore-Kosmos ausbrechen, liegt daran das sie einen relativ eigenständigen, leicht schrägen, aber dennoch extrem mitreißenden Sound spielen und bei vollem enthusiastischen Einsatz ALLES geben. Ich kann mich von ihrem Saxophon geschwängerten Postpunk (aber bitte PUNK in Großbuchstaben), einfach nicht widersetzen und frage mich fortlaufend, wieso die nicht der nächste, große Hype sind?

Mai 7th, 2020

WATERED (#168, 2014)

Posted in interview by Thorsten

Das Karlsruher/Mannheimer Post-Rock Kollektiv Watered besteht seit 2010 und hat die Tage ihr überzeugendes 2. Album „Some Are Born Into The Endless Night“ veröffentlicht. Was die Band über das neue Werk und die Ambient/Postrockmetal Szene zu erzählen hat, beantworteten mir alle Bandmitglieder per E-Mail.

Mai 4th, 2020

Die Fußballeuropameisterschaft 2004 aus #107, 2004

Posted in artikel by Jan

Die Fußballeuropameisterschaft 2004: Totti spukt, ganz Italien schämt sich, Völler dankt ab, deutsche Fans trauern und Engländer randalieren – das ganz normale nationalistische Spektakel ebenโ€ฆ
Wenn Nationalmannschaften Fußball spielen ist das alles andere als ein unschuldiges Sportereignis. Der Sport bezieht dann seinen Maßstab aus dem Bedürfnis des Nationalismus, sich in ihm unwiderstehlich erfolgreich darzustellen. Er ist für alle Beteiligten eine Frage der nationalen Ehre geworden, für die sich nicht nur die Mannschaften ins Zeug legen. Das Interesse am unbedingten Fortkommen โ€žunserer Jungsโ€œ offenbart neben einigen fußballerisch unterhaltsamen Stunden – manch wortgewaltige Stilblüten รก la Netzer & Delling noch gar nicht mit eingerechnet – einiges an sachdienlichen Hinweisen über den Geisteszustand der fußballverrückten Massen.

Mai 4th, 2020

Lookism โ€“ Streetart aus #122, 2007

Posted in interview by Jan

Auch wenn es die Antilookism Gruppe nach eigenen Angaben erst seit einem halben Jahr gibt, hat sie seitdem doch einen gewissen Raum im öffentlichen Diskurs eingenommen. Unzählige Artikel in irgendwelchen Blogs, ein Fernsehbeitrag bei Polylux und ein Artikel in der Jungle World haben neben der, zumindest in Berlin halbwegs präsenten und meist sehr coolen, Streetart der Gruppe relativ viel Aufmerksamkeit gebracht. Ob dies daran liegt, dass es längst überfällig war sich mit dem Thema zu beschäftigen oder es doch eher an der trendigen Aufmachung des Ganzen liegt wird sich wohl noch zeigen. Die kompletten Texte sind unter http://www.lookism.info nachzulesen.

Mai 4th, 2020

FREEGANISMUS aus # 168, 2014

Posted in artikel by Jan

How to try to suck less? โ€“ Von Nazi-Veganer_innen, Antifa-Sexist_innen, Gemüse aus dem Müll und den Herrschaftsverhältnissen dahinter

Am Anfang steht immer eine kognitive Dissonanz. Das ist der Moment, in dem das Gehirn dem gerade Erlebten nicht mehr folgen kann und sich ein großes Fragezeichen begleitet von einem inneren โ€žHร„HH?!?โ€œ im Kopf ausbreitet. Solche Momente kennt wohl jede_r. Bildungsforscher_innen behaupten gar, dass nur diese Momente der kurzfristigen Verwirrung nachhaltige Lernprozesse auslösen.

Mai 1st, 2020

MI AMI (#144, 2010)

Posted in interview by Thorsten

Vielleicht erinnern sich die ร„lteren unter euch noch an die Black Eyes, über die ich vor rund sieben Jahren solches schrieb: โ€žZwei Bassisten, zwei Schlagzeuger und ein Gitarrist. Auf der Bühne verteilen sich die Rhythmus-Instrumente in die Ecken einer Raute und nehmen die Gitarre in die Mitte. Aus dieser Symmetrie heraus entwickeln Black Eyes einen spannungsgeladenen Post-Hardcore-Sound mit starkem Wave-Einschlag, sperrig, kantig, nervös, hysterisch. Neben El Guapo und Q & Not U bilden sie die Vorhut neuer toller Bands aus Washington DC. Ian MacKaye von Fugazi nahm ihr in diesem Jahr erschienenes Debüt auf und veröffentlichte es auf Dischord Records. Wagemut, Weitblick und Zorn schlagen sich in einer so mitreißenden wie eigenständigen Musik nieder.โ€œ

Mai 1st, 2020

ROCKTERRINE (#134, 2009)

Posted in interview by Thorsten

Die Rockterrine kocht schon einige Jahre für Bands. Es begann mit den Punkbands, die auch heute noch von den Mädels regelmäßig das beste Essen der Tour bekommen und mittlerweile sitzt auch mal Lionel Richie am Esstisch. Das Interview war angedacht aufgrund der Veröffentlichung eines Buches namens โ€žRockterrine. So schmeckt Rockโ€™nโ€™Rollโ€œ, das beim Rockbuch Verlag vor wenigen Wochen erschien. Jens Nink hat das Buch als Diplomarbeit gestaltet und das Ergebnis ist großartig. Ich denke, es gibt viel Interesse über/um das Catering herum zu lesen und auch ist es interessant zu erfahren, wie so ein Buch aus einer fixen Idee heraus entstehen kann. Jedenfalls sind die Gerichte ganz toll beschrieben, gut nachzukochen, ganz klasse bebildert und das Buch stellt auch ein kleines Stück Erinnerung dar. Viele dieser Gerichte habe ich selbst schon essen dürfen als ich das eine oder andere Konzert in Trier veranstaltet habe โ€“ ich bestätige also, das die Gerichte toll sind und das Design ist allemal ansprechend. Hier somit ein kleines Interview mit meinen Freundenโ€ฆ

Mai 1st, 2020

DAลฝD (#142, 2010)

Posted in interview by Thorsten

Das Chaos wütet und ist wunderschön!

Oha, wie war ich gespannt, bis endlich das lang erwartete Album der Belgrader jetzt im Januar 2010 erschien. Nach den wirklich sehr guten beiden Split 7″s von DazD mit einmal Portlands Order of the Vulture und dann den ebenso serbischen Nakot war ich wirklich in Vorfreude. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Klar ist ein gewisser Exotenbonus gegeben, aber das ist so eine eigenständige Melange aus Punk, Metal, Crust, ach ich nenne einfach die Namen, mit denen das Label Fuck Yoga die Platte bewirbt, nämlich Amebix, Hellhammer und GISM. Da ich mit Milos schon länger in Kontakt bin, dachte ich, dass wäre der richtige Zeitpunkt für ein Interview. Aber auch, wie Milos sagt, weil diese ganze Sache Punk überall auf der Welt stattfindet, es zwar jeder anders für sich interpretiert bzw. zelebriert und doch einen viel verbindet. Und weil die Band mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Das Album ist schlicht und einfach sehr sehr gut und hat ein okkultes, dennoch punkiges Feeling!

April 30th, 2020

The Coathangers aus #199, 2019

Posted in interview by Jan

THE COATHANGERS

Es war bislang das beste Konzert, das ich im Jahre 2019 erleben durfte, als die Coathangers in einem viel zu kleinen schlauchigen Laden bei sehr heißen Außentemperaturen das Publikum restlos zum Verdampfen brachten mit ihrer Melange aus smartem Indie-Rock und es-faustdick-hinter-den-Ohren-habendem Punk. Wie oft gibt es so etwas: Eine band, die noch nie die Besetzung gewechselt hat (zugegeben, ein Bandmitglied haben sie auf dem Weg verloren, aber eben nicht ersetzt), trotz kommerzieller Erfolge jeden Gig in noch so kleinen Läden gibt, als würde es kein Morgen geben, und dabei auch ein genuines Interesse an ihrem Publikum zeigen. Ich traf die drei kurz vor Konzertbeginn und hielt einen kleinen Plausch mit den absolut nahbaren, wenn auch verqueren Frauen.

April 30th, 2020

Craig Finn aus # 200, 2020

Posted in interview by Jan

Craig Finn ist ein erwachsener Mann. Statt einer krumpligen Umarmung, wie es bei jüngeren Musikern üblich ist, reicht Craig einem zur Begrüßung altmodisch die Hand. Er ist gut gelaunt, obwohl der Soundcheck länger als geplant dauerte. โ€žGestern waren wir in Amsterdam und ich freute mich auf Tour zu sein. Ich saß an einem Kanal und trank Kaffee. Trotzdem musste ich mir in diesem Moment selber sagen, welch ein Glück ich habe, so etwas tun zu könnenโ€œ, erzählt Craig, als unser Interview fast vorbei ist und wirkt plötzlich nicht wie ein Sänger, โ€žder Band mit den meisten Fantattoos, die nicht aus einem Punkrock/Hardcore- oder Metalkontext kommtโ€œ, (womit er recht haben könnte) sondern wie jemand, den der Job zum ersten Mal ins Ausland führt.

April 30th, 2020

The Tidal Sleep Japan Tour aus # 200, 2020

Posted in artikel by Jan

โ€žDass wir Menschen auf der anderen Seite der Welt so für unsere Musik begeistert können, ist schon verdammt cool.โ€œ

Tourtagebuch von Marc von The Tidal Sleep // Japan-Taiwan-Tour 2019

Wir dürfen nun schon zum zweiten Mal mit unserer kleinen Kapelle nach Japan und zum ersten Mal im Anschluss nach Taiwan. Hätte mir das jemand gesagt als ich 14 war und die ersten Gehversuche in einer Punk-Band unternahm, ich hätte das niemals für möglich gehalten. Aufgeregt bin ich natürlich wie Sau.
Vor so einer Reise stellen sich ganz praktische Fragen. Was nehme ich mit? Was lasse ich da? Wie bleibe ich möglichst mobil ohne zu viel rumzuschleppen? Und natürlich die wichtigste Frage: Wie bekomme ich meinen Sound auf dem anderen Ende der Welt so hin, dass es nach meinem Setup zu Hause klingt?

April 30th, 2020

Punk in Indonesien-Special aus #162, 2013

Posted in artikel by Jan

Punk in Indonesien

Im Frühjahr 2013 war die Anarcho-Hardcoreband Kami Ada aus Berlin auf Tour in Indonesien. โ€žKami Adaโ€œ ist indonesisch und bedeutet: uns gibt es. Die Band besteht aus einer Kolumbianerin, einem Polen, einem Deutschen und dem Indonesier Cimot, der seit drei Jahren in Berlin lebt. Cimot hat gemeinsam mit seinen alten Freunden eine fünfwöchige non-Profit-Tour durch Malaysia und die indonesischen Inseln Sumatra, Java und Bali organisiert. Unsere Reisegruppe bestand zunächst aus sechs, dann aus acht Leuten. Nach einem Zwischenstopp in Dubai landeten wir nachmittags im verregneten Singapur.
Arbeitsameisen im Big-Brother-Staat.

April 30th, 2020

IRAK aus #103, 2003

Posted in artikel by Jan

Der amerikanische Krieg gegen die โ€žFeinde der Freiheitโ€œ – 2. Etappe: Das โ€žBefriedungsprogrammโ€œ der USA im Irak

Die USA rufen nach den Anschlägen vom 11. September einen โ€žglobalen Kriegโ€œ gegen die โ€žFeinde der Freiheitโ€œ aus. Nach der Devise โ€žWer nicht für uns ist, ist gegen unsโ€œ wird die gesamte Staatenwelt (neu) nach Freund und Feind sortiert.1 In Afghanistan wird der neue Weltordnungsanspruch und das damit einhergehende Motto โ€žAngriff ist die beste Verteidigungโ€œ durch die Supermacht – hier noch mit dem โ€žSegenโ€œ der UNO – sofort und mit der โ€žnötigen Härteโ€œ exkutiert. Durch diese erste Demonstration des übermächtigen Gewaltpotentials der USA wird die Vereinheitlichung der Staatenwelt unter dem Banner des freiheitlichen Kapitalismus erfolgreich abgeschlossen.2

April 23rd, 2020

X-TRA MILE RECORDINGS (#172, 2015)

Posted in interview by Thorsten

Es ist immer wieder die Liebe zur Musik, die Menschen dazu bringt Geld in die Hand zu nehmen und ein unabhängiges Label zu gründen. Meistens ist eine Band da draußen, die niemand veröffentlichen will, also beschließt jemand es selber zu tun. Rough Trade ist so entstanden, das GHvC oder auch Sub Pop. Und eben X-tra Mile aus London. Das Label ist wohl vor allem dafür bekannt, die Platten von Everybodies Darling Frank Turner zu veröffentlichen. Trotz internationalen Major Deal, hält der Sänger auf dem Heimatmarkt, dem kleinen Indie Label die Treue. Doch neben dem Zugpferd Frank Turner sind mittlerweile weitere tolle Künstler bei dem Label unter Vertrag, die ganz langsam auch in Deutschland wahrgenommen werden. Höchste Zeit sich mit Charlie Caplowe, dem Gründer von X-tra Mile zu unterhalten.

April 23rd, 2020

MAHLSTROM (#171, 2015)

Posted in interview by Thorsten

Es war ganz klar keine Liebe auf den ersten Blick โ€“ aber wann gibt es die schon? โ€žGönn dir mal Mahlstrom, die können was; und live reißen die auch alles abโ€œ, so wurde mir die frohe Kunde übermittelt, dass es da im Stuttgarter Umland eine famos-rotzige Emo Hardcore Punk-Band zu geben scheint, eine mit eigenem Style, deutschen Lyrics und Unmengen an Energie. Und so begann ich gleich mit einem Fehler, den man viel zu oft macht: Man checkt Bands über den Laptop und erwartet, dass die mickrigen Lautsprecher einem eine Musik näherbringen, die doch so stark von Lautstärke und Leidenschaft lebt. Und so war Mahlstrom zehn Minuten später quasi abgehakt, klar, schon impulsiver Hardcore, gut rollend und mit schickem Emo-Einschlag, aber naja, ist sowieso nicht so ganz meine Tasse Tee.

April 23rd, 2020

ANTENNA (#173, 2015)

Posted in interview by Thorsten

Pöbeljazz mit Herz und Verstand

Aฮ—TEฮ—HA, das sind Jonas, Mirko, Diez und Häbba aus Dortmund-nicht mehr ganz jung, aber auch noch nicht alt, welche ich zum ersten Mal auf der Album Release Show des Akustik-Schrei-Punk-Projektes NO SURPRISING NEWS im feinen UntenLinx live sehen konnte. Mein Interesse an der Band entstand zunächst nicht etwa, weil ich von denen vorher schon mal was gehört hätte, sondern aufgrund ihrer Ankündigung auf einem Flyer: Pöbeljazz aus Dortmund. Was hatte ich unter Pöbeljazz zu verstehen? Der Auftritt der Band machte dann klar, wie das gemeint ist: Eher vertrackte, emo-lastige Musik und wenig an der Songstruktur orientierte gesprochene, geschriene und gemeckerte Texte mit kritischem bis nachdenklichem Inhalt.

April 20th, 2020

Rückblick auf die letzten 5 Jahre Teil 1 aus # 178, 2016

Posted in artikel by Jan

30 Jahre Trust – ein Rückblick auf die letzten 5 Jahre

Wieder haben wir eine runde Jahreszahl erreicht. Auch wenn wir unseren Lesern kein riesiges Special zum 30. bieten wollen, ist es an der Zeit, auf die Ausgaben der letzten fünf Jahre zurückzublicken. (benni)

April 20th, 2020

Rückblick auf Trust #142 โ€“ #149 aus #150, 2011

Posted in artikel by Jan

TRUST-Rückblick #142 – #149

Ich bin momentan noch unsicher, ob es von Vorteil, oder etwas schade ist, dass ich verhältnissmäßig neue Ausgaben mit dem letzten Teil der TRUST-รœbersicht bestreiten darf. Zum einen schmökere ich immer sehr gerne ich möglichst alten Heften, zum anderen kommt es mir vor, als ob ich vieles erst gestern gelesen hätte. Hier also ein völlig persönlicher, retrospektiver รœberblick vom Juni 2010 bis September 2011.

April 20th, 2020

RรœCKBLICK Trust # 90 bis # 117 aus #118, 2006

Posted in artikel by Jan

Look back in …

Ist es wirklich schon so spät? Da fängt man an, für das gute alte TRUST zu schreiben, schon ist man mehr als 10 Jahre dabei, mehr als die Hälfte der Zeit, die es das Ding schon gibt, das man schon als kleiner Bub las, zumindest kommt es einem so vor. Nun obliegt mir die ehrenvolle Aufgabe, zu rekapitulieren, was in den fünf Jahren seit dem letzten Rückblick geschah. Trotz äußerst knappen Zeitplans soll es wohl so sein. Also hinein in die Historie.