April 4th, 2019

Die Sprache der Tiere – Wie wir einander besser verstehen, Karsten Brensing

Posted in bücher by Dolf

Aufbau Verlag, Prinzenstraße 85, 10969 Berlin, www.aufbau-verlag.de

Während bei „Das Mysterium der Tiere – Was sie denken, was sie fühlen“, welches in Trust # 189 besprochen wurde, der Untertitel ein wenig in die falsche Richtung leitet, ist es hier der Titel, wahrscheinlich ist das aber so gewollt. Es geht nämlich eigentlich gar nicht hauptsächlich um die Sprache der Tiere, sondern viel mehr über die Tiere selbst und unser Verhältnis zu ihnen. Ob bzw. wie sie denken, was sie fühlen, ob sie reflektieren können, wie sie kommunizieren oder ob sie, wie viele noch fälschlicherweise annehmen, nur im hier und jetzt leben. An manchen Stellen des Buchs kommt man sich vor als ob man stundenlang einen Doku-Kanal glotzt.

April 4th, 2019

Entwertung – Eine Geschichte der Welt in sieben billigen Dingen, Raj Patel & Jason W. Moore

Posted in bücher by Dolf

Rowohlt Verlag, Hamburger Straße 17, 21465 Reinbek, www.rowohlt.de

Die Originalausgabe erschien bereits im Jahr 2017 unter dem Titel: „A History of the World in Seven Cheap Things“ und ein Jahr später dann auf Deutsch. Ein absolut lesenswertes Buch welches detailliert aufzeigt wie sich ein zerstörerisches Wirtschaftsprinzip über Jahrhunderte herausgebildet hat. Neben der Einleitung und dem Schluss gibt es sieben Kapitel: „Billige Natur, Billiges Geld, Billige Arbeit, Billige Fürsorge, Billige Nahrung, Billige Energie und Billige Leben.“ Anhand dieser Aspekte führen die Autoren die Entwertung der Welt noch einmal vor Augen. Immer mit dem historischen Fakten woher die Entwicklung kam, wie sie entstanden ist und wohin sie geführt hat. Im Prinzip könnte man hier das Wort „Billig“ auch durch „Ausgebeutete“ ersetzen, das passt dann zwar sprachlich nicht so ganz zusammen, aber inhaltlich geht es genau darum.

April 3rd, 2019

CLUSTER BOMB UNIT (#152, 2012)

Posted in interview by Jan

„Stell Dir mal vor, in Deutschland wird ein Punkfestival unterbrochen, damit die Besucher in die Kirche gehen können haha …“
Interview mit CLUSTER BOMB UNIT

1989 gegründet, direkt kurz danach Tour mit Extreme Noise Terror durch Europa, yeah. Viel wurde veröffentlicht, und hier würde die Geschichte auch schon wieder enden, wenn nicht vor einigen Jahren der Film „PUNK IM DSCHUNGEL“ entstanden wäre.

April 3rd, 2019

LIMBERT FABIAN (#70, 1998)

Posted in interview by Thorsten

limbert fabian ist maler und fiel mir das erste mal durch seine coverart-arbeiten für hankshaws nothing personal-album auf. die dinge, die er malt, sind schlichtweg klasse. bands wie snapcase sehen das ganz ähnlich, denn auch ihr letztes album verzieren seine bilder. und einen besseren grund für ein interview gibt es nicht. der amerikaner ist nicht der redseligsten einer, aber sei’s drum…

April 3rd, 2019

THE FLYING LUTTENBACHERS (#70, 1998)

Posted in interview by Thorsten

EINE (KURZE) EINLEITUNG…

was zum teufel sind die flying luttenbachers? ein haufen verquirlter satanisten, kunststudenten- kram, hippies auf ganz fiesen drogen? nun, wie sich herausstellte ist der flying luttenbacher etwas ganz anderes!

März 30th, 2019

DESCENDENTS + Filmage-Doku (#153, 2012)

Posted in interview by Jan

“I had a young boy’s dream. But I can plainly see. It’s a filthy world and I can’t go back”
DESCENDENTS-Interview in London

London, Osterdienstag, 26.04.2011, 3.00 Uhr: Vier Tage vor der bekackten Heirat des englischen Königspaares ist halb London schon abgesperrt, wie mir um drei Uhr nachts am Dienstag früh der Londoner Taxifahrer erzählt, der mich zur Victoria Coach Station bringt, um dort den Bus nach Stansted zu nehmen. Vorher war noch Bier trinken mit Marc im Park angesagt, und lange davor war ein seltsames Descendents Konzert in London und ein sehr interessantes Interview mit Trommler Bill und Bassist Karl im Anschluss. Genau 24 Stunden voher fand folgendes statt …

März 28th, 2019

CANDYSUCK (#69, 1998)

Posted in interview by Thorsten

…schweden 1992, ein paar 16-17 jährige schülerinnen legen den grundstein für die meißtgehörte platte des jahres 97 im hause supertom. neben den gründungsmitgliedern marit (gesang), anna-lena (drums) und pez (baß) bestehen candysuck heute, nach etlichen besetzungswechseln, aus nathalie (gesang) und daniel (gitarre). wie gesagt ist ihr aktuelles album ’score‘ der superknaller schlechthin. songs, die die pixies nicht besser hätten schreiben können, kommen frisch und frech im team dresch sound daher. diese band ist nicht gott. aber wenn es ihn gäbe, wären candysuck verdammt nahe dran. daher gibt’s für interessierte noch ein paar infos von marit.

März 28th, 2019

PANACEA (#69, 1998)

Posted in interview by Thorsten

Fragen an Panacea – Negative Elektronik Teil 2
– “ Fremd ist der Fremde nur in der Fremde” Karl Valentin –

In Nagano finden die Winterspiele statt, das heißt Fähnchen schwingen und lachen, in Augsburg feiert man auch, nämlich den 100 jährigen Abstand zwischen dem Geburtstages Bertolt Brechts und dem heutigen hier und jetzt, die nicht ganz so naheliegende Gemeinsamkeit zwischen beidem: Die Japaner wissen nicht was sie an der Olympiade, außer Junkies auf Brettern, und die Augsburger nicht was sie an Bertolt Brecht haben, mich eingeschloßen. Dummer Vergleich, doch schon wären wir beim Interview, zu welchem man sich in einem Eiscafé in einer dieser ekelhaften Plastik-Marmor-Einkaufspassagen traf.

März 25th, 2019

BOSS TUNEAGE RECORDS (#192, 2018)

Posted in interview by Jan

Dieses Interview kam zu Stande, nachdem ich in der letzten TRUST-Ausgabe, in meinem Oldie-Artikel „Neu“, mich näher mit melodischen Hardcore aus England auseinandersetzte. Dabei wurde mir erst so richtig bewusst, wie viele geile Veröffentlichungen, entweder als Original oder Re-Release auf Boss Tuneage Records erschienen sind. Der beachtliche Umfang aus circa 400 – 500 Veröffentlichungen, lässt manchmal schon eher verwundern, wenn eine Band bzw. Platte aus jener Ära, nicht auf Boss Tuneage heraus kam, oder wieder Neu aufgelegt wurde.

März 23rd, 2019

THE HIRSCH EFFEKT (#154, 2012 )

Posted in interview by Jan

Es wird langsam Herbst. Der laue Herbstwind weht einem um die Ohren und es wird kälter. Ein idealer Abend für ein Konzert der post-mortalen Jungs aus Hannover – Ladies and Gentleman: The Hirsch Effekt. Vor dem Konzert traf ich mich mit Nils und Ilja (Gitarrist und Bassist) im Innenhof des Exhauses in Trier. Auf Bierbänken sitzend wird der Zweidrittel-Hirsch Effekt nun ausgequetscht. Wir reden über das Album, Liebe und eine wirklich skurile Tourgeschichte.

März 20th, 2019

RADIO Z (#68, 1998)

Posted in artikel by Thorsten

Als Radio Z am 1. Dezember 1987 zum ersten mal auf Sendung ging, konnten die damaligen Initiatoren dieses Radioprojektes aus dem Großraum Nürnberg nicht ahnen, daß daraus die größte nicht-kommerzielle, alternative, private Radiostation in Bayern werden sollte.
Schnell wuchsen die 3 Stunden Sendezeit zu einem täglichen 8-Stunden-Programm an. Mit mehr als genug Problemen hatte Radio Z dabei von Anfang an zu kämpfen. Der „Bayrischen Landeszentrale für neue Medien“ (BLM), die private Rundfunksender in Bayern kontrolliert, war dieses etwas andere Radio von Anfang an ein Dorn im Auge. „Kirchenfeindlichkeit“ und „kommunistische Ausrichtung“ wurden da genannt.

März 20th, 2019

ESEL (#68, 1998)

Posted in interview by Thorsten

Die Befreiung des Bass

Manche Menschen haben einfach fast immer Pech, sie sitzen grundsätzlich im falschen Bus, verpennen irgendwelche Termine oder treten in den einzigen Haufen Hundescheiße in einem Kilometer Umkreis. Zu dieser Art von Menschen gehört eigentlich auch der Autor dieses ach so tollen Textes. – Naja, manche werden sich nun fragen,warum dieser Tölpel jetzt darüber schreibt. Tja, dieses Interview mit Esel fällt teilweise wieder einmal in die Rubrik „dumm gelaufen“, und ist eine weitere Trophäe in meiner Sammlung. Die Vorraussetzungen für das Gespräch waren schon äußerst übel: Der Tipper dieses Artikels litt zum Zeitpunkt des Interviews an derber Heiserkeit, aufgrund eines örtlichen Festes, und hatte eigentlich auch nicht vor, ein Interview zu führen.
Beste Vorraussetzungen also. Aber dafür waren Esel umso besser.

März 14th, 2019

SCUMBUCKET (#66, 1997)

Posted in interview by Thorsten

Ein Traum. Drei Freunde aus der Pfalz spielen im Herbst 1996 aus Lust und Laune irgendwelche spontanen, selbstgeschriebenen Songs. Große Resonanz im Umfeld der drei Jungs und der Zufall, daß Bassist Dylan Kennedy beim Blu Noise Label arbeitet, stellen die Weichen eindeutig in Richtung ‚Heliophobe‘, dem aktuellen Debutalbum der Koblenzer Band SCUMBUCKET. Kein Traum!
Auch kein Traum ist der jährlich wiederkehrende August in Köln, der ja immer etwas für sich hat. Dieses Mal habe ich mich mit Basser Dylan, und am Tag danach auch noch Frontmann Kurth getroffen, um einige grundlegende Details im Bezug auf SCUMBUCKET zu klären.

März 14th, 2019

Kolumnen (#66, 1997)

Posted in kolumne by Thorsten

4 Bier später…

Festivals. Sommer Sonne Herzinfarkt. Jetzt muß man mir ja nicht zumuten, daß ich ein Bizarrefestival oder so einen Scheiß mir anschaue, obwohl, einmal war ich da auch (selbst-outing), war wegen Sonic Youth, sorry. Na also das erste war das Ox-Fest in Essen. Merkwürdige Angelegenheit, die Ruhrpottler sind wirklich verwöhnt mit ihrem Konzertangebot, da waren vielleicht 300 oder 400 Leute – obwohl 200 Bands gespielt haben. Hierbei brillierten die Fixtures und Scared of Chaka, die absolut abgingen, während Devil in Mrs. Jones zwar eine klasse Band sind, der Sound mir aber irgendwie nicht gefallen hat.

März 7th, 2019

MONGREL BITCH (#66, 1997)

Posted in interview by Thorsten

Für dieses Interview könnt ihr euch bei der Frau meines Vertrauens bedanken. Eigentlich sollte sich meine geschätzte Vitamalzplautze Anfang Juni nämlich in Australien bräunen. Da die Chefin aber einen stressigen Umzug nach Frankfurt dem Supadupaerlebnisurlaub unter australischer Sonne vorzog, konnte auch ich mal wieder meiner Lieblingstätigkeit Nr.1 nachgehen, dem Umziehen, alles 3 Stockwerke runter und wieder rauf, na Prima… Aber da der Terminkalendar nun wieder frei von Urlaubsplänen und anderen Interview Hindernissen war, konnten Mongrel Bitch aus New York doch tatsächlich noch zu dem ein oder anderen Thema befragt werden.

März 3rd, 2019

DIAVOLO ROSSO (#123, 2007)

Posted in interview by Jan

“There’ll be a time, a change of mind, you’ll grow to find that living your own life means more than talking ‚bout mine” (RKL – Rumors)

Diavolo Rosso

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, die Interview-Einleitung zu dieser absolut großartigen HC-Punk-Band aus dem Raum Mannheim komplett in diesem mannheimerischen Akzent zu schreiben, aber getreu der alten Regel „Dialektik statt Dialekte“ dann doch drauf verzichtet. Ole (Gitarre), Hinkel (Gitarre), Stef (Bass), Glaser (Drums) und Sänger Micha haben alle schon in so unterschiedlichen Bands wie Dead Beat, Luzifers Mob oder Stack gespielt und machen mit Diavolo Rosso seit einer gefühlten Ewigkeit ganz großes Tennis. Nix da Grindcore, nix da Metalcore, sondern fantastischen RKL-BL´AST-Core. In Darmstadt Ende 2006 und in Frankfurt Anfang 2007 zweimal gesehen, absolut sehr schön. Genau so wie die Musiker selber, argh, wieder mal so ein typischer Witz, den mir F. aus P. wieder ankreiden wird. Im Februar 2007 ergab sich ein nettes E-Mail-Chat-Interview, sprich es war nicht live, aber eben auch nicht das Standard „Hier 15 Fragen, bitte antworten, los Stopp schade“ -E-Mail-Interview.

März 2nd, 2019

HUDLEY VOM FLIPSIDE FANZINE (#154, 2012)

Posted in interview by Jan

BE MORE THAN A WITNESS
Interview mit Hudley, FLIPSIDE FANZINE

„Al and I were not materialistic… so we did not put much value in things. But now when I go to the local pub and see DJ’s treating their records like Icons. I get bummed, partly because I had them all and left them behind, and partly because records have become more precious than the Message of what the punks were saying. For me the message was what Punk was about…or still is! I use to listen to 60’s, 70’s music along to the Circle Jerks and Black Flag while working on Flipside… it is what inspired us! Good Rock and Roll has always been associated with rebellion and raising human consciousness. Fuck, sometimes it was just all about having fun!! I don’t care if some fucker has more records than I do now… they was a time … „

Februar 27th, 2019

APOCALYPTICA (#66, 1997)

Posted in interview by Thorsten

Ein Klassikausflug ins Metalland

APOCALYPTICA sind vier finnische Musikstudenten, die auf ihren Celli Heavy Metal Songs interpretieren. Daß ihr Konzept aufgeht, stellten sie schon bei Tourneen mit BAD RELIGION und den SEX PISTOLS unter Beweis. Hatten APOCALYPTICA auf ihrer ersten Veröffentlichung „Apocalyptica plays Metallica by four cellos“ acht Hits von Metallica klassisch umgesetzt, so wagten sie sich auf ihrer Deutschlandtour gar an härtere Kaliber wie SLAYER oder SEPULTURA. Von bloßen Coverversionen kann man bei APOCALYPTICA wohl kaum sprechen, denn durch die klassische Interpretation erscheinen die Kompositionen in einem ganz neuen Licht und können durchaus auch für sich alleine stehen.

Februar 23rd, 2019

ISTUKAS OVER DISNEYLAND (#157, 2012)

Posted in interview by Jan

Punk in den Philippinen ist keine neue Erscheinung. Seit Ende der 1970er Jahre – als Howlin` Dave als Radiomoderator in den Philippinen britischen Punk über den Äther jagte – gibt es eine lebendige, kleine Szene, die heutzutage sehr facettenreich ist. Es gibt professionelle Strukturen um Musik aufzunehmen, D.I.Y.-Konzertgruppen, einen Platten- bzw. CD-Shop in Manila, viele großartige Fanzines und eine Bandbreite an guten – sowie schlechten – Bands. Und auch wenn Punk in Asien – wie in der Dokumentation Punk im Dschungel – zum Teil als etwas obskur dargestellt wird, muss ich gestehen, für mich ist Pinoy Punk weit weniger exotisch als Punk aus semi-demokratischen Enklaven wie Bayern.

Februar 23rd, 2019

STEVE IGNORANT (#141, 2010 )

Posted in interview by Jan

Trust: Wie viele Leute kennst du, die die erste CRASS Platte “The Feeding of the 5000” anstatt der richtigen 45 RPM auf 33 RPM hörten? Einem Kumpel ist das passiert und nun ja, ich bemerkte es auch erst nach einiger Zeit..
Steve: (Stille… hebt langsam den Finger) Mir auch.

Interview mit STEVE IGNORANT

Februar 21st, 2019

Poll-Auswertung, #65, 1997

Posted in artikel by Thorsten

Also, die Auswertung zu unserem kleinen Poll / Gewinnspiel `Standortbestimmung #97’ soll nun folgen. Zu Beginn erst einmal ein paar Punkte. Wir haben uns diverse Fragen ausgedacht, per e-mail ausdiskutiert und dachten, daß Ihr dabei ein Mordsspässchen habt. Wenn Ihr dann gleich von Ausfragerei labert, dann faß’ ich mir einfach an den Kopf und denke, das kann doch nicht wahr sein. Diejenigen, die mitgemacht haben, viele Dank, auch wenn (natürlich) nicht jeder etwas gewinnen kann (auch hier noch einmal ein herzlicher Dank an die Labels für die Geschenke), und die Auswertung hat vor allem eins ergeben: 1. kann ich durch keinen Zettel irgend etwas Relevantes über die Person lernen, die ihn ausgefüllt hat (von wegen Scientology), im besten Fall kann ich herzlich über lustige Antworten lachen. So, und die, die stänkern wollen, sollen jetzt einfach weiterblättern!!!

Februar 20th, 2019

WHITE LUNG (#158, 2013)

Posted in interview by Jan

Das Bei Roy in Berlin-Neukölln ist ein ziemlich außergewöhnlicher Ort für Konzerte. Nicht nur weil er knapp außerhalb des S-Bahnrings liegt, der magischen Grenze zwischen hipper Innenstadt und spießigen Randbezirken, sondern auch, weil er so am Arsch der Heide liegt. Dort ist es tatsächlich möglich, im Sommer während des Konzerts am offenen Fenster zu stehen und über das Dunkel des Gewerbegebiets hinweg auf die hell erleuchteten Hochhäuser in der Ferne zu blicken.

Februar 15th, 2019

ES WAR MORD (#191, 2018)

Posted in interview by Jan

Wenn es letztes Jahr eine Band geschafft hat mich zu begeistern, dann sind das ES WAR MORD aus der ehemaligen Mauerstadt Berlin. Und gerade in Bezug auf neue HC Punkbands bin ich nicht einfach zu begeistern, aber ES WAR MORD haben es geschafft mit ihrem düsteren Sound und nachdenklichen Texten die richtigen Knöpfe bei mir zu drücken. Allerdings sind die Musiker von ES WAR MORD auch keine blutigen Anfänger, sondern waren damals in Bands wie z.B. VKJ, NO ALLEGIANCE, ZERSTÖRTE JUGEND und JINGO DE LUNCH um nur ein paar Namen zu nennen. Glücklicherweise versuchen ES WAR MORD aber nicht alte Glanztaten zu wiederholen, sondern überzeugen u.a. durch ihre Zeitlosigkeit. Mein Interviewpartner war Tom Schwoll, den einige Leser bestimmt noch von Bands wie ZERSTÖRTE JUGEND, MANSON YOUTH und natürlich JINGO DE LUNCH kennen dürften. Here we go!

Februar 15th, 2019

THIS MOMENT IN BLACK HISTORY (#159, 2013)

Posted in interview by Jan

„Integrity sind okay, ich hatte allerdings immer das Gefühl, dass sie ein wenig dümmlich sind. Als Teenager sah ich sie live. Sie und ihre Fans verströmten immer so eine Macho-Testosteron-geschwängerte Ausstrahlung. Das komplette Konzert war eine befremdende Erfahrung. Ich bin immer zu Konzerten gegangen, weil ich die Musik sehr schätze und um eine gute Zeit zu haben. In dieser ganzen frühe 90er Clevo-HC-Szene schien es mehr darum zu gehen, sein Hemd im Pit auszuziehen und Leute zusammenzuschlagen, das war jetzt so nie mein Ding. In Cleveland ändern sich gerade die Zeiten bezüglich gemeinsamen musikalischen Aktivitäten. Es gibt einige sehr erstaunliche musikalischen Sachen, die von Mut und Kameradschaft geprägt sind. Meiner Erfahrung nach war die Musikszene immer schon irgendwie aufgesplittet. Speziell die Punkszene, die ist irgendwie eine Verlängerung der alten HC-Tage. Es gibt seit je her auch schon eine große Gruppe von Leuten, die denken, dass Punk ein Synonym für Dummheit ist und wenn du nicht ihre sehr enge ästhetische Definition erfüllst, dann werden sie nichts mir dir zu tun haben wollen. “

This Moment in Black History

This Moment in Black History sind sicher eine der geilsten Bands der letzten zehn Jahre, sofern man den offenen Punk-Begriff und dessen musikalisch-ästhetische Umsetzung goutiert. So stand in einem Review zu ihrer ersten Platte etwas von einem „freiem HC-Ansatz“ und „eigenwillige, zapplige Mischung aus bekannten Garage-Punk-Zutaten einerseits und trashig-wavigen Parts.“ Dabei ging es um die ganz großartige zweite Platte der Band – „It takes a nation of assholes to hold us back“ -, deren Logo-Sticker immer noch auf meinem Auto-Heck prangt. Überhaupt eine immer noch ganz erstaunliche Platte, die noch total frisch klingt und die Referenzhölle komplett durchschreitet: Vom Public Enemy-Zitat hin zu der Cover-Aufmachung, die einerseits eine Hommage an das Germs (G.I.) Cover ist. Andererseits findet sich dort auch der abziehbare Aufkleber, die gelbe Aids-Schleife, die sich wiederum auf das „Peel slowly and see“-Bananen-Cover von Velvet Underground bezieht.

Februar 15th, 2019

NACHSCHLAG IN SACHEN VINYL SPECIAL (#160, 2013)

Posted in interview by Jan

VINYL SPECIAL Teil II – Vinyl vs. Business mit X-Mist Records, Music on Vinyl, Cargo Records/Vertrieb, Twisted Chords Label/Mailorder, Green Hell Mailorder, Flight 13 Duplication und Flight 13 Mailorder/Label

von: Bela

Angefixt von der Interviewreihe der TRUST-Ausgabe # 157 um das Vinyl Special, das sehr, sehr lesenswert, super interessant und eigentlich längst schon überfällig war und zudem auch durchaus zur Motivation beiträgt, sich beim nächsten Mailorder oder Plattenladen mit neuem, schwarzen Gold einzudecken…