MELT BANANA (#73, 12-1998)
melt-banana aus japan, eine band zum verlieben. eine liebe die nun schon in das dritte jahr geht und noch genau so frisch und lebendig und aufregend ist wie am ersten tag. 
melt-banana aus japan, eine band zum verlieben. eine liebe die nun schon in das dritte jahr geht und noch genau so frisch und lebendig und aufregend ist wie am ersten tag. 
Bis dieses Heft beim Leser ankommt, wird die „Tour des Jahres“ schon wieder vorbei sein. Ihr wisst von wem ich spreche, den Sex Pistols. Helter Skelter war das Motto der Festivals, bei denen sie in Deutschland gespielt haben. Ich habe zwar bis auf einen kurzen TV-Ausschnitt nichts davon mitbekommen, aber das, was ich gesehen habe, war sehr erbärmlich. 
Der Wettkampf ist eröffnet: Wer gewinnt die interne Meisterschaft um die Nachfolge von At The Drive-In? Cedric Bixler und Omar Rodriguez, die beiden wohl exponiertesten ehemaligen Mitglieder der Band (sprich Sänger und Gitarrist)? Oder doch der ruhigere Rest, der für die Band nicht minder wichtig gewesen sein dürfte? The Mars Volta also oder Sparta? ย ย ย ย ย ย ย ย 
Mardi Gras.bb gehörten 2000 zu den Bands, die bei uns im wahrsten Sinne des Wortes mit Pauken und Trompeten einschlugen. Die 13-köpfige Frankfurter Formation veröffentlichte im August des letzten Jahres mit „Supersmell“ ein wahres Groovemonster das sich musikalisch nur schwer einordnen lässt. 
Warum sollte ich Vegetarier werden? Fleisch ist doch lecker, nährstoffreich, gesund… oder nicht? Und leidende Tiere in der Massenproduktion, bei Tiertransporten oder bei der Schlachtung? Dafür gibt es doch Gesetze?!? Leider sieht die Realität anders aus und dieser Bericht soll dazu beitragen, zumindest über seinen eigenen Fleischkonsum nachzudenken. 
Verschiedene Musikfans haben die nachfolgende Szene schon miterleben dürfen. Während man gerade eine neuerworbene CD hört, klingelt es an der Haustür und völlig überraschend bitten mehrere Herren in Zivil und Uniform um Einlass.ย 
Studenten protestieren gegen Haushaltskürzungen an den Unis und Studiengebühren – aber wie!?ย
Ob Berlin oder Frankfurt, Göttingen, Marburg oder München: Seit Wochen gehen wütende Studenten auf die Strasse. Sie protestieren gegen überfüllte Hörsäle, über-forderte Professoren, gegen die Schliessung von Instituten „wegen der allerorts lee-ren Kassen“ und gegen drohende Studiengebühren. 
Zur „Krise des Sozialstaats“ oder: Warum der Sozialstaat nicht verteidigt gehört!
Seit einigen Jahren vollzieht sich vor dem Hintergrund einer anhaltenden Massenarbeitslosigkeit, welche für eine wachsende Zahl von Gesellschaftsmitgliedern die Perspektive einer (Wieder)eingliederung in das System der marktwirtschaftlichen Erwerbsarbeit dauerhaft hinfällig werden lässt, der forcierte „Umbau des Sozialstaates“. 
skot olsen malt bilder. ich führe interviews. welch eine kombination, welch eine einleitung…
An meinem letzten Praktikumstag bei Revelation Records in Huntington Beach in Orange County, am Freitag, den 5.3.04, interviewte ich nach langer nur-Interviews-per-email-Zeit wieder einmal live, d.h. mit Diktiergerät und einem Zettel voller vorbereiteter Fragen. 
PUNKVOTER.COM – Zeit für eine Entscheidung?
Okay, wir hatten das schon einmal hier im Heft, als in österreich der Haider in die Regierung kam: Wahlen und wofür die gutsein sollen. Aber das Thema ist schliesslich immergrün. So las man in den vergangenen Monaten immmer wieder von Punkvoter.com, einer Initiative von Fat Mike (NOFX), der über eine Website „progressive Wähler ausbilden, registrieren und mobilisieren“ (alle Zitate, so nicht anders angegeben, von www.punkvoter.com) will. 
รber meinen Erstkontakt mit Pilates Ende 2001 hab ich ja schon kurz in einer Kolume im Trust # 92 geschrieben. Waren diese Zeilen noch geprägt von dem euphorischen Erstkick eines grade frisch Angefixten, bin ich nun zum ebenso euphorischen Abhängigen geworden. 
krach im zeichen der burg
Irgendwie gehört es ja fast schon zum guten ton, an der heimischen szene rumzunörgeln. Auswärtige bands spielen immer wo anders und die einheimischen sind alle für`n arsch und wenn nicht alle, dann trifft die aussage zumindest auf die meisten zu. Mag ja alles auch irgendwie seine richtigkeit haben. Und gerade im grossraum nürnberg ist leichter lügen zu strafen, wer freimütig und umfassend das gegenteil behauptet. 
Vor der Küste fliesst der sehr kalte Benguela-Strom nach Norden, und der Wind pfeift mit beängstigender Geschwindigkeit um meine Ohren. Er trägt fürchterlich viel Sand mit sich, was an ein Sandstrahlgebläse erinnert und die Haut rötet. Im Windschatten von grösseren Felsbrocken gibt es einige Pflanzen, die so aussehen, als ob man sie nie giessen müsste, weil sie sowieso keine Feuchtigkeit beinhalten. 
Frank Kozik brauche ich wohl nicht vorzustellen. Seine Arbeit springt einem im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge, denn er macht schrille und grossartige Poster für Bands, die wir alle lieben. 
So, ab jetzt in loser Reihenfolge werden wir – Euere guten Freunde vom Trust – Euch mit einigen Tips zum besseren Haushalt versorgen. Natürlich wisst Ihr ja, dass man Müll vermeiden soll, Körnerbrot kauen soll, Walfischsteaks nur als Kurzgebratenes servieren und lösungsmittelhaltige Farben einfach besser törnen… daher gehen wir heute einmal in die Niederungen des Abwassers, will sagen die optimale Rohrreinigung sollte unser heutiges Problem sein.ย 
Ein Kapitalismus mit menschlichem Antlitz?
Der Geist von Seattle – I Don’t Believe The Hype
Der WTO-Gipfel in Seattle im Dezember 1999 markierte die Geburt eines Geistes – des Geistes von Seattle. Ein regelrechter Hype entstand – nicht zuletzt in linken Kreisen und den Zeitschriften des subkulturellen Untergrounds und Mainstreams, der von der Geburt einer neuen Bewegung sprach, die inzwischen auch mit verständnisvollem Blick von der bürgerlichen Presse anerkannt, zu Teilen gar von der herrschenden Politik umarmt wurde: 
„It`s not funny“, sagt Henry Rollins, dass Glen E. Friedman so viele coole Dinge von Anfang an miterlebt habe, und er hat recht. Seit 1976, als er mit 12 Jahren sein erstes Bild publiziert hat, ist Friedman Fotograf. 
LARD
„LARD nimmt Zeit in Anspruch. Zumindest die neue Platte tat das. Vieles wurde ja schon früher aufgenommen und geschrieben. Nummern, die von MINISTRY stammen, aber nie auf einem MINISTRY-Album Platz fanden. Es sind sozusagen ihre abgenagten Knochen, die sie dem alten Hund vorwerfen. In unserem Fall sind die Knochen allerdings so gut, dass ich dabei ein sehr glücklicher alter Hund bin. 
It never rains in sunny California – Jello Biafra erzählt
Tut es doch, regnen. Und an einem dieser Regen-tage habe ich mich mit Jello Biafra in San Francisco getroffen. Wir zogen uns in den Backstageraum der MONOMEN zurück (waren aber nicht so blöd, deren Konzert zu verpassen) und schwafelten dermassen lange, dass das Interview zwei ganze TRUST-Ausgaben füllen könnte. Obwohl Jello sehr viel über die Geschichte und Gegenwart des Punk, die Politik der USA (na klar, wer hätte etwas anderes erwartet? 
TOM DREYER
Er wollte sein Leben lang Veränderung, nichts war ihm ferner als Stillstand, und wenn genügend Reibung da war, war er in seinem Element – zumindest hatten Aussenstehende diesen Eindruck. Aber wollte er das wirklich, oder war es nur Teil seiner aufwändigen Suche nach seinem Platz in dieser Welt? 
Dolf
Draussen 21C, blauer Himmel, das Meer direkt vor der Haustür – optimal, könnte man meinen, oder sich auch Fragen warum ich dann hier sitze – nun, Leute, es ist windig, ausserdem ist das hier die 15-Jahres-Ausgabe und so nehme ich mir gerne die Zeit, ich muss gestehen, auch wenn es nicht windig wäre hätte ich es gern getan, hier auch ein paar Zeilen zu schreiben.ย 
Dolf – I got my Power
Wisst ihr wo die Aleuten sind? Nein? Ich sags euch, das ist eine Inselkette vor Alaska, die noch zu den Usa gehört, obwohl sie ja auch vor Kamtschatka liegt. Was aber noch viel intereanter ist, als die Lage der ca. 150 Inseln ist das es dort etwas gibt, das ich wohl gerne auch hier sehen würde. Bei den Ureinwohnern dort gilt nämlich der Diebstahl von Zeit als schadensersatzpflichtiger Delikt. Wow!ย 
DIE NEUJAHRSWüNSCHE DER MUTTER OBERIN
Ich habe die Zukunft dieses Landes gesehen! Auf einer Party, auf der wieder Alle betrunken waren, und auf der sie sich wiedertrafen, auch wenn sie die letzten zwölf Monate eher damit verbracht hatten, genau das zu vermeiden. Alle die, die schon lange nicht mehr in einer der drei Kneipen gesichtet wurden, die man in dieser Stadt noch besuchen konnte, wenn man halb-wegs unentwegt war und nicht ohnehin besseres mit seiner Zeit anzufangen wusste oder musste.ย 
Stone
Die langen Abende am BücherInnentisch
Es sind fade Tage, finden sie nicht auch?. Und was schlimmer ist: Sie sind voller Arbeit. Wären sie das nicht, liesse sich gegen die Fadheit womöglich etwas unternehmen. Es liesse sich in geselliger Runde beisammen sitzen und dummes Zeug reden. 