Fotos von der 20 Jahre Trust Feier
https://trust-zine.de/wp-content/myfotos/20jahre/trust20.html
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DOLF
Ist euch schonmal aufgefallen wie AUSDRUCKssTARK fast alle Bands heutezutage sind? Egal ob das beim Schulbandwettbewerb, im TV oder auf vermeintlich „alternativen“ Veranstaltungen ist? So gut wie alle Bands bringen sehr stark zum Ausdruck: „Wir wollen mit unserer Musik Geld verdienen, deshalb versuchen wir die Musik zu machen von der wir glauben das viele Leute sie mögen werden“ 
Crime Desire leben in San Diego, sind noch nie durch Europa getourt, haben ihre Debüt LP โWe Hate All Lifeโ auf dem eigens dafür aus dem Boden gestampften Label Life`s A Rape schön DIY veröffentlicht und in Europa haben sich Coalition Records ihrer mit der CD Version angenommen. Sie sagen selbst, dass sie gerne B`last, Siege!, Neos, Crossed Out und Discharge hören. 
Als ich irgendwann Mitte der 80er Jahre zum ersten Mal Blues-Platten hörte, waren das nicht gerade sehr aufregende Veröffentlichungen. Ich erinnere mich noch daran, dass ich Eric Clapton oder Robert Cray mochte. Im Laufe der Zeit entdeckte ich aber immer mehr intensive Blues-Songs von Musikern wie Blind Lemon Jefferson, der vor mehr als 60 Jahren Musik machte und den ich nur von alten 78er Platten kannte.
When I started listening to Blues records for the first time sometimes in the middle of the eighties, there werenยดt very interesting releases. I remember, that I liked Eric Clapton or Robert Cray. Over the years I found more intensive blues-songs by muscians like Blind Lemon Jefferson who made music sixty years ago and who I knew only from old records from 1978.
Spirit Caravan und der ganze Jazz
Wino war ein Typ, der in mein Blickfeld geriet, als ich anfing, mir ssT-Platten zu bestellen, was alles in allem schon etwas länger her ist. 
ehrlich gesagt hatte ich die hoffnung auf dieses TRIAL interview schon aufgegeben. ganze 7 monate hat es gedauert bis sich der gute greg, sänger und sprachrohr der band, endlich mal gerührt hat. TRIAL kommen aus der stadt, welche uns so fragwürdige erscheinungen wie grunge brachte. zudem sind sie der beste beweis, dass auch nach dem abdanken undertows der straight edge mosh knüppel in seattle wächst und gedeiht. 
Vor kurzem tourten Oxbow durch unsere Lande, um ihr neues Album „Let me be a woman dem Volke näherzubringen. Und da Oxbow doch recht seltsam sind, und ihre eher unkonventionelle Musik noch nicht sonderlich bekannt ist, war es nach ihrem Konzert im Hannoveraner „Cafe Glocksee am 15.6. mehr oder weniger Pflicht, die Band Backstage zu besuchen, und mit ihnen ein wirklich angenehmes Gespräch zu führen. 
Noise-Rock geht mir ja in letzter Zeit zunehmend auf den Geist, zuviel Kreischen und zuwenig Songintelligenz. Ausnahmen bestätigen mal wieder die Regel. Nachdem mir erst Girls Against Boys den Glauben an den Sinn des gebündelten Energieschubs wiedergegeben hatten, war ich beim Hören des Vorabtapes von Kepone zunehmend angetan. Ebenfalls diese ungeheuere Dynamik, das Pulsieren, Anschwillen und Explodieren. 
Vor einige Zeit tourten Promise Ring wie für solche Musik üblich durch den Norden des Landes; im Gepäck hatten sie eine neue Band, von der ich nur hörte, dass es sich um Ex-Jawbeaker handeln sollte, und diesbezüglich war klar, dass ich mir das ansehen wollte. Letztere hatten auf der einen Seite eine Menge für mein Wohlbefinden getan (und den Satz, den ich vor 30 Ausgaben hier schrieb, dass es sich um die beste Band der Welt handeln würde, kann ich retrospektiv immer noch genauso blindlings unterschreiben). 
Beim ersten anhören des aktuellen longplayers der fünf aus Santa Cruz, CA, war klar, dass ich mit ihnen ein interview machen wollte. Nicht nur, weil sie mich musikalisch voll überzeugten (würde ja schon reichen), sondern auch, da sie schon öfter durch ihre texte bewiesen hatten, dass sie durchaus kritisch ihrer umgebung gegenüberstehen. 
wenn die einst so famos gestarteten get up kids dieser tage nichts weiter als lutscherigen, uninspirierten emo-whimp-pussy-pop zu stande bringen, dann erstrahlt eine band wie garrison aus boston gleich in doppelt hellem licht. verbinden sie doch die ungestüme unbeschwertheit und hitqualität der ersten get up kids singles mit einer noisigen, tiefgehenden melancholie, wie man sie derzeit nur sehr selten in den melodiösen emo-gefilden vorfindet. 
Fu Manchu sind verlässlich. Nicht nur, dass sie auf ihren Platten immer wieder erfolgreich das Prinzip des schleppschweren Riffs variieren, na sagen wir, repetieren, allerdings ohne langweilig zu werden. Sie schmücken auch mit viel Geschmack ihr Werk immer wieder mit Skateboards, Flipperautomaten, Motorrädern und aufgebrezelten Autos, den Fetischen der Jugend Amerikas, männliche Abteilung. 
Ich habe selten auf einem Konzert so viele leuchtende Augen gesehen, wie bei den Fugazi-Shows im September. Und ich hatte mich auch darauf gefreut, und zwar spätestens seit ‚End Hits‘, nachdem mir die Band lange Zeit eigentlich ziemlich egal gewesen war. 
Nach langer – fast dreijรคhriger – Tour-Abstinenz von Europa waren FUGAZI aus Washington D.C. heuer im Frรผhling und Sommer endlich wieder live zu erleben, im Gepรคck das phantastische neue Album „Red Medicine“. Live wie auf „Red Medicine“ prรคsentieren sich Brendan Canty, Joe Lally, Ian MacKaye und Guy Picciotto als vitale musikalische Einheit, die nichts von ihrer schon sprichwรถrtlichen Energie verloren hat. 
Ohne grosse Erwartungen besuchte ich eines Abends ein Konzert, um relativ schnell sehr positiv überrascht zu sein. 
Painted Thin kommen aus Winnipeg / Kanada, der Stadt von Prapagandhi und I Spy, und sind für mich zur Zeit eine der interessantesten Bands aus der melodischen Punkrock – Ecke, gerade weil sie sich, wie die oben genannten Bands, in ideololigi-scher und textlicher Weise deutlich von dem stereotypen „Saufen, Skaten, Girls“ abheben. 
Sie treffen auf eine Szene, die an instrumentalen und episch angelegten Entwürfen nicht arm ist: Godspeed You! Black Emperor und Mogwai sind die bekanntesten Bands, die fast ohne Worte (wenn, sind die meist gesampelt) auskommen, deren Stücke selten auf unter sechs Minuten Länge kommen. Ostinato aus Washington DC lassen sich davon nicht erschüttern. 
Lange schon hat mir Musik nicht mehr derart physisches Vergnügen bereitet. Die letzten Shows der MELVINS liegen bereits eineinhalb Jahre zurück, als ich so etwas wie körperliche Transzendenz verspüren konnte. 
Normalerweise verlässt der prototypische Konzertbesucher einen Auftritt von One Foot In The Grave mit einem Dauergrinsen. Vielleicht aber nimmt der Konzertbesucher auch eine kleine Weisheit mit nach Hause, nämlich dass es wichtig ist, Leute nicht nach ihrem äusseren, sondern ihrem Inneren zu bewerten. 
Letzten Monat spielten Im Kerosin/Augsburg Thee Oblivians, ich wurde völlig überraschend von Crypt angehau`n ein Interview zu halten und hier ist mein erstes eben dieses offizielle Interview. Das Problem war nur „Was eine Band fragen die in mindestens 5 Interviews schon alles gefragt wurde was man schon immer wissen wollte“.“Wer seid Ihr“? „Wohin geht Ihr“?, „Woher kommt Ihr“?, ect. ect.ect..
The last month Thee Oblivians,played in the kerosene / Augsburg and I was asked absolutely unexpectedly from Crypt if I wanted to do interview and here is my first official interview. The problem was only „What could I ask a band who was already asked during at least 5 interviews already everything what one always wanted to know“. „Who are you“? „Where do you go“? „, Where from do you come“?, ect. ect. ect.
…sind super, punkt! pop musik wie sie ähnlich auch von jets to brazil zelebriert wird. nur dass die ami kollegen in keinster weise mit den melodien dieser engländer hier mithalten können. wo JTB auf ruhige, fast schon einschläfernde momente setzen, starten PYLON hingegen voll durch. 
Das war was, als neulich bei mir die neue PAINT THE TOWN RED mcd im briefkasten lag. Nein, hier handelte es sich nicht um irgendeine x-beliebige veröffentlichung einer neuen jungen schnöselband. In dieser formation steckt geschichte. Geschichte, die aus musikalischer sicht viel zu früh für beendet erklärt wurde. 
Vorhang auf und eine respektvolle Verneigung für einen Grenzgänger der ganz besonderen Art. Mehr als 80 Veröffentlichungen hat der New Yorker James Plotkin seit den ausgehenden 80er Jahren auf dem Gewissen und bis dato gleicht kein von ihm begangener Mord an etablierten Hoergewohnheiten im Allgemeinen und an festgefahrenem Formelspiel im Besonderen dem anderen. 
Ich erinnere mich noch sehr genau an dieses Konzert im Keller der Kölner Rhenania. Links und rechts standen zwei Fernseher, auf denen unentwegt jene Szene aus Cronenbergs „Scanners“ lief, in der ein Kopf explodiert. Ich kannte den Film damals noch nicht, aber schon dieser visuelle Aspekt machte das Konzert faszinierend. 