September 25th, 2019

Ins Gras gebissen – Die skurrilsten Todesfälle aller Zeiten, James Proud

Posted in bücher by Dolf

Lappan Verlag, Würzburger Straße 14, 26121 Oldenburg, www.lappan.de

Das Buch erschien 2018 im englischen Original unter dem Titel: „Unusual Ways to Die – History`s Weirdest Deaths“. Hier werden die seltsamsten, unglaublichsten und eigentlich oftmals auch kaum denkbaren Todesfälle aus aller Welt und allen Zeiten präsentiert. Über 120 Seiten, illustriert, meist ein Ableben pro Seite. Es gibt eine mehr oder weniger passende Überschrift, den Namen des Opfers, sowie das Datum des Todes. Dann wird kurz beschrieben was den Menschen dahingerafft hat. Dazu gibt es noch mehr oder weniger interessante Fakten ums Sterben.

September 25th, 2019

DJ-DUO MISS STEREO & KITTEN ATOMIC (#116, 2006)

Posted in interview by Thorsten

Miss Stereo und Kitty Atomic legen in Köln zusammen als Duo Go Go Crazy auf und machen das super – ach gähn, was für eine tolle Einleitung. Vielleicht anders: nachdem ich mehrmals auf den Gogo Crazy Parties im Gebäude 9 zu Köln war und immer begeistert war, dachte ich mir, die beiden Djane Frauen Miss Stereo und Kitty Atomic dann mal zu interviewen. Nachdem wir uns in einer russischen Bar in Köln-Deutz im Mai 2005 getroffen haben, ich nachher ein volles Tape hatte, aber dann plötzlich noch ganz viele andere volle Tapes hatte, haben wir das Interview kurz und knapp per Email nachgeholt.

September 25th, 2019

BLACKFIRE (#117, 2007)

Posted in interview by Thorsten

Nicht erst, seit die Country-Heroen TRUCK STOP herausgefunden haben, dass der Wilde Westen eigentlich schon hinter Hamburg beginnt, muss das klassische Bild von Amerika gerade gerückt werden. Dass es neben Tequila, einsamen Helden und Lagerfeuerromantik auch unschöne Seiten am heute nicht mehr ganz so wilden Westen gibt ist zwar bekannt, aber weniger Stoff für Träume. Amerikanische Träume können auch Alpträume sein – so die Erfahrung der nordamerikanischen Ureinwohner, der indianischen Bevölkerung. Der Komplex „native-americans“ ist sehr umfassend und zeigt sich als zutiefst politisch: Völkermord, Entwurzelung, politische Gefangene, Perspektivlosigkeit in Reservaten, die als atomare Müllbehälter der sogenannten Freiheit und Nation benutzt werden. Im Gebiet der Navaho im Südwesten von Arizona sind die drei Geschwister der „alter-native“ Punkrock-Band BLACKFIRE aufgewachsen. Untrennbar mit der Musik der Band verknüpft ist der lange Kampf der Navaho um ihre Land- und Menschenrechte.

September 23rd, 2019

AMANDA PALMER & THE GRAND THEFT ORCHESTRA aus #164, 2014

Posted in interview by Jan

AMANDA PALMER & THE GAND THEFT ORCHESTRA

Viele Menschen kennen Amanda Palmer noch als die Hälfte der Dresden Dolls, die laut eigener Aussage wohl auch bald eine Reunion feiern könnten. Andere kennen sie immer noch gar nicht, und das, obwohl es in letzter Zeit nicht gerade ruhig um sie war. Nachdem Roadrunner Records Amandas Bauch aus einem ihrer Videos schnitt, da dieser angeblich zu groß sei, startete sie eine Gegenaktion und machte sich von allen früheren Verbindungen frei. Allen, bis auf die zu ihren Fans, die für das im letzten Jahr erschienene Album ‚Theatre is evil‘ über Crowdfunding, 1,2 Millionen US-Dollar im Voraus beitrugen.

September 23rd, 2019

FLIGHT 13 Records aus #126, 2007

Posted in interview by Jan

Interview mit Tom von Flight 13 Records & Mailorder

Ein Sonntag Abend Anfang September, 21:00, eine schön ruhige Terrasse eines afghanisches Restaurants in Freiburg – Stühlinger: Andrea (Mandelplätzchen und Tee) und Jan (Weizenbier) interviewen Tom (Radler, Tee, Kartoffelbällchen mit Quark), danach ging es in die KTS zu VAZ und TEN VOLT SHOCK. Ich fand das Gespräch mit dem sehr fröhlichem und optimistischen Tom – Chef von dem Mailorder und Plattenlabel und Plattenladen Flight 13 aus Freiburg – allemal interessanter als das Konzert im Anschluss: VAZ waren nicht so gut wie Ten Volt Shock und Flight 13 waren am besten – here we gehen zur Geschichte von Flight 13, warum das Logo nichts mit Frontline zu tun hat, ob die Arbeit im Musik-Bereich wirklich der heißeste Scheiß ist und was Aquaristik really means.

September 23rd, 2019

GABRIEL KUHN aus #163, 2013

Posted in interview by Jan

„Ich habe halt keinen Szenenamen, spielte also in keiner bekannten Band mit, deshalb wussten die Leute nicht, wer ich bin und waren erst mal skeptisch…
Der Klassiker: was will der Outsider-Soziologe hier!
Ja, so „Wer ist denn der Gabriel Kuhn, kenne ich nicht, sicher so ein Sozialwissenschaftler, das finden wir direkt scheiße“. Ich kenne solche Reflexe ja auch von mir selber, und klar: ich war nie in Youth of Today, Manliftingbanner oder Gorilla Biscuits. Aber besonders cool ist so ein Aburteilen dann auch nicht unbedingt. Ich bin seit 25 Jahren Straight Edge, ich war auf Straight Edge-Konzerten, als einige dieser Leute noch nicht mal geboren waren, ich war auf Straight Edge-Konzerten in Ländern wie Australien und Israel, wo sich diese Leute in der Szene auch nicht unbedingt auskennen.

Dass ich nur ausschließlich eine akademische Perspektive habe, ist schon eher beleidigend. Aber manche Rezensionen schienen glasklar davon auszugehen. Und das kann mich dann auch ärgern. Die sind in New York aufgewachsen, da gibt oder gab es eine starke Straight Edge-HC-Szene und dann tun die so, als ob sonst niemand eine Ahnung hat. Manchmal denk ich mir dann echt „Sei DU doch mal wirklich hart, und werde Straight Edge in einem Tausend-Einwohner Alpen-Dorf in Tirol!“, also echt, wenn du wirklich so hart sein willst.
Wunderbar, sehr schön!!!
CBGB war halt nicht meine Jugend, sondern Bierzelte. Da lernt man auch bestimmte Sachen.“

Ein Interview mit Anarchismus- und Straight Edge-Autor Gabriel Kuhn,  13 Zigaretten nebst 5 Bier

Sicher, es existieren nette Straight Edger. Es gibt auch nette Südsee-Weltreisende. Zudem nette SST-Fans, nette Attwenger- und Slayer-Fans und auch nette Anarchisten und nette Buchautoren. Und es wurde uns mal davon erzählt, dass es auch nette Fussball-Fans geben soll. Und natürlich gibt es auch Leute, die einige der genannten Aspekte in ihrer Persönlichkeit vereinen. Aber hey: wie viele sympathische Straight Edger, Südsee-Welt-Reisende, anarchistische SST-, Slayer- und Attwenger-Fans, die aus Tirol kommen, in Schweden wohnen und Lesungen in Europa und USA halten, Bücher veröffentlichen und Fussball-Fans sind, kennst du so?

September 18th, 2019

UNTERM DURCHSCHNITT/RECORDS&ME (#111, 2005)

Posted in interview by Thorsten

Mit Andreas von Unterm Durchschnitt und Lennart und Hannes die RECORDS&ME machen, habe ich Ende Februar ein Doppel-Interview über ihre jeweiligen Labels geführt:
Auf der einen Seite Unterm Durchschnitt Schallplatten, welches mitlerweile schon im sechsten Jahr existiert und sich in dieser Zeit vom Kleinstlabel zum bekannteren Underground-Indie-Label entwickelte, wo unter anderem sehr schöne Platten von jet*black, den peters und Katzenstreik veröffentlicht wurden. Zum Label gehört auch ein Mailorder und, ganz selbstverständlich, politisches Engagement.
Die gleiche Ausrichtung haben auch Hannes & Lennart von RECORDS&ME. Allerdings ist ihr Label um einiges jünger, wurde es doch erst im Frühsommer 2004 ins Leben gerufen.

September 18th, 2019

DEBRIS INC. (#113, 2005)

Posted in interview by Thorsten

Der alte Mann und sein Bong

Nie war es so schön, zu spät geboren zu sein, wie beim Hören der alten Platten von Saint Vitus. Und nie gab es einen schöneren Ersatz für Black Sabbath. Als die dann irgendwann wieder mit Ozzy auf Tour gingen, war es bei aller Gänsehaut zumindest auch tragikomisch, den debilen Frontmann zu beäugen, der da über die Bühne tapste und in die Hände klatschte. Saint Vitus aber waren da schon seit ein paar Jahren Vergangenheit. Lediglich Wino tauchte irgendwann aus dem Nebel auf und schenkte uns neue Musik. Aber die klang eben nicht nach Vitus. Vorletztes Jahr war es dann soweit: Saint Vitus standen wieder gemeinsam auf der Bühne, wenn auch nur zweimal. Aber Dave Chandler, der Gitarrist und Hauptkomponist der Band hatte da schon eine neue Band gegründet. Mit seinem alten Buddy Ron Holzner, den manch einer vielleicht von Trouble kennt. Nun erschien endlich das unbetitelte Debüt von Chandlers neuer Band. Da rufen wir doch glatt mal in Los Angeles an und fragen nach, wie das zustande kam…

September 16th, 2019

Denovali Records aus #153, 2012

Posted in interview by Jan

Mögen keine Szenen – Denovali Records
Ein Label-Porträt

Da sitze ich nun und höre das neue Album des Dale Cooper Quartets mit Dictaphone – müsste eigentlich noch rezensiert werden, muss aber warten. So einfach runtermetern will man das ja auch nicht. Weil es doch nicht die dreißigste Metalcore-Platte des Monats ist, nicht die zehnte Sludge-Walze und (ich stehe ja zu meinen Vorlieben) die siebte komische Platte der Woche, die ihr hier nie vermutet hättet. Das Dale Cooper Quartet liegt irgendwo dazwischen. Hardcore ist es nicht. Metal auch nicht. Aber es kommt doch aus einem Nachbarkosmos, den Bohren & Der Club Of Gore einst erschlossen.

September 16th, 2019

LEATHER aus #147, 2011

Posted in interview by Jan

„I don’t have a Myspace or a Facebook, so why would LEATHER? We’re a hardcore band. We’re not trying to get „picked up“ by a label, have a million people dig us or anything. We’re just bored, angry Americans. Would Poison Idea have had a Myspace? I kind of doubt it. They’d be too busy doing cool shit like beating people up and snorting pills.“

Interview mit der besten aktuellen Hardcore-Band – LEATHER

Sicherlich gibt es gute Kopien von einem längst vergangenen Sound, sei es Ami-HC, Crust, 77er Punk, Straight Edge, Beatdown, NYC HC, Ska-Punk, Metal-Core, Doom-Sludge-Black-Metal… aber mal was neues, „in diesen Zeiten„? Wenn dich sowas ansatzweise interessiert, dann möchte ich dir die neue Band LEATHER von der amerikanischen Ostküste ans Herz legen. Nach einem Demo wurde hier mit der ganz neuen Single „Anchorite“, erschienen Ende 2010, ein Brett hingelegt, was schwer mit Worten und noch weniger mit Band-Vergleichen zu charakterisieren ist. Irgendwie an der Schnittstelle zwischen Black Flag mit Rollins, Flipper, frühen Avail auf Lookout plus eine Menge Weed und doch, ja, wirklich outstanding eigenständig.

September 16th, 2019

EDO MAAJKA aus #147, 2011

Posted in interview by Jan

„Cause the real Gangsters are the Politicians here.“
Interview mit EDO MAAJKA, Hip Hop aus Zagreb

Es gab ihrer wenige, aber es gab sie, Hip-Hop-Bands, die von Punks gerne gehört und akzeptiert waren. Jetzt mal so Kunst-Hiphop wie Dälek beiseite gelassen. Waren es in den 80er Jahren Public Enemy, N.W.A. (schaut euch mal das Trust Cover von 1990 mit NWA an auf unserer Homepage) und auch die Beastie Boys, kamen in den 90er dann auch mal deutsche Bands in die Punkerläden. Anarchist Academy. Natürlich weiterhin auch englischsprachige, The Goats (mit ihrem Hit „I am not your typical american!“). Gunshot. Michael Franti mit seinen Disposable Heros of Hiphoprisy (die „California über alles“ sehr geil coverten). In den 2000er erweiterte sich das Spektrum um den sympathischen Chaoz One auf Twisted Chords. Und vielleicht wird auch Edo Maajka aus Bosnien bald mehr Zuspruch seitens der Punk-Szene bekommen (oder hat er den schon, dann sorry), sein politischer Rap hat es auf jeden Fall verdient.

September 12th, 2019

BLACK FRIDAY 29 (#112, 2005)

Posted in interview by Thorsten

Die Ruhrpottler Black Friday 29 sind seit ihrer Gründung 2001 schon einen langen Weg über unzählige Konzerte und Touren, Demo und 7“ bis zum Debüt Album “The Escape“ gegangen. Anlass zu diesem Interview war also, für alle, die Black Friday 29 noch nicht kennen, klar: ihr Werdegang bis zur “The Escape“ und jetzt. Die fünf Mitglieder der Band sind Björn Esser (Voc), Dennis Sommer (Bass), Sven Sommerfeld (Git), Pete Goerlitz (Git) und Dennis Schmidt (Drums). Dennis und Björn haben mir im Trierer Exhaus auf dem Krakfest Freitags ein paar Fragen beantwortet und bevor die Show in Trier klar war schon per Email ein paar im Vorfeld. Samstags sah ich ebenfalls auf dem Krakfest dann den Sänger von Bridge To Solace mit dem unglaublich lächerlichen T-Shirt “Mosh To Kill“ und musste sofort an die kleine Diskussion in Bezug aufs Moshen denken, die ich mit Black Friday 29 führte. Dass ich eine andere Auffassung von Konzertspaß habe als BF 29 wird im Interview klar. Jeder hat so seine Meinung. Was vom aggressiven Tanzen, wie z.B. dem Windmillfighting zu halten ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich wünsche mir, dass man auf Konzerten mehr auf andere Rücksicht nimmt, damit auch die ihren Spaß haben. Nicht jede Person möchte in einer wild um sich schlagenden Menge stehen, nur um die Band auch von nahem sehen zu können. Leute, macht euren scheiß bei euch im Zimmer und schlagt das zu Brei aber geht den Konzertbesuchern nicht an den Sack. Das ist meine Meinung, danke.

September 12th, 2019

BREATHERRESIST (#112, 2005)

Posted in interview by Thorsten

„Eine gruppe US amerikanischer mathematik und physik nobelpreisträger trifft sich in einem tonstudio und bekommt nach verabreichung zwielichtiger drogen einen cholerischen anfall. Der tontechniker ist ein gewitzter fuchs. Weiß er doch, dass die größten musikalischen momente noch immer dem wahnsinn entsprangen. Nachdem kurze zeit später das gesamte studio in schutt und asche liegt, ist der mann hinter den reglern nicht nur froh, diesen phonetischen blitzkrieg überlebt zu haben, sondern sieht sich zum zwecke der schadenskompensierung auch genötigt, das soeben produzierte kriegsgerät an die multinationale gilde der schallwaffenschieber weiterzuveräußern. Diese ist sofort hellauf begeistert, steht doch nun endlich ein upgrade der seit jahren nicht mehr produzierten KISS IT GOODBYE bombe zur verfügung. Ergänzt um kleine fiese JESUS LIZARD tricks, hält man somit eine kompakte allroundwaffe in den händen, der weder kraut noch gegner gewachsen ist.“

September 9th, 2019

OFF! aus #153, 2012

Posted in interview by Jan

„I am a member of a gang that has more members than any punkrock gang“

Eigentlich war Keith Morris, Sänger der Circle Jerks und Mitbegründer von Black Flag, mit Dimitri Coats (Burning Bridges) als Produzent im Studio, um mit Jahren Verspätung eine neue Platte mit den immer noch bestehenden Circle Jerks aufzunehmen. Bei dem Anliegen entstand jedoch kein neuer Circle Jerks Output, stattdessen gründeten die beiden gemeinsam eine neue Band. Sie holten sich zusätzlich Mario Rubalcaba (Rocket From The Crypt, Black Heart Procession, Hot Snakes, Earthless, Clikatat Ikatowi) und Steven McDonald (Redd Kross) mit ins Boot und Off! waren geboren. Das entstandene Line-up könnte sich für eine Hardcoreband wohl kaum besser lesen lassen. Auch wurde früher Hardcore selten besser gespielt, als Off! es tun. Lediglich der zeitliche Kontext passte an anderen Stellen besser.

September 9th, 2019

TRUST LAYOUTER Mitch (1986-2009) und André (2009ff) aus # 191, 2018

Posted in interview by Jan

„Und wenn alle Schülerzeitschriften damals ausgesehen hätten wie das Trust, dann wäre das ja auch was gewesen.“

Trust-Layouter im Spiegel der Zeit: Mitch (1986 bis 2009) und André (ab 2009)

Es gäbe so viel aus dem Trust-Nähkästchen zu plaudern, die Anekdoten-Informations-Schatulle ist ja auch mit 32 Jahren kontinuierlicher Heft-Publikation alle zwei Monate seit 1986 gut gefüllt. Well, es passiert einiges hinter den Kulissen, das könnt ihr nicht mitkriegen, aber was ihr sicherlich mitbekommen habt, wenn ihr unser Heft bzw. unsere Entwicklung schon länger verfolgt: es gibt seit knapp zehn Jahren ein komplett neues Layout des Hefts. Schreiber kommen und gehen (natürlich bis auf Ausnahmen), aber im Layout gab es nur zwei Personal-Wechsel in 32 Jahren: Mitch und André.

September 9th, 2019

THE GEARS aus # 191, 2018

Posted in interview by Jan

„The Gears sind die beste 70er L.A. Punk-Band, die du noch nie gehört hast” (LA Weekly)

THE GEARS

Schuld ist doch nur das Razorcake Fanzine aus Los Angeles! Ich bin seit vielen Jahren großer Fan von (HC-Punk aus) Los Angeles und in einer älteren Razorcake-Nummer stand sinngemäß drin, dass die „Rocking at Ground Zero“-Platte der Gears (von 1980) einfach die beste Los Angeles-Punkplatte aller Zeiten wäre. Huh? Den Bandnamen kannte ich zwar, aber ich habe peinlicherweise die Musik nie ausgecheckt. Und was soll ich sagen, die Platte ist der Hammer. Auf der Gears-Facebook-Seite heißt es zu der Musik nur lapidar „Four Speed Punk RocknRoll“.

September 7th, 2019

MATULA aus # 193/12-2018

Posted in artikel, interview by Jan

„Da ist es mir lieber, mit wenigen Statements auszukommen – manchmal sogar am liebsten, gar keine zu haben – und mir meine eigenen Gedanken über eine Band zu machen, gerne die Gefahr in Kauf nehmend, etwas ganz anderes in sie hineinzulesen, als die Künstler selbst darin sehen. Das hat nichts mit mangelndem Respekt gegenüber den Ausführenden zu tun – im Gegenteil: jede Interpretation zollt einer Sache mehr Ehre, Mühe und Einfühlungsvermögen als bloß ein Interview zu führen.“

Kaum läuft SCHWERE – das neue Album von MATULA – zum ersten Mal, ist dieses Gefühl da, zu wissen, warum ich diesen Scheiß – SCHREIBEN – über Sachen, die wichtig sind, mir wieder und wieder antue. Ich nicht damit aufhören kann und meine Euphorie, in Wörter gepackt, teilen muss. Obwohl ich mit dem Versuch die Musik von MATULA zu beschreiben nur scheitern kann. Trotzdem (oder gerade darum) macht sich das Gefühl breit, alleine durch das Hören dieser Platte, Teil etwas Großem zu sein.
Es entsteht der Wunsch, ein Interview mit MATULA zu führen. Die Band steht nach der Kontaktaufnahme prinzipiell zur Verfügung. Ich erbete mir Zeit, um SCHWERE angemessen zu würdigen, mir Gedanken zu machen und Fragen zu notieren.

September 7th, 2019

THE FUs aus #193, 2018

Posted in interview by Jan

“Anarchy for Peace” has been put in a box, watch the porridge eating goldilocks. This song used to be a happy song but you wouldn´t fucking sing along. Now “anarchy” is on the run, you had the will but they had the guns – Fuck you (FU)! Last year you were full of passion, last year you were young and alive, then you let go of all your ideals, you don´t think now you merely survive. And next to you I´m just a slob, your existence is summed up by your job – FU! Remember when we used to rule this city? Remember when we had all the fun? Remember when we were totally wired? But look at you look what you´ve become, you´re scared to go against the grain and now you´ve petrified your brain – FU!
(FUs – FU, von der Kill for Christ-LP 1982; ohne Gewähr, Text selbst abgetippt von der Textbeilage der „Your own worst nightmare“-Straw Dogs-LP von 1992 auf Lost & Found Records; die Straw Dogs coverten den Song dort)

“I was traveling down the line, just an ugly American killing time. Seen the world by my own two feet as I traveled down a dirty street. But it seems like everywhere I´ve gone, your life ain´t worth a plug nickle, son. To some trigger-happy son-of-a-bitch, better hit the dirt before his fingers itch. Now the whole world´s like the frontier before, speaking out of a barrel of a fourty-four. And it´s a sad, sad sound if they don´t miss, yeah, the whole damn world´s like Texas. Been in Ireland, fair and green, prettiest place you´ve ever seen. Crossed by wars that never cease, yeah, “someday soon she´ll be at peace”. But all the folks back in the states watched “high noon” until their eyeballs ached. And they sent the guns and all the rest now Belfast is the wild wild west. And every day, in some shithole town, from Beirut to Boston another one shutdown. Met a friend in Lebanon, said that he came from my hometown. Billy D. was a drinking machine on his off time from the U.S. Marines. But they were all just sitting ducks when some Shiite gang said “what the fuck”. When I heard how Billy and his buddies died, I drank a few and I had to cry”.
(Straw Dogs – Texas, von der “Your own worst nightmare”-Platte,1992;
auch ohne Gewehr. Vgl. Inlay der Lost & Found-Platte)

Interview mit John Sox von The FUs

Lassen Sie mich es so formulieren: die FUs waren nicht unumstritten (in den 80er). Besonders als Kritiker der Band hervorgetan hat sich Tim Yo vom Maximum RocknRoll Fanzine, der der Band damals vorwarf, rechtsgerichtet zu sein. Wie es dazu kam? Beginnen wir von vorne.

September 5th, 2019

ESCAPADO (#112, 2005)

Posted in interview by Thorsten

Machen wir uns nichts vor. Die meisten band interviews saugen einfach wie hölle. Ewig gleiches geplapper trifft als fast schon selbstschutzhafte reaktion auf die gelangweilte routine unmotivierter fragenkataloge. In jungen jahren – wenn man noch elan und pfeffer im arsch hat, wenn noch alles neu und unverbraucht scheint, wenn es noch spannendes von bröckel bis brooklyn zu entdecken gibt – mag man die qualität des eigenen tuns vielleicht noch vornehmlich am überbordenden persönlichen enthusiasmus messen. Im alter von fast 34 jahren allerdings wird der altbekannte enthusiasmus zunehmend zu einem sprichwörtlichen fremdwort.

September 5th, 2019

BEAR VS SHARK (#112, 2005)

Posted in artikel by Thorsten

Daniel: Ich habe mir jetzt auch endlich mal die Bear vs. Shark CD gekauft, scheint es als LP nicht zu geben. Die ist eigentlich ganz gut, möchte ich meinen. Müsste man vielleicht mal ein Interview mit denen machen? Du findest die doch richtig gut, oder?

September 2nd, 2019

YAGE aus #152, 2012

Posted in Allgemein by Jan

Yage

Als ich Yage kennenlernte, war es zu spät ihre Alben auf Vinyl zu bekommen, da sich die Band bereits aufgelöst hatte, die Alben längst vergriffen waren und nur noch bei Ebay aufblitzten, um für viel Geld den Besitzer zu wechseln. Um so größer war die Freude, als eines meiner derzeitigen Lieblingslabels die komplette Diskografie von Yage zum Ende des Jahres 2010 auf Vinyl veröffentlichte. Damit wird ein kompletter Einblick in die Tiefe der Songs möglich, was mich wiederum veranlasste nach diversen Interviews zu suchen, um mehr von der Band zu erfahren.

September 2nd, 2019

T34 aus #147, 2011

Posted in interview by Jan

Premium Hardcore aus Hannover:
T34

Es geht immer weiter, so natürlich auch im Hardcore-Punk, ein aktuelles schönes Beispiel für eine neue geniale Band sind T34 aus Hannover, die gerade ihre erste Platte raus haben (mit den astreinen Titel „Premium Hardcore“). Die Band ist, denke ich, außer im Raum Hannover/Hamburg noch eher unbekannt, das sollte man ändern, das solltet ihr ändern durch fröhliches Konzerte buchen mit den sympathischen Aktivisten und Downloaden (legal natürlich). Echt belebend, wie viel hier gemacht wird, Mailorder, Label, Fanzine (Pain of Mind), Konzerte veranstaltet man im Stumpf in Hannover mit, so soll es sein. „t 34“ kannte ich als Song der Boxhamsters, bzw. dachte ich immer, das wäre ein Auto. Viel Spaß mit diesem kurzweiligen Interview mit Niko und Mupe von der Band!

September 2nd, 2019

Vladimir Harkonnen aus #195, 2019

Posted in interview by Jan

„The root of all evil is the heart of a black soul. A force that has lived all eternity. A never ending search for a truth never told. The loss of all hope and your dignity.”
(Slayer – South of Heaven, 1988)

Interview mit Philipp Wolter von Vladimir Harkonnen

Es hört sich echt blöd an, aber wenn es doch stimmt: Philipp Wolter aus Kiel, Sänger bei der tollen Thrash-Metal-HC-Punk-Band Vladimir Harkonnen (VH), ist einfach ein norddeutsches Szene-Urgestein: seit vielen Jahren in verschiedenen Bands, Betreiber eines coolen Online-Zines, fanatischer Konzertgänger und Plattensammler der obersten Kajüte, eben einfach aktiver Teil der Szene. Ich finde es immer bewundernswert (und somit dokumentationswürdig), wenn jemand kontinuierlich in verschiedenen Feldern unserer Subkultur aktiv ist und yeah, Philipp gehörte schon viel früher mit einem Interview ins Trust (das es übrigens schon seit langer Zeit liest)… Und das holen wir hiermit gerne nach.

August 30th, 2019

PIEBALD (#111, 2005)

Posted in interview by Thorsten

Dieses Interview ist leider schon „etwas älter, es wurde im Juli 04 in Hannover geführt. Eigentlich ist nur noch zu sagen, dass PIEBALD tolle Platten machen, eine wirklich mitreißende Liveshow bieten und das Travis und Andrew echt nette Zeitgenossen sind. Also: geht PIEBALD Platten konsumieren.TUT ES !!!

August 30th, 2019

BEAUTY PILL (#111, 2005)

Posted in interview by Thorsten

SMART WENT CRAZY war bestimmt eine der umstrittensten und meist gehassten Bands auf Dischord Records. Als SWC sich auflösten beschloss Sänger Chad eine neue Band zu Gründen. Doch ständige Line-Up Wechsel schienen das Projekt schon lahmzulegen bevor es richtig losging. Bis sich dann endlich eine halbwegs konstante Besetzung formte, die zuerst eine EP und dann das grossartige Album „the unsustainable lifestyle“ veröffentlichte. Mittlerweile sind bei BEAUTY PILL Ex-Mitglieder von MOST SECRET METHOD und IDA aktiv, die Band befindet sich konstant auf Tour und arbeitet an neuen Liedern.