Juli 26th, 2019
NEUE WEGE IM ROCK
Die Rezeption japanischer Undergroundmusik im Westen leidet unter zwei Faktoren: Entweder findet sie erst gar nicht statt oder erfolgt völlig verzerrt. Gerne wird das Fremdartige als Kuriosum ins Rampenlicht gezerrt, (siehe zuletzt BOREDOMS und MELT-BANANA), was zur Folge hat, dass der Wesensgehalt der Musik meist nur noch von marginaler Bedeutung ist.

Juli 26th, 2019
Ketzer könnten nun die frage stellen, ob teile der hardcore/punk szene mittlerweile eigentlich völlig verblödet oder geschmacklich verweichlicht sind. denn warum bitte sollte ein traditionelles hardcore/punk/emo label wie SUBJUGATION sonst eine lupenreine POP produktion unters volk bringen wollen? nun, sollte ernsthaft jemand diese frage stellen, so läßt sie sich nur damit beantworten, daß es sich bei Nathaniel Greens DOWN TO YOU THEN, SUPERGIRL schlichtweg um eine phenomenale platte handelt. ganz gleich ob sie musikalisch nun in einen punk kontext paßt oder nicht. für den werten tipper dieser zeilen ist diese problematik nun eher weniger bedeutsam, da aufgrund seines eigenen musikalischen backgrounds nathaniel greens output auf äußerst wohlgesonnene trommelfelle trifft.

Juli 26th, 2019
DIGITAL INABILITY oder wie Musik zum Film wird-
Sie waren meine absoluten Favoriten auf dem diesjährigen OPPIKOPPI-Festival im Fountain Valley bei Pretoria: BENGUELA, ein rein instrumentales Dreiergespann aus Capetown. Lange hat es keinen überzeugenderen Ansatz gegeben, wechselnde innere Seelenzustände in Interaktion mit äusseren Einflüssen, Landschaftsbildern und anderen Naturzuständen treten zu lassen. Und dabei Musik als Sprache zu entwickeln, wie sie tiefgehender, emotionaler und organisch gewachsener kaum sein kann. Klassische Songstrukturen im rock-n-roll´schen Sinne werden schon wegen der damit verbundenen minderbemittelten Ausdrucksfähigkeit weitläufig umfahren. Stattdessen wechseln BENGUELA´s musikalische Motive fliessend, Zentrum und zugleich roter Faden ist Rhythmus, Rhythmus und nochmals Rhythmus als stetes Pulsieren.

Juli 22nd, 2019
Wino / Hidden Hand
Achja, der Wino. Den (und seine Musik) kennt man nun auch schon seit Jahren. Eigentlich hätte ich ihn in der (durchaus sympathischen) Hard-Rock- und Hippie-Ecke abgestellt, aber mit Hidden Hand macht er ganz andere Musik, viel erdiger. Abgesehen davon, dass Hidden Hand tatsächlich etwas zu sagen haben, was heute für nicht mehr so viele Bands gilt. Aber vor allem ist Scott Weinrich ein sehr sympathischer, angenehmer Zeitgenosse, mit dem ich seit einigen Jahren immer wieder zu tun hatte.

Juli 22nd, 2019
„Ich habe einmal bestimmte Aspekte der Wirtschaftspolitik mit moderner Kriegsführung verglichen. In der modernen Kriegsführung versucht man, zu entmenschlichen, das Mitgefühl zu beseitigen. Man wirft Bomben aus 15 000 Metern, aber man sieht nicht, wo sie landen, man sieht keine Schäden. Es ist fast wie in einem Computerspiel. Man spricht von „body counts“. Das entmenschlicht den Prozess. Genauso ist es in der Wirtschaft: Man redet über Statistiken und nicht über die Menschen hinter diesen Statistiken.“
Interview mit dem Dokumentarfilmer Florian Opitz
Einige Filme von Florian kennt ihr, zum Beispiel „Der große Ausverkauf“. In dem Dokumentationsfilm geht es um den Widerstand bezüglich der Privatisierungen von Wasser, Strom, Bahn, Gesundheit und Bildung in England, Südafrika, Bolivien und auf den Philippinen. Florian zu der Intention des Filmes: „Mir ist wichtig zu zeigen, dass die Protagonisten keine passiven Opfer sind, sondern würdevolle und aktive Individuen, die in der Lage sind, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und die privatisierte Realität, in der sie leben, zu verändern.“ Spannend sind auch die Filmszenen, in denen Joseph Stiglitz (Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften) interviewt wird. Er schrieb das ganz nette Buch „Die Schattenseiten der Globalisierung“. Von ihm stammt im übrigen das Zitat in der Überschrift zu „Der große Ausverkauf“.

Juli 22nd, 2019
“Well, I thought that I meant something to you
but now I see that it’s untrue.
I guess you must have slept with every guy you ever met.
But I’m gonna get you back if it’s the last thing I ever do.
The stains on your mattress cannot hide,
the fruits of your labor stuffed inside.
But while you´re in la-la land,
whispering the name of another man.
I’m gonna turn my back and leave your cheating ass behind.
I’m gonna run away with your money and buy a ticket to Germany.
I’m gonna sleep with every single slut on the Reeperbahn.
And I’ll be surfing down the river Rhine
and you’ll be standing in the welfare line.
Your money and your honey are long gone!
It’s nothing personal you saw to that,
you’re just a person who does her best work on her back.
But if you’re wakened by an obscene call,
I sprayed your number on the Berlin wall.
I’ve seen the soldiers as they pass it all around.
Imagine all the business that you once missed
because you couldn’t fuck the Communists,
East or West your still the best deal in town. Go!”
(Sloppy Seconds – Germany, 1989)
The mighty heros:
SLOPPY SECONDS
Comics, Alkohol, Lesben-Pornos, Traci Lords, Horrorfilme, Eviel Knievel, Ramones, Cheeseburger, Russ Meyer, Fernsehshows… willkommen in der Welt der Könige des Junkrocks: Sloppy Seconds aus Indianapolis, aktiv seit Mitte der 80er. Wir wissen nicht alles über die Band, aber eines können wir sicher ausschließen: Vegetarier sind sie nicht. Was sie wirklich sind, ob sexistisch oder schwulenfeindlich (einige Songs lassen eventuelle gewisse Rückschlüsse zu), darüber wird noch zu reden sein.

Juli 22nd, 2019
„Schwerpunktausgaben können zeitlos und nachhaltig sein. Ich denke, auch noch über Jahre hinweg, sind Themen und Aspekte wie Sexismus, Gender, Tierrechte, Repression, Ausgrenzung, Diskriminierung ein bedeutendes, gesamtgesellschaftliches Thema. Hierzu lassen sich immer wieder, aber aus verschiedenen Blickwinkel Unterthemen finden, die das Oberthema in zukunftsweisende, prospektive Ansätze gliedert. Ich kann ein Sachthema beleuchten, auf aktuelle Ereignisse eingehen und dazu differenzierte Meinungen präsentieren. Das finde ich spannend. Darüber hinaus führen thematische Ansätze zu Lernzyklen, die auf der Konzentrierung, der Entdeckung gemeinsamer Interessen und der Vernetzung aufbauen. Sie bieten Zugang zu geistigen und kreativen Experimentierstätten. Das ist prägend und charakteristisch für das UNDERDOG.“
Das Underdog Fanzine erscheint nun schon seit mehr als fünfzig Ausgaben oldschool auf DINA 5, erst mal ein Grund zum gratulieren! Fred ist der Macher dieses Heftes aus Norddeutschland und mit ihm sprach ich über diverse Aspekte seines Zines. Fred traf ich schon mal in Person bei einem unserer Trust-Release-Party-Auflege-Abende im „Eisen“ in Bremen oder auch mal beim Endless Grind Skate-Event vorm Schlachthof Bremen. Er ist ein sehr lustiger Mensch, was man vielleicht von der ernsten und trockenen Schreibweise im Heft nicht unbedingt erwarten würde.

Juli 22nd, 2019
Dicke in der Hölle
Treedeon
Manchmal weiß man ja wirklich nicht so genau, was man aus einem Interview eigentlich herausholen will. Manchmal erledigt sich die Frage im Vorbeigehen. Manchmal scheitert man grandios. Schweigt sich an. Redet aneinander vorbei. Manchmal aber gibt es durchaus ein intrinsisches Motiv, das dann an den konkreten Bedingungen sich zerreibt. Oder zumindest den Zweck beeinträchtigt. Zum Beispiel in diesem Fall. Das Brummen der Landleitung ließ sich noch per Mobiltelefon umgehen. Mein Spaß am Vorabend hätte sich zwar wohl umgehen lassen – aber nun war es zu spät.

Juli 22nd, 2019
„Alles war so minimalistisch gegenüber den Metal Konzerten und trotzdem hatte man nach solch einem Konzert das Gefühl, etwas ganz ganz großes erlebt zu haben“
Interview mit CORROSIVE, Schwarzwald-Powerviolence seit 1986
Yes, the boys are back in town… und das schon seit 2006. Die mächtigen CORROSIVE aus dem beschaulichen Schwarzwald, genauer gesagt aus Hardcorehausen Villingen-Schwennigen, sind seit zwei Jahren zurück, um uns den alten „Power Violence“/“Grindcore“/“Noisecore“ der Slap-a-Ham Records Schule zu kredenzen. D.h. die hier zelebrierte Musik erinnert an die von der Band selber angegebenen Einflüsse wie SLAYER, INFEST, CROSSED OUT, frühe NAPALM DEATH. Also nur das geile, großartige Zeug und keine flachen Imitate. Die Attitüde der Band ist allerdings noch älter als der Anfang der 90er aufkommende Slap-a-ham Stil.

Juli 17th, 2019
DIE RÜCKKEHR DES APOKALYPTISCHEN BILDERSTÜRMERS
Seine Musik hat mich seit Mitte der 80er kontinuierlich begleitet. „NAIL“ und „HOLE“. Der Apokalyptiker mit den unzähligen Gesichtern. „I´LL MEET YOU IN POLAND, BABY“ und „ENGLISH FAGGOT“.
Schwarzer Ritter, todessüsser Joker und Grand Arrangeur in einer Person.
FOETUS CORRUPTUS, FOETUS OVER FRISCO. Zynisch und weltabgewandt und voll von selbstzerstörerischer Energie. Der bastardisierte Sinatra, der ganze Orchester in Auflösung begriffen in den Abgrund marschieren lässt.
Ein Loner, der selten lächelt und sich in großartig-tragischen Gesten verliert. Herr CLINT RUIN alias JIM G. THIRLWELL. STEREOID MAXIMUS und MANOREXIA. Begnadeter Elektroniker, Performer und Multi-Instrumentalist. Großer Hexenmeister des strukturierten Krachs. Lange war keine Dissonanz aus seinem Musik-Laboratorium, dem „self-immolition-studio“ mehr zu vernehmen.

Juli 17th, 2019
Irgendwann im Mai drückte mir ein amerikanischer Bekannter eine Mini-CD in die Hand. „Hör dir die mal an, mit denen arbeite ich künftig“, meinte er nur – was für Musik das sein könnte, sagte er nicht. Ich war schon beim ersten Hören beeindruckt: Ich liebte diese ausschweifenden Orgel-Parts in den Songs, die für Punk viel zu lang waren. Aber es war immer noch Punk, was diese Band machte – Punk in dem Sinne, wie ihn Juno auch auf ihrer neuen Platte spielen. Nur vielleicht nicht so nachdenklich, zerbrechlich und verinnerlicht, sondern weit dekadenter, exzessiver, nicht unbedingt Lebensbejahender, aber sicherlich -genießender. „Goodnight“ hieß die CD und Pleasure Forever die Band, die seither definitiv zu meinen Favoriten gehört.

Juli 17th, 2019
Frei nach dem Motto „besser spät als nie“ habe ich an einem sonnigen Frühlingstag im März ein kleines Interview mit Rudey, dem Gitarristen, Songwriter und Bandmitbegründer der Band ANFALL geführt – zur aktuellen Scheibe und auch noch zu einigen anderen Dingen mehr…
Lest selbst, was der PunkROCKER aus Hannover zu sagen hat, und freut euch auf das ein oder andere nicht ganz ernstgemeinte Statement!

Juli 15th, 2019
SUPPORT YOUR LOCAL TRESENCREW: CHAINBREAKER
Chainbreaker kommen aus Potsdam und überzeugen durch schnörkelosen Hardcore, der leicht ins grindige geht, aber überraschend metalfrei und ohne dicke Eier rüberkommt. Dieser Einleitungssatz war für Daniel vom Trust, der immer die Musikbeschreibungen von Bands in den Einleitungen vermisst; also, HC der Septic Death /Siege/Heresy-Schule mit Grindcore-Einschlag aus Ostdeutschland. Ich habe den lustigen Berliner Slang (also ich finde den immer lustig) der Burschen mal so gelassen und wünsche euch viel Spass.

Juli 15th, 2019
„Unknown towns are fun. That’s when and where it’s possible to imagine that everybody you meet is nice.“ (Celine)
Interview mit MYKEL BOARD
Mykel Board schreibt seit 1982 seine Kolumne im Maximum Rock´n´Roll; es sind lange und lesenswerte eigenständige Texte, die der alte Mann aus New York da jeden Monat raushaut. Da ich mit ihm wegen seines Textes für die TRUST Sex und Musik Ausgabe im Email Kontakt war und es kurzfristig so aussah, als ob ich nach New York fahren würde (was aber nicht geklappt hat), dachte ich mir, dass ich dem guten Mann mal ein paar Fragen per Email stelle, die dann auch sehr schnell im März 2006 beantwortet worden. Viel Spass, see you on board.

Juli 15th, 2019
DIY No Bullshit pissed Off personal-political HC-Thrash:
im Gespräch mit DROPDEAD.
Die heutigen (ü) 40 Fans werden sich bestimmt noch gut an die (Konzerte der) wahnsinnigen Amis von Dropdead in den 90er erinnern. Für alle anderen hier erstmal ein paar Infos zur Band. 1989 trafen sich in Providence (im Bundesstaat Rhode Island an der amerikanischen Ostküste) Bob und Ben zum Musizieren. Daraus wurden dann Anfang1991 Dropdead. Ziel: Hardcore Thrash mit persönlichen und politischen Texten. Die Mittel: rühre Confuse, Siege, Lärm, Crass, Swans, Infest, SSD, Pandemonium, Icons of Filth, Gauze, Septic Death, Discharge und Anti-Cimex zusammen und mixe alles gut durch!

Juli 15th, 2019
Ein Abend vor Halloween irgendwo in Hamburg. Fünf gestandene Männer, die ihre gemeinsame musikalische Aktivität BOY DIVISION nennen, haben sich versammelt, um fünf Fragebögen zu beantworten, die ihnen per E-Mail zugeschickt wurden. Auf dem Tisch: Ein Aufnahmegerät samt Mikrophon. Gleich daneben: Eine Knabbertüte, die anfangs öfters empfindlich knistert. Gläser klirren. Die Stimmen: Durcheinander und zumeist nicht identifizierbar. Die Stimmung: Heizt sich auf.

Juli 15th, 2019
Mittlerweile dürfte sich so einiges herumgesprochen haben: Dass Dinosaur jr. mitsamt dem alten Schriftzug wieder da sind, mit Murph und Lou. Dass sie eine neue Platte gemacht haben. Dass diese wieder mal sehr toll und dinosaur-mäßig geworden ist (wobei sich nicht ganz so weit herumgesprochen hat, dass sie eher klingt wie die Dinosaur nach dem Auseinanderbrechen der Urbesetzung und nicht, wie irrtümlicherweise mindestens in jeder zweiten Besprechung behauptet, ganz und gar nach „Bug“ oder gar „You’re Living All Over Me“ klingt, die, wie sich wiederum begrenzter Bekanntheit erfreut, vor zwei Jahren neu aufgelegt wurden). Dass J Mascis ein schweigsamer Mensch ist.

Juli 15th, 2019
„To the one true God above: here is my prayer – not the first you’ve heard, but the first I wrote. (not the first, but the others were a long time ago). There are two people here, and I want you to kill them. Her – she can go quietly, by disease or a blow to the base of her neck, where her necklaces close, where her garments come together, where I used to lay my face…
That’s where you oughta kill her, in that particular place. Him – just fucking kill him, I don’t care if it hurts. Yes I do, I want it to, fucking kill him but first make him cry like a woman, (no particular woman), let him hold out hope that someone or other might come then fucking kill him Fucking kill him. Kill him already, kill him. Fucking kill him, fucking kill him, Kill him already, kill him… Amen“
Ein Interview mit Bob Weston / SHELLAC
Shellac. Noise-Rock aus Chicago. Präzise. Gefährlich. Unglaublich erregend. Geil. Fies. Ein Uhrwerk. Die Überschrift der Text von dem Song „Prayer to God“, ein mächtiger abgefuckter Ripper vor dem Herrn, ein Schlag mit Ansage in die Weichteile und du willst immer noch mehr. Die „Terraform“ könnte man weglassen und die „Italien Greyhound“ auch, aber den Rest brauchst du!

Juli 8th, 2019
„Ich bin am ganzen Körper tätowiert – in Hautfarbe! In Hautfarbe!“
Im Dialog mit den JOSEPH BOYS
Es war ja so: im September 2015 brachen die Düsseldorfer JOSEPH BOYS nicht nur den Rekord am Höchst-Konsum von Backstage-Getränken im Dreikönigskeller in Frankfurt am Main – sie machten auch „nebenbei“ noch so geile Punk-Musik, dass ich zu dem Veranstalter, ein alter Freund der Band und früherer Trust-Schreiber, nur meinte „Schade, das wird das letzte Mal sein, dass wir die Band in diesem kleinen Rahmen sehen werden, sie sind einfach zu gut!“. Dazu stehe ich weiterhin und die Band wird einfach immer besser.

Juli 8th, 2019
„Als ihr angefangen habt, was waren eure Einflüsse, Dada und Surrealismus?
Unzufriedenheit! Ganz am Anfang stand die Unzufriedenheit. Du schaust dich nicht nach anderen Alternativen um, wenn du zufrieden bist. Das war zuerst. Auf jeden Fall dann der Existentialismus aus Europa. Sartre und Camus, das lasen wir alle und war für uns 100 Prozent eine wichtige Inspiration. Wittgenstein war Pflichtlektüre. Zen-Buddhismus war auch wichtig, ich denke, dass waren so die wichtigsten intellektuellen Einflüsse. Und natürlich ein generelles Interesse an der Musik weltweit, die neu war, indische Musik wurde gerade bekannt.“
Im Gespräch mit Fluxus-Künstler Benjamin Patterson
Fluxus ist eine Kunstrichtung (Musik, Literatur, Videos, Malerei, Performance), die 1961 zuerst in New York entstand. Die offizielle Geburtsstunde war das Jahr 1962 in Wiesbaden. Und somit wurde 2012 das 50 jährige Fluxus-Jubiläum gefeiert. Es gab in der „Zeit“ zu diesem Anlass einen guten Artikel, an dem ich mich im folgenden anlehne.

Juli 8th, 2019
MEUDIADEMORTE RECORDS
Durch viel Liebe zum Detail zeichnen sich die Platten des saarländischen Labels MEUDIADEMORTE aus, welches seit nun vier Jahren vorallem experimentelle, teils recht obskure, Musik veröffentlicht.
Labelmacher Pascal beschränkt sich nicht nur auf oftmals vorhandene ein / zwei typische Stilrichtungen bei auch kleinen Plattenfirmen, sondern released was gefällt: Sei es nun Noise, Post Punk, Elektronik oder auch mal poppige Sachen.

Juli 4th, 2019
Im TRUST # 186 schrieb Stone in einem Review, über die aus Köln stammenden TICS: „Ihre Songs, nie über zwei Minuten lang, hibbeln nervös wie bei den Minutemen. Und handeln von den Symptomen des Lebens im entwickelten Kapitalismus… Minutemen als nächstliegende Referenz nannte ich bereits, wobei manches in den Gitarren (und das punktuell eigesetzte, schön frei dahintrötende Saxophon) dann auch an Slovenly erinnert, auch die Art wie hier eher skandiert als gesungen wird“. MINUTEMEN! SLOVENLY! Attitüde! Saxophon! waren die vier resultierenden Schlagwörter, die meine Interesse sofort weckten.

Juli 4th, 2019
Über das Rezept für Lieblingsplatten
Interview mit Gouge Away
Wann habt ihr das letzte Mal eine Band für Euch entdeckt? Eine, die Euch umhaut. Ihr hört die Platte rauf und runter. Sie ist Euer Soundtrack, wenn Ihr in der Abenddämmerung durch die Straßen zieht. Sie bringt Euch dazu, in lauen Sommernächten viel zu schnell mit dem Fahrrad nach Hause zu rasen. Oder im Auto den Refrain mitzubrüllen und dabei die Faust zu recken. Die Texte sprechen Euch aus dem Herzen und ihr könnt einfach nicht still sitzen, wenn Ihr sie hört. Die Musik bewegt Euch. Sie trifft einen Nerv – Euren Nerv. Wann ist es Euch das letzte Mal passiert?

Juli 1st, 2019
ALICE BAG dürfte den meisten von euch bekannt sein, als Sängerin von The BAGS, die 1978 auf Dangerhouse Records, die „Survive“-Single und ein Jahr später auf dem Sampler „Yes L.A.“ den Song „We don´t need the english“ veröffentlichten. 1992 wurde aus der gleichen Aufnahmesession, für den zweiten Dangerhouse-Sampler noch der Punkrockknaller „We will bury you“ ausgegraben.

Juli 1st, 2019
“Yes that’s right, punk is dead. It’s just another cheap product for the consumers head. Bubblegum rock on plastic transistors. Schoolboy sedition backed by big time promoters. CBS promote the Clash. But it ain’t for revolution, it’s just for cash. Punk became a fashion just like hippy used to be and it ain’t got a thing to do with you or me.
Movements are systems and systems kill. Movements are expressions of the public will. Punk became a movement cos we all felt lost. But the leaders sold out and now we all pay the cost. Punk narcissism was social napalm, Steve Jones started doing real harm. Preaching revolution, anarchy and change. As he sucked from the system that had given him his name.
Well I’m tired of staring through shit stained glass. Tired of staring up a superstars arse. I’ve got an arse and crap and a name. I’m just waiting for my fifteen minutes fame. Steve Jones you’re napalm. If you’re so pretty (vacant) why do you swarm? Patti Smith you’re napalm. You write with your hand but it’s Rimbaud’s arm.
And me, yes I, do I want to burn? Is there something I can learn? Do I need a business man to promote my angle? Can I resist the carrots that fame and fortune dangle? I see the velvet zippies in their bondage gear. The social elite with safety-pins in their ear. I watch and understand that it don’t mean a thing. The scorpions might attack, but the systems stole the sting.
PUNK IS DEAD. PUNK IS DEAD. PUNK IS DEAD.“
(CRASS, 1978)
