Mรคrz 17th, 2007
Ehrlich gesagt, wusste ich gar nicht, dass es Agent Orange überhaupt noch gibt. Meine erste Reaktion auf eine anstehende Tour der Band war dementsprechend, dass ich hier schon wieder alte Musiker notdürftig ihre Arbeitslosenunterstützung aufbessern sah. Ein kleiner Fehler.

Mรคrz 17th, 2007
Zum zweiten Mal im K4 in Nürnberg, diesmal gemeinsam mit ihren Kumpanen von den Grabass Charlestons, rockte der aus Gainesville, Florida, stammende Folk-Punk-Vierer das Zentralcafรจ des Musikvereins. Ob nachdenkliche Country-Folk-Melodien oder bierselige Mitgröl-Punk-Hämmer, Against Me! brillierten mit einer unglaublichen Energie, die das Zentralcafรจ zum Brodeln brachte.

Mรคrz 17th, 2007
refused are fucking dead… so what!? lang lebe abhinanda, eine band, die ebenfalls aus umea/schweden stammt. ob sie es nun selbst wahr haben wollen oder nicht. sie sind für den rock das, was refused für den hardcore waren. nach dem gleichen schema brechen sie alte verkrustete strukturen auf und schaffen raum für neues, für frisches.

Mรคrz 17th, 2007
So, jetzt wird’s kritisch: Ich meine, diese ganze L’age d’or – Sache geht mir ziemlich am Arsch vorbei. Ich kann zwar den ‚Hamburgern‘ bescheinigen, dass es schön ist, mit der deutschen Sprache herumzuspielen, aber irgendwo fand‘ ich das von Anfang an einfach nur langweilig – musikalisch.

Mรคrz 16th, 2007
„How many punks does it take to screw in a lightbulb?
„It doesn’t matter. Punks can’t change anything.“
Ja nee, is klar Teil II:
Interview mit Todd, Razorcake Fanzine, Los Angeles, und Lisa, Heartattack Fanzine, Goleta
Todd von dem Razorcake Zine hat früher bei dem Telefonbuch des Punkrocks, dem Flipside Zine aus Pasadena, mitgemacht und dann ein eigenes Heft gegründet, welches sehr entspannt und interessant ist.
Seit Mitte der 90iger existiert das alle Vierteljahre herauskommende Fanzine Heartattack (HaC), dass u.a. von Lisa und Kent McLard, Betreiber von Ebullition Records und Namensgründer für Rage against the machine (siehe www.ebullition.com), herausgegeben wird. Viel Spass und kauft euch die Hefte, die sind klasse.
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Mรคrz 16th, 2007
Ganz ehrlich – als die Veröffentlichung der neuen PROPGANDHI Platte „Potemkin City Limits“ angekündigt wurde war mir das ziemlich egal. „Less Talk More Rock“, die zweite Platte der Band, hatte einen festen Platz in meinem Herzen.

Mรคrz 16th, 2007
Woher sie kommen, was sie wollen und weshalb ihr „Sex“ was mit Musik zu tun hat und vielleicht auch umgekehrt.
Die Erzählung besagt, dass die Riot Grrrls ihren Anfang im Jahre 1990 in der Punkszene von Olympia/USA haben. Die Frauen wollen auch „do it yourself“ auf der Bühne stehen und nicht immer nur den Jungs da oben zuhören, wenn sie ihre Liebesschnulzen von sich geben und dazu angehimmelt werden wollen. Aus dieser Szene heraus entwickeln sich zwei Frauenbands: Bratmobile und Bikini Kill. Im Sommer 1991 findet in Olympia/USA die „International Pop Underground Convention“ statt.

Mรคrz 16th, 2007
Seit dem Erscheinen eines gewissen Buchs wissen wir ja alle um die Frühjahre des deutschen Punk und wenn es nicht so offensichtlich konzeptuell der Mutter aller Punkhistorienschinken, ‚Please kill me‘, nachempfunden wäre, würde ich es hier noch einmal zum Kaufen und Lesen empfehlen.

Mรคrz 16th, 2007
über Fuck For Forest bin ich bei ARTE gestolpert. Der kurze Bericht über Leona Johansson und Tommy Hol Ellingsen lief just in dem Moment, als ich mich am Telefon mit meinem Heftkoordinationspartner über diese Themenausgabe auseinander gesetzt habe. Und weil der immer soviel quasseln kann, konnte ich ihn erst gegen Ende des Berichts abwürgen. Die ganzen Informationen hatte ich also verpasst

Mรคrz 16th, 2007
Bebe Buell ist Musikerin, Schriftstellerin, Fotomodell, Miss November 1974 und eine verdammt nette Person. Aber das Wichtigste von allem: Sie ist Zeitzeugin.

Mรคrz 16th, 2007
Das Krill sind aus Köln und bestehen aus sehr sympathischen Menschen, die sich auch noch in anderen Bandformationen im Kölner Umland bewegen. Kennengelernt hab ich die Band, weil wir in Leverkusen 2003 ein Konzert mit Altenburg 76 aus Potsdam veranstaltet haben und Das Krill von einem Mitveranstalter vorgeschlagen wurden. Was mir direkt sympathisch war (obwohl es eigentlich quatsch ist, dass als Sympathie-Bonus zu sehen): Bands, die irgendwie Hardcore mit Keyboard -Einlagen machen, sehen meistens nicht wie Punker aus.

Mรคrz 16th, 2007
Neuron aus Kiel sind eine neue Band am deutschen Krachhimmel. Schon als ich damals die Ankündigung ihres Labels Epistrophy las, wurde ich neugierig, deutschsprachiger Crust/ Grind, was mochte sich genaueres dahinter verbergen? Natürlich dachte ich direkt an Audio Kollaps, ihre Labelkollegen aus Hannover.

Mรคrz 16th, 2007
Es sind bei aller Menge verfügbarer Musik nach wie vor seltene Momente: Du hörst das Album einer Band, und obwohl du nicht gleich mitsummen kannst, fesselt dich etwas, macht dich nervös, lässt dich nach dem Kern dieser Musik suchen, der sich nicht gleich zeigen will. Du willst diese Band sehen, weil du denkst, es könnte dann einen jener noch selteneren Momente geben, in denen sich eine Band offenbart, die nicht einfach nur irgendeine Band ist.

Mรคrz 16th, 2007
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Wer oder was ist ZANN (sowohl zum vorstellen als auch zu Namensklärung geeignet)?
Who or what is ZANN (please introduce yourself and tell us about the name)?
Uwe: ZANN ist Ron (6 Saiten), Mark (Sticks), John (6 Saiten), Robert (Stimme), Uwe (4 Saiten) und gleichzeitig die Hauptperson einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft, die den Grund, warum ich/wir Musik mache/n, recht treffend beschreibt.
Uwe: ZANN is Ron (6 stringes), Mark (sticks), John (six strings), Robert (vocals), Uwe (4 strings); Zann is also the main protagonist of a short story by H.P. Lovecraft; this short story explains very accurate the reason why we are making music.

Mรคrz 16th, 2007
Modern Life Is War haben im Trierer Exhaus auf dem Krakfest gespielt und waren eine der besten Bands dort. Genau der richtige Tag also, um ein bisschen über die Band und ihre Ansichten zu quatschen. Bei den Fragen zu den Bühnenansagen und der Message der Band haben wir den schon etwas müde werdenden Sänger Jeff vielleicht zu sehr gefordert aber vielleicht hat er uns auch nicht ganz verstanden.

Mรคrz 16th, 2007
Ich kam zurück an den Tisch, als ich Daniel Johnston noch etwas zu seinem Bruder Dick und einer japanischen Freundin tuscheln hörte: „Nichts sagen“, war das einzige, was ich verstand. „Was ist los, Daniel?“, fragte ich. „Du darfst eine meiner Zeichnungen haben“, antwortete er. „Aber nur, wenn du dir das Bild tätowieren lässt.“ Klar, antwortete ich (scherzend), das geht schon in Ordnung – und bekam eines jener begehrten Bilder, die der Sänger auf seinen raren Konzerten und über das Internet verkaufen lässt.

Mรคrz 16th, 2007
Ian McKaye bleibt auch im Jahre 2005 noch relevant. Natürlich will jeder wissen was mit FUGAZI ist – nun die Band selbst spricht von einer „nicht genauer begrenzten Pause“.

Mรคrz 16th, 2007
DOLF
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher wo ich meine erste Freundin (mit der ich auch Sex hatte, die frühpubertären Knutschereien lassen wir mal aussen vor) kennenlernte, ob irgendwo an der Schule oder auf einem Schulball – wo Musik gespielt wurde… aber schliesslich ist das auch schon 26 Jahre her. Dafür kann ich für alle anderen meiner ehemaligen Partnerinnen ganz klar sagen das ich die ohne die Musik (bzw. das drumherum) nicht kennengelernt hätte. Ebenso verhält es sich mit meiner jetzigen langjährigen Partnerin.

Mรคrz 16th, 2007
DOLF
Erinnert sich noch jemand daran das ich ich im letzten Monat noch auf den „Abschluss“ wartete? Deshalb also hier jetzt die Geschichte, die beinahe schon in der letzten Ausgabe erschienen wäre. Dann wäre sie auch noch „topaktuell“ gewesen – nicht das dies in dem Fall hier von Wichtigkeit wäre – denn just die Woche vor Erscheinen von TRUST 114 hat in Hannover eine Zweigstelle von „Dignitas“ eröffnet, an dem Montag war ich auf dem Weg nach Augsburg, da am Dienstag die Beisetzung meiner Mutter stattfand. Somit ging die erste deutsche Pressewelle an mir vorbei, bzw. konnte ich die grösstenteils gequirlte Scheisse dann einen Tag später nachlesen. Für die Leute die sowas nicht mitbekommen: „Dignitas“ ist eine Sterbehilfe-Organisation aus der Schweiz.

Mรคrz 16th, 2007
DOLF
Die Welt wird zu 95% von völlig bescheurten Menschen bewohnt, das sah man wieder ganz deutlich als Millionen nach Rom fuhren weil der Past abgenippelt war. Traurig. Und damit mein ich nicht den Tod des alten Mannes!

Mรคrz 16th, 2007
Das Inti wurde nach dem Auftritt der Utters im Stattbahnhof zu Schweinfurth geführt. Leider konnte ich im Nachhinein nicht mehr feststellen, von wem im einzelnen die Antworten kamen, da es schon leicht chaotisch zuging, was bei der Menge an Leuten, die am Tatort rumlungerten, eigentlich kein Wunder ist.

Mรคrz 16th, 2007
Superfan sind eine relativ neue Band aus Frankfurt am Main. Das an sich, ist schon mal fast eine Sensation, weil in Frankfurt bis auf wenige Ausnahmen, bandtechnisch nicht viel passiert. Ihr könnt mir das glauben, ich wohne in der ach so tollen Mainmetropole. Aber zurück zum Thema. Superfan sind mir zum ersten Mal durch ihre selbstveröffentlichte 10″ aufgefallen. Hier sind sechs schnelle altmodische Hardcoresongs zu hören.

Mรคrz 16th, 2007
„Es ist wirklich unglaublich – alles was diese Kaiserslauterer Jungs anfassen ist einfach grandios „ย (Daniel Röhnert)
Am 15.8. spielten SUPER GOUGE zum Auftakt der Popkomm im Kölner Underground Natürlich war dies für die fleissigen TRUST Mitarbeiter Daniel und Stefan ein willkommener Anlass ein wenig mit Frank Rahm (Gitarre) und Alex Hoffmann (Gesang) zu plaudern.

Mรคrz 16th, 2007
Neulich meldete sich ein junger Mann beim TRUST, der sich – löblich – für ein Abonnement entschieden hatte und zweitens anfragte – nicht minder löblich -, ob er auch für unser Organ schreiben könne. So weit, so gut. Er äusserte nun, er kenne da einige Punk-Bands, die sich ausdrücklich zum Christentum bekennten, und über die wolle er schreiben. Das mag erst einmal absonderlich erscheinen.

Mรคrz 16th, 2007
Bekifft zwischen allen Stühlen
Streit sind eine vielversprechende Lübecker Band, die gerade ihre erste Single „Lügenmaul“ auf dem Label Puffotter Platten veröffentlicht hat. Als ich diese grandiose kleine Scheibe das erste Mal hörte, wusste ich, dass ich mit ihnen unbedingt ein Inter-view machen musste. Ein Anruf genügte, um alles klar zu machen. Wie immer scheute ich als fleissiger TRUST Mitarbeiter keine Kosten und Mühen und machte mich unverzüglich auf den Weg nach Lübeck.
